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Was passiert muss eigentlich passieren, dass ein Zug den Bahnhof verlassen kann?

Servus, Moin und einen schönen guten Tag,

es freut mich das du den Weg zu diesem Blog gefunden hast 🙂 In Bezug auf den Artikel der Süddeutschen Zeitung vom 3.11.2016 (http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/deutsche-bahn-zugtueren-schliessen-bald-sekunden-frueher-im-dienste-der-puenktlichkeit-1.3233167) und dem daraus resultierenden Kommentarsturm auf Facebook der mir zeigte, dass wohl die wenigsten wirkliche Ahnung vom Bahnbetrieb haben, möchte ich euch hiermit die Grundzüge des „Zug abfahrens“ (oder wie es im Bahndeutsch heißt „Abfertigen“ näher bringen)

Als Erstes sei erwähnt, das ich es echt nicht verstehe wie sich Leute über 20 Sekunden aufregen können. Vor allem beginnt NUR der Fernverkehr das Abfertigungsverfahren 20 Sekunden früher. Die S-Bahnen, DB Regio und die Privatbahnen bleiben von dieser Regelung also unberührt. Das dürfte schon mit der Befürchtung der Leute aufräumen, wie es ist, wenn jemand länger zum Einsteigen braucht oder aber der Zug nur 30 Sekunden am Bahnsteig hält. Denn der Fernverkehr steht mindestens 2 Minuten planmäßig in den Bahnhöfen.

Als Zweites muss man sich vor Augen führen, dass dies nicht heißt, dass der Zug auf Biegen und Brechen 20 Sekunden früher abfährt, sondern der Zugchef lediglich 20 Sekunden früher damit beginnen kann den Zug abzufertigen. Allerdings muss der Zug vorher natürlich Abfahrbereit sein.

Abfahrbereit? Was heißt das denn schon wieder?

Ein Zug ist Abfahrbereit, wenn die Abfahrtszeit gekommen ist, dass Personal vollständig am Zug ist (Lokführer und die Mindestbesetzung), wenn der Be- und Entladevorgang am Speisewagen abgeschlossen ist, der Zug fahrbereit ist UND der Ein- und Austiegsvorgang beendet ist. Gerade der letzte Absatz sollte also mit der Aussage aufräumen, dass die DB die Fahrgäste nichtmehr mitnehmen möchte. Denn wenn eine Menge Fahrgäste ein und Aussteigen, so muss der Zugführer auch weiterhin warten, bis alle Fahrgäste Ein- und Ausgestiegen sind. Auch wartet der Zugführer weiterhin auf Anschlüsse, wenn die Verkehrsleitung dies anordnet. Und auch die Zugbegleiter warten natürlich weiterhin, wenn wir sehen, dass Fahrgäste angerannt kommen.

Aber was ändert sich denn jetzt eigentlich genau?
Dies möchte ich euch am Beispiel der ICE Abfertigung erklären. Der Einfachheit geschuldet ist T die Abfahrtszeit.
Das Abfertigungsverfahren der DB Fernverkehr AG für ICE Züge ist in 3 Phasen unterteilt und Phase 1 beginnt T-45 Sekunden. In Phase 1 wird die Bandansage ( „Meine Damen und Herren an Gleis XY bitte steigen Sie ein. Die Türen schließen automatisch, Vorsicht bei der Abfahrt des Zuges.“) Außerdem betätigen die Zugbegleiter spätestens jetzt die Notentriegelung (Der Pfeifton) um sicher zu gehen, dass ihre Türe offen bleibt. Phase 1 hat übrigens vorher t-30 Sekunden begonnen. Effektiv sind es also lediglich 15 Sekunden die wir früher anfangen.

Kommen wir nun zu Phase 2 diese sollte t-30 Sekunden beginnen. Der Zugführer gibt hier einen Achtungspfiff und bedient die Türschließeinrichtung. Alle Türen, bis auf die der Zugbegleiter laufen zu. Hier besteht jetzt noch die Möglichkeit in letzter Sekunde zu einer Tür eines Zugbegleiters in den Zug zu kommen. Kleiner Hinweis am Rande: An Kopfbahnhöfen steht ein Zugbegleiter immer in der Nähe des Prellbocks und somit in der Nähe des Querbahnsteiges. Sollte der Zugbegleiter auch hier sehen, dass noch jemand angerannt kommt, so hat er hier noch die Möglichkeit diese Person abzuwarten.
Wohlgemerkt sind wir jetzt in Phase 3 bei T-15 Sekunden. Also hat man bis 15 Sekunden vor Abfahrtszeit die Möglichkeit in den Zug einzusteigen. Hier sei nochmal ausdrücklich erwähnt: ABFAHRTSZEIT nicht LETZTE MÖGLICHE EINSTIEGSZEIT. Im Flieger oder Schiff kommt man ja auch nicht bis zuletzt noch rein.
In der letzten Phase heben die Zugbegleiter letztlich die Orangefarbenen Scheiben. Das zeigt dem Zugchef „Hey, mein Bereich ist fertig. Wenn die anderen auch fertig sind können wir los“ Sobald der Zugchef den Arm hebt und die Fertigmeldung quittiert und zu diesem Zeitpunkt sind wir Zugbegleiter verpflichtet einzusteigen und die Türen zu schließen egal was kommt. Das hat den Hintergrund das zu diesem Zeitpunkt schon der Fahrweg steht, der Lokführer in den Startlöchern steht und wir mit jeder Sekunde, die wir länger stehen eventuell andere Züge ausbremsen. Gerade in Knoten wie Frankfurt am Main oder aber Köln HBF kann das ganz schnell den ganzen Fahrplan durcheinanderwürfeln.

Wieso können die 5 Sekunden, die ich brauche um noch zuzusteigen den ganzen Fahrplan durcheinanderwürfeln?
5 Sekunden wirken nicht viel, aber nehmen wir uns mal den Frankfurter HBF zur Brust. Hier ist die Zugtaktung so eng, dass die Züge stellenweiße sogar auf Einfahrt warten müssen, wenn jeder Zug auf die Sekunde abfährt. Das Problem, wenn ein Zug später abfährt ist, dass andere Züge, die eigentlich den Fahrweg des Zuges vor dem Bahnhof kreuzen, dadurch vor einem roten Signal zum Halten kommen. Denn: 5 Sekunden später reinspringen heißt 5-7 Sekunden spätere Fertigmelden heißt der Zug kommt 10-15 Sekunden später zum Anrollen.

Nun ist der Fahrweg vom Weichenbereich knapp 1-2km lang. Da braucht der ICE eine Weile um drüber zu rollen. Und der Fahrweg für den anderen Zug muss dann ja auch erstmal umgestellt werden, was auch wieder dauert. Der Brems und Beschleunigungsvorgang bedeutet hier gut mal eine Verzögerung von 2-3 Minuten die der andere Zug braucht um in den Bahnhof zu fahren. Dort muss er dann ggf. einen anderen Zug vorlassen oder aber Bremst einen sonst pünktlichen Zug aus und dieser hat dann gut und gerne mal 5-6 Minuten Verspätung.
Oder der andere Zug war ein ICE, da dieser später rein ist wurde der Regionalzug vorgelassen. Dieser bremst den ICE jetzt zwischen Frankfurt und Aschaffenburg aus. Dadurch hat der ICE nun eine Verspätung von 10 Minuten.

Aber wieso Lässt man dann den Regionalzug nicht einfach die 4 Minuten warten? Da ist doch der Fahrdienstleiter dann schuld!

Eben nicht. Es gibt auch für den Schienenverkehr ein Antidiskriminierungsgesetz. Das heißt das jeder Zug, egal ob Hochgeschwindigkeitszug, Regionalzüge (DB und auch private) oder auch Güterzüge. Das heißt, dass der Fahrdienstleiter den Güterzug vor den ICE setzen MUSS, wenn dieser die gleiche Trasse gebucht hat.
Tut er dies nicht, dann steht die passende Bundesagentur vor der Tür und der Fahrdienstleiter darf sich rechtfertigen. Und ob man es glaubt oder nicht, die Aussage: „Der ICE ist eben schneller!“ gilt hier nicht. Deswegen hat man auch regelmäßig in Fernzügen Nahverkehrszüge vor der Nase.

„Als würde das viel bringen. Meistens sind ja technische Störungen am Zug, an der Strecke oder Personen im Gleis Schuld“
Das ist vollkommen richtig. Allerdings muss man ja irgendwo anfangen. Außerdem kann man solche kleinen Dinge sofort Dinge sofort ändern. Technische Störungen an der Strecke wie Weichenstörungen, Oberleitungsstörungen und Signalstörungen kann man nicht einfach von jetzt auf gleich beheben. Deswegen wurden viele kleine Dinge im täglichen Betrieb geändert. Viel was nicht gemerkt wurde. Und selbst diese 20 Sekunden wären wohl nie aufgefallen wenn die Süddeutsche darüber berichtet hätte.
Und mal ganz im ernst. Die Deutsche Bahn kann ja wohl kaum was dafür wenn jemand meint im Gleisbereich spazieren zu gehen.

„Scheiß Deutsche Bahn, die SNCF löst das VIEL besser! Aber hier muss ja gleich 20 Sekunden früher die Tür geschlossen werden1111!!!!!“

Auch diese Kommentare habe ich auf Facebook gelesen und aller Professionalität zum Trotz: Leute, wisst ihr wie in Frankreich abgefahren wird?
3-4 Minuten (!) früher die Türen zu und der Bahnsteigzugang wird 2 Minuten vorher gesperrt. MiNUTEN. Keine 20 SEKUNDEN. Klar, besser wäre es wohl…. Aber da würde hier ja total Amok gelaufen. Das kannst nicht bringen 😀

Ich zitiere hier mal von Facebook: „Sehr fahrgastfreundlich, wenn eine alte Dame oder ein Rollstuhlfahrer mal länger zum Einsteigen braucht… DB, ihr habt doch nicht mehr alle Nägel am Gleis“

Vorneweg: Ob Gleise genagelt werden weiß ich nicht. Aber ich bin der Meinung die werden verschraubt 😀 Zum eigentlichen Thema: Das Abfertigungsverfahren wird nur im Fernverkehr der DB verwendet. DIESER hat immer mindestens 2 Zugbegleiter am Zug. Diese dürfen das Abfertigungsverfahren erst einleiten, wenn der Zug Abfahrbereit ist. Das heißt wenn alle im Zug sind die rein möchten. Rollstuhlfahrer müssen im Fernverkehr sowieso angemeldet sein und sich knapp 20 Minuten spätestens aber 10 Minuten vorher bei dem Servicepersonal melden. Folglich stört es die nicht viel. Die ältere Dame wird meistens auch zeitnah am Bahnsteig sein. Die stört es meistens auch nicht. Es gibt dem Chef NUR die Möglichkeit, zeitig loszufahren. Dies wird aber nicht auf biegen und brechen durchgesetzt.

Abschließend möchte ich mal eine Frage in den Raum werfen: Wer hat den gemerkt, dass dieses Verfahren schon seit Mitte des Jahres in Hannover, Frankfurt am Main und München HBF getestet wird?

Wenn ich schätzen müsste würde ich sagen: Fast niemand. Außer das die Pünktlichkeitswerte deutlich besser geworden sind.
Aber gut. Jetzt hat eine Zeitung darüber berichtet, da muss es ja was schlechtes/ein riesen Ding sein. Klar, macht Sinn…. NICHT

Auf dem Dach der Welt

Oder zumindestens der höchste Punkt Deutschlands. Was ich hier glaube ich noch nicht erwähnt habe: Ich bin kein Freund von Höhen. Trotzdem ist das erste was ich in einer neuen Stadt mache: Den höchsten mir erreichbaren Punkt suchen, erklimmen und sich erstmal einen Eindruck von der Lage machen. D.H. interessante Orte ausfindig machen, schauen welche Sehenswürdigkeiten lohnenswert aussehen und welche Parks/Plätze es „Wert“ zu sein scheinen angeschaut zu werden. Meistens mache ich das in Videospielen lustigerweiße ganz genauso: Erst Lage peilen und dann erst drauf los.

Dieses Vorgehen sorgt auch dafür, das ich mittlerweile bis zu 300/400 Meter hohe „Hügel“ oder Hochhäuser ohne Probleme wegstecke. Trotz alledem habe ich, seit ich vor knapp 3 Jahren in Garmisch-Partenkirchen (an der Deutsch-Österreichischen Grenze) war, den Wunsch einmal auf der Zugspitze oben zu sein und ein Foto mit dem Gipfelkreuz gemacht zu haben. Klar, Höhenangst verträgt sich sicher super mit 2950 Metern. Logische Herzenswünsche haben kann ich jedenfalls 😀

Gondelstation Eibsee mit Blick auf die Zugspitze
Gondelstation Eibsee mit Blick auf die Zugspitze

Wer das Bild herzoomt sieht übrigens ganz oben 2-3 Kräne, das ist der Gipfel der Zugspitze und gleichzeitig die Bergstation. Von da unten sieht das Ganze eigentlich noch relativ harmlos aus. Was dann folgte waren die… mit Abstand krassesten 7 Minuten meines Lebens. So ab dem ersten Masten hat man dann langsam realisiert in welchen Höhe man da mehr oder weniger frei hochschwebt und vor allem in was für einer kleinen Sardinendose.

Gondel von der Talstation zur Zugspitze
Gondel von der Talstation zur Zugspitze
Blick Bergstation zu Talstation
Blick Bergstation zu Talstation

Sieht eigentlich gar nicht so schlimm aus hat sich allerdings extrem krass angefühlt 😉

Der Blick oder besser gesagt die Atmosphäre war es allerdings sowas von Wert. Nebenbei hat die „Rundfahrtkarte“ auch einfach mal eben 61 Euro mit An- und Abfahrt von München aus mit DB Regio.
Allerdings konnte ich die Aussicht die ersten knapp 40 Minuten nicht genießen konnte einfach weil die Höhe doch ne Nummer zu extrem war. Aber wie ich unten schon gesagt habe und von den Hochhäusern her wusste: Ich gewöhne mich daran und hab dann doch noch meinen Spaß. Nur hat das bei Hochhäusern auf knapp 190 Metern Höhe nur 5 Minuten gedauert, aber ich denke einfach mal das liegt in der Natur der Sache das man in der 10x Höhe auch die 10x Zeit braucht um sich daran zu gewöhnen (Warum 10x? Nuja, von 1300 Meter über Meer auf 2900 Meter über Meer sind knapp 1600 Meter)

Nach den 40 Minuten mehr oder weniger durchgehend 3-4 Meter Abstand vom Rand halten und wenns nicht anders geht an der Begleitung festhalten hat man es dann langsam aber sicher auch mal gewagt an die Geländer zu treten und den Blick in die Ferne – aber nie nach unten – schweifen zu lassen. Und was man da gesehen hat war unglaublich majestätisch.

Der fast komplett abgeschmolzene Gletscher der Zugspitze (Deutschlands einziger Gletscher)
Der fast komplett abgeschmolzene Gletscher der Zugspitze (Deutschlands einziger Gletscher)
Der fast komplett abgeschmolzene Gletscher der Zugspitze (Deutschlands einziger Gletscher)
Der fast komplett abgeschmolzene Gletscher der Zugspitze (Deutschlands einziger Gletscher)
Blick von der Aussichtsplattform richtung Inntal und Italien
Blick von der Aussichtsplattform richtung Inntal und Italien
Blick von der Aussichtsplatform in Richtung Alpen/Österreich
Blick von der Aussichtsplatform in Richtung Alpen/Österreich
Blick von der Gipfelaussichtsplattform in Richtung Reute in Tirol und (hinter der Bergkette) Deutschland
Blick von der Gipfelaussichtsplattform in Richtung Reute in Tirol und (hinter der Bergkette) Deutschland

Das sind die erhabenen Momente im Leben wo man in ungefähr der Riehenfolge denkt: „Die Menschen haben doch ne Meise“ „Beachtlich was die Menschheit 1960 schon in der Lage war eine Seilbahn auf diese Höhe zu bauen.“ „Eigentlich ist unsere Existenz doch absolut klein und bedeutungslos. Noch lange nachdem alles von Menschen geschaffene verfallen ist, werden diese majestätischen Berge bestehen und wie Riesen über das Flachland wachen“

Hätte man mir übrigens vor 7 Jahren gesagt, das ich mal oberhalb der Vegetationsgrenze komme, dann hätte ich den jemand ausgelacht und gesagt „Hey, ich komm nicht mal auf 4 Meter. Wie soll ich dann auf 2600+ kommen?“ Tja, dass ich immernoch dieses mulmige Gefühl nachts habe mit der Gondel zu fallen/von der Aussichtsplattform runter das musste ja wohl sein. So eine leichte PTBS ist ja immer mal ganz fein 😉 (Bitte den Satz nicht ernst nehmen. mit PTBS ist nicht zu spaßen, ist mir vollkommen klar. Ich finde nur kein besseres Wort dafür).

Übrigens: Vegetation gibts da oben nicht. Dafür total geniale Vögel:

"NOM NOM NOM Lecker Brot" "Ey, was glotzt denn so, gibts da was umsonst" So oder so ähnlich könnte die Unterhaltung zwischen den Vögeln abgelaufen sein
„NOM NOM NOM Lecker Brot“ „Ey, was glotzt denn so, gibts da was umsonst“ So oder so ähnlich könnte die Unterhaltung zwischen den Vögeln abgelaufen sein

Vogel auf Zugspitze

Vogel auf zugspitze

Leider, oder zum Glück, sind gegen Mittag dann Wolken aufgezogen was eine total geniale Stimmung erzeugt hat da sich die Wolken dann um die Bergketten herum geschleust haben.

Zugspitzgletscher mit Wolekn
Zugspitzgletscher mit Wolekn
Wolken schlängeln sich über den Berggipfel der Zugspitze
Wolken schlängeln sich über den Berggipfel der Zugspitze
Wolken schlängeln sich über den Berggipfel der Zugspitze
Wolken schlängeln sich über den Berggipfel der Zugspitze

Achso: Mein Foto vom Gipfelkreuz habe ich natürlich auch bekommen:

Die Gipfelsonne sollte man übrigens nicht unterschätzen
Die Gipfelsonne sollte man übrigens nicht unterschätzen

Die Rückfahrt ging dann einmal auf „gewohntem“ Wege (Nämlich der Schiene) durch einen knapp 4km langen Tunnel nach unten zum Eibsee.

Oberes Tunnelportal der Zahnradbahn
Oberes Tunnelportal der Zahnradbahn
Die Zahnradbahn fährt in den Gipfelbahnhof ein
Die Zahnradbahn fährt in den Gipfelbahnhof ein

Wenn ihr noch mehr Fotos sehen wollt schreibt es einfach in die Kommentare oder lasst mir eine Mail da 😉

Quad erad demonstrandum

Hallo zusammen,

wie im Titel schon erwähnt: Was zu beweisen war ist bewiesen. In diesem Fall der Grund, warum meine Ma mich nicht hat ausziehen lassen. Und zwar war sie hat gestern – am Samstag – bei mir um mir noch ein bisschen Porzellan etc. pp. vorbeizubringen. Schönen Mittag gemacht, zusammen essen gewesen. Eigentlich ganz nett.
DAs Lustige an der Geschichte war dann der Sonntag wo sie einfach mal so vor der Wohnung stand mit den Worten das ihr ja langweilig allein daheim ist. Tja, shit happend. Jetzt weiß ich aber, das es nicht darum ging, das sie es mir nicht zugetraut hat, sondern darum, dass sie nicht allein sein will.

Wie dem auch sein.

Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag.

Gedanken am Freitag dem 13.

Anmerkung der Redaktion:
Dieser Post wurde verfasst und veröffentlicht bevor ich von den Anschlägen in Paris und den vereiteltem Anschlag in Großbritannien. Versteht mich nicht falsch, Paris stellt an diesem Tag wohl alle Geschehnisse in Europa in den Schatten, allerdings sollte man auch die kleinen Geschehnisse durchaus berücksichtigen.

Wie dem auch sei, ich werde an dieser Stelle nicht mehr über mögliche Gründe und Hintergründe philosophieren.

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Hallo zusammen,

also erstmal: Ich glaube ich habe den kulantesten Arbeitgeber ever. Natürlich ist heute – typisch für Freitag den 13. – alles chaotisch gestartet. Long terms short:
5:36 morgens Dienstbeginn. Eigentlich war geplant die 5:07 Sbahn zu nehmen um dann um 5:37 auf Arbeit zu erscheinen. Ist zwar nicht pünktlich, aber die Sbahn ist die früheste Möglichkeit.
Soviel zur Theorie. Die Praxis meinte folgendes: 4:40 habe ich gemerkt das mein Schlüssel anscheinend nicht in der Tasche ist. Also ganze Wohnung abgesucht. Nirgends gefunden. Naja, nachdem ich vor meiner Ma heimgekomme habe ich mir ihren Schlüssel geschnappt und ab. 5:07 dann in der Sbahn gewesen. Dort dann in der Tasche doch noch meinen Schlüssel gefunden. Also daheim angerufen und gefragt was Sache ist. Durch das Telefonat habe ich gemerkt, dass ich wohl ausversehen meine Ma in der Wohnung eingeschlossen habe. Also an der nächsten Haltestelle aus der Sbahn und Retour auf den Bahnsteig zurück Richtung Wohnung.
Parallel dazu meinen Disponenten angerufen und die Situation geschildert. Dieser meinte ich solle zuerst meine Ma befreien und mir kein Kopf machen. Sobald ich dann fertig bin sollte ich auf Arbeit erscheinen, dann kann man alles weitere klären.
Nachdem ich aufgelegt hatte, hab ich dann einen Anruf von meiner Ma bekommen, die den Drittschlüssel gefunden hat. Also doch nicht Retour zur Wohnung fahren, sondern wieder mit Gepäck und allem in die Unterführung und auf den anderen Bahnsteig rüber. Als dann die Sbahn kam wieder meinen Disponenten angerufen, dass ich dann meine Schicht nicht am Hauptbahnhof beginnen kann, sondern am Münchner Ostbahnhof auf meinen Zug steigen könnte. Problem: Eigentlich war von München bis Freilassing eine Fahrgastrolle für mich vorgesehen für die ich eine Fahrkarte benötige. Allerdings – und hier spielt Glück im Unglück mit rein – war der Zug, mit dem ich nach Freilassing fahre, der Zug, mit dem mein Disponent nach Hause fahren wollte. Also hat er mir alle Unterlagen mitnehmen können, mich pünktlich um 5:36 zum Dienstbeginn eingetragen und ich hab abgehetzt um 6:00 mein Dienst am Ostbahnhof begonnen 😀 Sags ja, kulantester Betrieb ever.

Bezüglich der Wohnung und des Umzuges (denn darum sollte es in diesem Blog mal ursprünglich gehen) gibt es in sofern eine Neuerung da ich jetzt für insgesamt knapp 300 Euro Lampen, für 1200 Euro ein Bett, für 2500 Euro sonstige Möbel, für 500 Euro eine Waschmaschine und Mikrowelle sowie für knapp 600 Euro einen Umzugsspediteur samt Lampenmontage gefunden habe. Also insgesamt knapp 3500 Euro Erstaustattung. Was ganz okay ist wie ich finde. Ein paar Kleinigkeiten brauche ich noch. Eine Gaderobe für den Flur wäre z.B. noch ganz cool. Außerdem so Sachen wie Mülleimer, Küchenaustattung (Meßbecher, Rührgeräte, Besteck, Teller, Tassen usw) aber ich denke mal, das ich das so nebenher gewuppt bekomme. Der Umzug findet übrigens am 17.11. statt. ICh freu mir.

Bezüglich der Lets Plays:
Da ich blöderweiße meinen PC schon verpackt habe, geht Anno wohl frühestens am 18.11. weiter. Fallout 4 ist nicht vergessen und startet dann so früh wie möglich und entweder im Wechsel mit Anno oder aber Anno um 10 Uhr morgens und Fallout abends oder so. Weiß noch nicht genau wie sich das Zeitlich ausgeht. Aber kommt alles garantiert zuverlässig nachdem sich das dann eingependelt hat !

Update zur Situation

Hallo zusammen,

langsam kehrt etwas Ruhe ein. Die Umzugsspedition ist bestellt ( Rhenania ), Wohnung ist soweit bezugsfertig, mein Bett kommt morgen. Strom, Gas, Telekommunikation etc. ist bestellt und alles zusammen kommt dann zum 11.11.15. Eigentlich ein schönes Datum. Bis dahin verteibe ich mir mit Arbeiten und – ganz wichtig – Let’s Plays die Zeit. Unten gibt’s ein Video von Anno 2205. Wäre schon wenn ihr reinschaut und Feedback/Kommentare da lasst.

Bis die Tage

Erste Schritte sind gemacht

Hallo zusammen,

zwischen diesem und dem letzten Post ist die Zeit nicht untätig vergangen. Nachdem ich vor ein paar Tagen wenigstens mal ein Bett gekauft habe, habe ich auch gemerkt, dass definitiv meine knapp 3800 Euro Budget zu wenig sind.
Spontane Planänderung: Von dem Geld wird dann nur das Nötigste gekauft, alles andere dann jeweils von dem, was von den anderen Monatsgehältern übrig ist.

Durch den Großputz in der Wohnung habe ich auch noch den ein oder anderen Mängel gefunden. Die werde ich heute mal der Hausverwaltung melden und dann besprechen wie wir das am Besten klären.

Außerdem ist heute die Ummeldung dran. Ach ja, Urlaub ist schön 😀

Grüße

Restaurantcheck: Rolandos Lieferservice

Hallo zusammen,

Leider ist es schon etwas länger her, das hier neuer Content kam. Das hat zum einen mit meinen Arbeitszeiten zu tun, zum Anderen auch dass ich momentan natürlich mit dem Umzug auch einiges zu tun habe.

Da ich heute keine Lust zum kochen habe und durch die Zulagen und Trinkgelder ein bisschen Geld übrig habe gibt es heute ein ersten Restaurantcheck. Beziehungsweiße eher einen Lieferdienstcheck.

Über Lieferando.de (Paybackpunktesammeln :D) habe ich bei Rolandos Lieferservice bestellt.
Da ich über den Mindestbestellwert von 12 Euro kommen musste wurde es eine Pizza Americano für 6 Euro, dazu ein Salat des Hauses mit Artischocken, Erbsen, Oliven, Schinken und Mais für 5 Euro und ein Tiramisu für 3 Euro zum Nachtisch.

Gezahlt wurde unkompliziert via Sofortüberweißung um 11:25. Da Rolandos Lieferservice erst um 12:00 öffnet liegt der geschätzte Liefertermin von Lieferando auf 12:30. Mal schauen ob das zeitlich hinhaut.

Lieferzeitpunkt war dann 12:12 was definitiv schnell war.

Zum Essen:

Pizza:
Die Pizza war ziemlich nah an meiner Vorstellung von perfekt: Hauchdünner, knuspriger Boden, sehr gut und ausgewogen belegt und fast so gut wie in Italien. 9/10 Punkten

 

Pizza Americano Rolando

Salat:
Schön knackig und angenehm gekühlt, das Joguhrtdressing war gut. keine braunen stellen in den Blättern oder ähnliches. 10/10

Salat "Rolando"

Tiramisu:
ein solides Stück Tiramisu, sehr gute Portion. Allerdings nichts überdurchschnittlich gut. 7/10

Tiramisu Rolando. Leider verwackelt

An und für sich gerne wieder und eine Gesamtwertung von 9/10 Punkten.

Ein bisschen politische Gedanken heute mal

Servus zusammen,

eigentlich wollte ich mich ja aus der ganzen Flüchtlingsdebatte raushalten, aber anscheinend ist das ja heutzutage vollkommen unmöglich. Ich mein, du siehst es jeden Tag in den Medien, liest es in der Zeitung, redest mit Arbeitskollegen. Irgendwann kommt das Thema trotzdem auf.
Zu allerst möchte ich einmal klarstellen: Nein, ich bin weder recht noch links. Ich finde, dass sowohl die gemäßigt Linken als auch die gemäßigt Rechten richtige Ansätze haben.

Zum Einen bin auch ich der Meinung, dass definitiv jeder Mensch ein recht dazu hat, vor Krieg, Folter oder schlimmer politischer Unterdrückung zu fliehen und in anderen Ländern Asyl zu beantragen.
Auf der anderen Seite vertrete ich definitiv NICHT die Meinung, dass Deutschland oder generell irgendein Land die Pflicht hat, allen Menschen Obdach zu gewähren und jeder Mensch – egal welcher Nationalität – in jedem Land der Erde leben darf. Dann nämlich können wir die Länder meiner Meinung nach gleich abschaffen und einen großen Erdenrat einrichten und Steuern, Versicherungen etc etc in einen großen Topf werfen und weltweit nurnoch eine Währung auf der Welt haben. Dann wären meiner Meinung sowieso einige Probleme gelöst. Länder die Bankrott gehen gäbe es nichtmehr, Krieg um Ressourcen gäbe es nichtmehr. Steuerhinterziehung? Deutlich erschwert, da man sein Geld nicht mal eben in Niedrigsteuerländer schaffen kann. Flüchtlingskrise? Gelöst, weil man sogesehen nicht flieht sondern umzieht.
Egal, mich fragt ja keiner und ich glaube nicht, dass das so schnell kommt. Wahrscheinlich erst, wenn wir Planeten im großen Stile kolonialisieren. Und das wird wohl noch ein Weilchen dauern wenn wir nichtmal Stuttgart 21, Berlin-Brandenburg Airport oder die Elbphilharmonie (Obwohl, die steht doch mittlerweile wa?) zeitnah hinbekommen. Aber ich schweife schon wieder irgendwo hin wo ich nicht hingehöre.

Auf der anderen Seite verstehe ich jeden, der darauf pocht schärfere Asylauflagen und mehr Abschiebungen durchzusetzen. Das hat nichts damit zu tun, dass ich den Menschen keine Chance gönne in einem Land wie Deutschland zu leben. Ich glaube einfach das momentan unsere Kapazitäten stark überstrapaziert werden. Ich habe nichts dagegen Leute aufzunehmen die sich integrieren wollen und die vor Krieg etc fliehen oder müssen. Ich sehe es als unserer aller Menschenpflicht, dass wir unser möglichstes tun um den RICHTIGEN Flüchtlingen die Integration hier so leicht wie möglich zu machen. Was mir allerdings stark gegen den Strich geht sind die Wirtschaftsflüchtlinge. Schön wenn dein Land arm ist und du deswegen dort keine richtigen Lebensbedingungen hast. Oder nicht an den Wohlstand oder die Lebensstandards kommst wo du dir erhoffst. Dann verdiene dir ein bisschen Geld und wandere in ein reicheres Land aus. Das ist dein gutes Recht. Was mir halt gegen den Strich geht ist, dass diese Wirtschaftsflüchtlinge sich unter die Kriegsflüchtlinge mischen. Und dann wird es insgesamt einfach zu viel.

Was ich die letzten beiden Tage an Polizeiaufgebot am Münchner HBF gesehen habe und diese Zeltlager um den Bahnhof herum. Überall „Wellenbrecher“. Dies hatte für mich mehr was von SciFi Diktatur Szenario als Realität. Und ganz ehrlich: Mich hat das geschockt. Das nicht noch das Militär streife gelaufen ist hat hier noch gefehlt. Geschätzt müssten das um die 200-300 Beamten von Bundespolizei, Landespolizei und Mitarbeiter von DB Sicherheit gewesen sein. Ihre Aufgabe war es, die Flüchtlinge beim Aussteigen aufzugreifen und in Räumen die Registrierung vorzunehmen und alle anderen wurden direkt auf die notdürftig eingerichteten Zelte verteilt. Nach der Registrierung haben alle anderen dann auf Busse gewartet die sie wohl im Umland und in ganz Bayern unterbringen soll. Wenn diese ganzen Leute jetzt noch eine Wohnung, Arbeit, Bildung etc haben werden, dann Frage ich mich ehrlich: „Wo sollen diese Menschen denn untergebracht werden?“ In den Dörfer finde ich suboptimal, da dort die Chancen auf Integrierung meist deutlich geringer sind. In Metropolen allerdings ist einfach kein Platz… Dort ist ja noch nichtmal für die deutsche Bevölkerung genug Platz… Dort sind die Menschen zwar meistens offener für Flüchtlinge als in Dörfern wo der Empfang meist weniger herzlich ist, allerdings ist dort die Unterbringung leichter…

Und wenn ich mir hier in Gedanken rufe wie Ungarn zum Beispiel pro Tag knapp 3000-5000 Flüchtlinge in die Züge Richtung Östereich und Deutschland steigen. Zumal die Regierung dort anscheinend einfach unfähig war und den Bahnhof abriegelte bis sie wussten, wie sie damit umgehen sollen…. Die Regelung von Dublin III, der besagt das Nicht-EU-Bürger im Ankunftsland registriert werden müssen wird hier viel zu oft ignoriert oder in letzter Zeit garnichtmehr durchgesetzt. Länder wie Frankreich und Großbritannien sagen einfach, dass sie keine Flüchtlinge mehr aufnehmen. Wieso kann Deutschland das nicht machen? Wer verplichtet uns als einziges Land den EU Pflichten nachzukommen?
Ich wäre ja für die erneuten Grenzkontrollen bis sich der Flüchtlingsstrom wieder beruhigt. Nicht um die Flüchtlinge zu ärgern oder weil ich ihnen böses will.. Nein, ich möchte nur das die, die bisher angekommen sind erstmal richtig integriert haben… Denn dann können wir unsere Lebensqualität auch halten.

Ich bin allerdings auch verfechter der These, dass Ausländer nach 3-4 maligem Gesetzesverstoß wieder abgeschoben werden sollten. Das die Grenzen wieder verstärkt werden sollten… Anders sehe ich die Ordnung und unser Rechtssystem stark ins wanken kommen. Und das möchte ich nicht. Dem deutschen Volk und auch unseren neuen, bald hoffentlich gut integrierten Mitbürgen mit Migrationshintergrund wegen. Macht mich das nun zu einem Rechten? Oder zu einem Nazi? Ich denke nicht. Ich denke aber, dass ich die Situation einigermaßen neutral betrachten kann… Denn weder zu stark links noch zu stark rechts orientiert ist nichts.