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Auf dem Dach der Welt

Oder zumindestens der höchste Punkt Deutschlands. Was ich hier glaube ich noch nicht erwähnt habe: Ich bin kein Freund von Höhen. Trotzdem ist das erste was ich in einer neuen Stadt mache: Den höchsten mir erreichbaren Punkt suchen, erklimmen und sich erstmal einen Eindruck von der Lage machen. D.H. interessante Orte ausfindig machen, schauen welche Sehenswürdigkeiten lohnenswert aussehen und welche Parks/Plätze es „Wert“ zu sein scheinen angeschaut zu werden. Meistens mache ich das in Videospielen lustigerweiße ganz genauso: Erst Lage peilen und dann erst drauf los.

Dieses Vorgehen sorgt auch dafür, das ich mittlerweile bis zu 300/400 Meter hohe „Hügel“ oder Hochhäuser ohne Probleme wegstecke. Trotz alledem habe ich, seit ich vor knapp 3 Jahren in Garmisch-Partenkirchen (an der Deutsch-Österreichischen Grenze) war, den Wunsch einmal auf der Zugspitze oben zu sein und ein Foto mit dem Gipfelkreuz gemacht zu haben. Klar, Höhenangst verträgt sich sicher super mit 2950 Metern. Logische Herzenswünsche haben kann ich jedenfalls 😀

Gondelstation Eibsee mit Blick auf die Zugspitze
Gondelstation Eibsee mit Blick auf die Zugspitze

Wer das Bild herzoomt sieht übrigens ganz oben 2-3 Kräne, das ist der Gipfel der Zugspitze und gleichzeitig die Bergstation. Von da unten sieht das Ganze eigentlich noch relativ harmlos aus. Was dann folgte waren die… mit Abstand krassesten 7 Minuten meines Lebens. So ab dem ersten Masten hat man dann langsam realisiert in welchen Höhe man da mehr oder weniger frei hochschwebt und vor allem in was für einer kleinen Sardinendose.

Gondel von der Talstation zur Zugspitze
Gondel von der Talstation zur Zugspitze
Blick Bergstation zu Talstation
Blick Bergstation zu Talstation

Sieht eigentlich gar nicht so schlimm aus hat sich allerdings extrem krass angefühlt 😉

Der Blick oder besser gesagt die Atmosphäre war es allerdings sowas von Wert. Nebenbei hat die „Rundfahrtkarte“ auch einfach mal eben 61 Euro mit An- und Abfahrt von München aus mit DB Regio.
Allerdings konnte ich die Aussicht die ersten knapp 40 Minuten nicht genießen konnte einfach weil die Höhe doch ne Nummer zu extrem war. Aber wie ich unten schon gesagt habe und von den Hochhäusern her wusste: Ich gewöhne mich daran und hab dann doch noch meinen Spaß. Nur hat das bei Hochhäusern auf knapp 190 Metern Höhe nur 5 Minuten gedauert, aber ich denke einfach mal das liegt in der Natur der Sache das man in der 10x Höhe auch die 10x Zeit braucht um sich daran zu gewöhnen (Warum 10x? Nuja, von 1300 Meter über Meer auf 2900 Meter über Meer sind knapp 1600 Meter)

Nach den 40 Minuten mehr oder weniger durchgehend 3-4 Meter Abstand vom Rand halten und wenns nicht anders geht an der Begleitung festhalten hat man es dann langsam aber sicher auch mal gewagt an die Geländer zu treten und den Blick in die Ferne – aber nie nach unten – schweifen zu lassen. Und was man da gesehen hat war unglaublich majestätisch.

Der fast komplett abgeschmolzene Gletscher der Zugspitze (Deutschlands einziger Gletscher)
Der fast komplett abgeschmolzene Gletscher der Zugspitze (Deutschlands einziger Gletscher)
Der fast komplett abgeschmolzene Gletscher der Zugspitze (Deutschlands einziger Gletscher)
Der fast komplett abgeschmolzene Gletscher der Zugspitze (Deutschlands einziger Gletscher)
Blick von der Aussichtsplattform richtung Inntal und Italien
Blick von der Aussichtsplattform richtung Inntal und Italien
Blick von der Aussichtsplatform in Richtung Alpen/Österreich
Blick von der Aussichtsplatform in Richtung Alpen/Österreich
Blick von der Gipfelaussichtsplattform in Richtung Reute in Tirol und (hinter der Bergkette) Deutschland
Blick von der Gipfelaussichtsplattform in Richtung Reute in Tirol und (hinter der Bergkette) Deutschland

Das sind die erhabenen Momente im Leben wo man in ungefähr der Riehenfolge denkt: „Die Menschen haben doch ne Meise“ „Beachtlich was die Menschheit 1960 schon in der Lage war eine Seilbahn auf diese Höhe zu bauen.“ „Eigentlich ist unsere Existenz doch absolut klein und bedeutungslos. Noch lange nachdem alles von Menschen geschaffene verfallen ist, werden diese majestätischen Berge bestehen und wie Riesen über das Flachland wachen“

Hätte man mir übrigens vor 7 Jahren gesagt, das ich mal oberhalb der Vegetationsgrenze komme, dann hätte ich den jemand ausgelacht und gesagt „Hey, ich komm nicht mal auf 4 Meter. Wie soll ich dann auf 2600+ kommen?“ Tja, dass ich immernoch dieses mulmige Gefühl nachts habe mit der Gondel zu fallen/von der Aussichtsplattform runter das musste ja wohl sein. So eine leichte PTBS ist ja immer mal ganz fein 😉 (Bitte den Satz nicht ernst nehmen. mit PTBS ist nicht zu spaßen, ist mir vollkommen klar. Ich finde nur kein besseres Wort dafür).

Übrigens: Vegetation gibts da oben nicht. Dafür total geniale Vögel:

"NOM NOM NOM Lecker Brot" "Ey, was glotzt denn so, gibts da was umsonst" So oder so ähnlich könnte die Unterhaltung zwischen den Vögeln abgelaufen sein
„NOM NOM NOM Lecker Brot“ „Ey, was glotzt denn so, gibts da was umsonst“ So oder so ähnlich könnte die Unterhaltung zwischen den Vögeln abgelaufen sein

Vogel auf Zugspitze

Vogel auf zugspitze

Leider, oder zum Glück, sind gegen Mittag dann Wolken aufgezogen was eine total geniale Stimmung erzeugt hat da sich die Wolken dann um die Bergketten herum geschleust haben.

Zugspitzgletscher mit Wolekn
Zugspitzgletscher mit Wolekn
Wolken schlängeln sich über den Berggipfel der Zugspitze
Wolken schlängeln sich über den Berggipfel der Zugspitze
Wolken schlängeln sich über den Berggipfel der Zugspitze
Wolken schlängeln sich über den Berggipfel der Zugspitze

Achso: Mein Foto vom Gipfelkreuz habe ich natürlich auch bekommen:

Die Gipfelsonne sollte man übrigens nicht unterschätzen
Die Gipfelsonne sollte man übrigens nicht unterschätzen

Die Rückfahrt ging dann einmal auf „gewohntem“ Wege (Nämlich der Schiene) durch einen knapp 4km langen Tunnel nach unten zum Eibsee.

Oberes Tunnelportal der Zahnradbahn
Oberes Tunnelportal der Zahnradbahn
Die Zahnradbahn fährt in den Gipfelbahnhof ein
Die Zahnradbahn fährt in den Gipfelbahnhof ein

Wenn ihr noch mehr Fotos sehen wollt schreibt es einfach in die Kommentare oder lasst mir eine Mail da 😉

Ein bisschen politische Gedanken heute mal

Servus zusammen,

eigentlich wollte ich mich ja aus der ganzen Flüchtlingsdebatte raushalten, aber anscheinend ist das ja heutzutage vollkommen unmöglich. Ich mein, du siehst es jeden Tag in den Medien, liest es in der Zeitung, redest mit Arbeitskollegen. Irgendwann kommt das Thema trotzdem auf.
Zu allerst möchte ich einmal klarstellen: Nein, ich bin weder recht noch links. Ich finde, dass sowohl die gemäßigt Linken als auch die gemäßigt Rechten richtige Ansätze haben.

Zum Einen bin auch ich der Meinung, dass definitiv jeder Mensch ein recht dazu hat, vor Krieg, Folter oder schlimmer politischer Unterdrückung zu fliehen und in anderen Ländern Asyl zu beantragen.
Auf der anderen Seite vertrete ich definitiv NICHT die Meinung, dass Deutschland oder generell irgendein Land die Pflicht hat, allen Menschen Obdach zu gewähren und jeder Mensch – egal welcher Nationalität – in jedem Land der Erde leben darf. Dann nämlich können wir die Länder meiner Meinung nach gleich abschaffen und einen großen Erdenrat einrichten und Steuern, Versicherungen etc etc in einen großen Topf werfen und weltweit nurnoch eine Währung auf der Welt haben. Dann wären meiner Meinung sowieso einige Probleme gelöst. Länder die Bankrott gehen gäbe es nichtmehr, Krieg um Ressourcen gäbe es nichtmehr. Steuerhinterziehung? Deutlich erschwert, da man sein Geld nicht mal eben in Niedrigsteuerländer schaffen kann. Flüchtlingskrise? Gelöst, weil man sogesehen nicht flieht sondern umzieht.
Egal, mich fragt ja keiner und ich glaube nicht, dass das so schnell kommt. Wahrscheinlich erst, wenn wir Planeten im großen Stile kolonialisieren. Und das wird wohl noch ein Weilchen dauern wenn wir nichtmal Stuttgart 21, Berlin-Brandenburg Airport oder die Elbphilharmonie (Obwohl, die steht doch mittlerweile wa?) zeitnah hinbekommen. Aber ich schweife schon wieder irgendwo hin wo ich nicht hingehöre.

Auf der anderen Seite verstehe ich jeden, der darauf pocht schärfere Asylauflagen und mehr Abschiebungen durchzusetzen. Das hat nichts damit zu tun, dass ich den Menschen keine Chance gönne in einem Land wie Deutschland zu leben. Ich glaube einfach das momentan unsere Kapazitäten stark überstrapaziert werden. Ich habe nichts dagegen Leute aufzunehmen die sich integrieren wollen und die vor Krieg etc fliehen oder müssen. Ich sehe es als unserer aller Menschenpflicht, dass wir unser möglichstes tun um den RICHTIGEN Flüchtlingen die Integration hier so leicht wie möglich zu machen. Was mir allerdings stark gegen den Strich geht sind die Wirtschaftsflüchtlinge. Schön wenn dein Land arm ist und du deswegen dort keine richtigen Lebensbedingungen hast. Oder nicht an den Wohlstand oder die Lebensstandards kommst wo du dir erhoffst. Dann verdiene dir ein bisschen Geld und wandere in ein reicheres Land aus. Das ist dein gutes Recht. Was mir halt gegen den Strich geht ist, dass diese Wirtschaftsflüchtlinge sich unter die Kriegsflüchtlinge mischen. Und dann wird es insgesamt einfach zu viel.

Was ich die letzten beiden Tage an Polizeiaufgebot am Münchner HBF gesehen habe und diese Zeltlager um den Bahnhof herum. Überall „Wellenbrecher“. Dies hatte für mich mehr was von SciFi Diktatur Szenario als Realität. Und ganz ehrlich: Mich hat das geschockt. Das nicht noch das Militär streife gelaufen ist hat hier noch gefehlt. Geschätzt müssten das um die 200-300 Beamten von Bundespolizei, Landespolizei und Mitarbeiter von DB Sicherheit gewesen sein. Ihre Aufgabe war es, die Flüchtlinge beim Aussteigen aufzugreifen und in Räumen die Registrierung vorzunehmen und alle anderen wurden direkt auf die notdürftig eingerichteten Zelte verteilt. Nach der Registrierung haben alle anderen dann auf Busse gewartet die sie wohl im Umland und in ganz Bayern unterbringen soll. Wenn diese ganzen Leute jetzt noch eine Wohnung, Arbeit, Bildung etc haben werden, dann Frage ich mich ehrlich: „Wo sollen diese Menschen denn untergebracht werden?“ In den Dörfer finde ich suboptimal, da dort die Chancen auf Integrierung meist deutlich geringer sind. In Metropolen allerdings ist einfach kein Platz… Dort ist ja noch nichtmal für die deutsche Bevölkerung genug Platz… Dort sind die Menschen zwar meistens offener für Flüchtlinge als in Dörfern wo der Empfang meist weniger herzlich ist, allerdings ist dort die Unterbringung leichter…

Und wenn ich mir hier in Gedanken rufe wie Ungarn zum Beispiel pro Tag knapp 3000-5000 Flüchtlinge in die Züge Richtung Östereich und Deutschland steigen. Zumal die Regierung dort anscheinend einfach unfähig war und den Bahnhof abriegelte bis sie wussten, wie sie damit umgehen sollen…. Die Regelung von Dublin III, der besagt das Nicht-EU-Bürger im Ankunftsland registriert werden müssen wird hier viel zu oft ignoriert oder in letzter Zeit garnichtmehr durchgesetzt. Länder wie Frankreich und Großbritannien sagen einfach, dass sie keine Flüchtlinge mehr aufnehmen. Wieso kann Deutschland das nicht machen? Wer verplichtet uns als einziges Land den EU Pflichten nachzukommen?
Ich wäre ja für die erneuten Grenzkontrollen bis sich der Flüchtlingsstrom wieder beruhigt. Nicht um die Flüchtlinge zu ärgern oder weil ich ihnen böses will.. Nein, ich möchte nur das die, die bisher angekommen sind erstmal richtig integriert haben… Denn dann können wir unsere Lebensqualität auch halten.

Ich bin allerdings auch verfechter der These, dass Ausländer nach 3-4 maligem Gesetzesverstoß wieder abgeschoben werden sollten. Das die Grenzen wieder verstärkt werden sollten… Anders sehe ich die Ordnung und unser Rechtssystem stark ins wanken kommen. Und das möchte ich nicht. Dem deutschen Volk und auch unseren neuen, bald hoffentlich gut integrierten Mitbürgen mit Migrationshintergrund wegen. Macht mich das nun zu einem Rechten? Oder zu einem Nazi? Ich denke nicht. Ich denke aber, dass ich die Situation einigermaßen neutral betrachten kann… Denn weder zu stark links noch zu stark rechts orientiert ist nichts.