Mal wieder ein Update

Hallo zusammen,

Ich hatte mich ja schon lange nicnhtmehr gemeldet und das wollte ich jetzt mal hier nachholen. Ich weiß zwar immer noch nicht, ob hier effektiv jemand mitliest, aber zumindest klickt hier doch der ein oder andere mal drauf. Und irgendwie liegt mir der Blog hier überraschenderweiße echt am Herzen seitdem ich mit dem Tablet unterwegs per Mail bloggen kann. Also was ist in der Zwischenzeit passiert?

Eigentlich nicht sonderlich viel, deswegen habe ich wohl auch zwischenzeitig nicht zum Tablet gegriffen, obwohl ich zumindest in der Übernachtung echt viel Zeit hatte. Eigentlich sind nur drei wirkliche Änderungen passiert. Aber hey, wenigstens habe ich mich jetzt wirklich in meiner Wohnung eingelebt. Es fehlt zwar immernoch einiges (Ich möchte endlich ein Radio in der Küche und diversen anderen Kleinkram) aber langsam wirds überschaubar was noch fehlt.

So jetzt aber zu den 3 Änderungen:

1. Ich bin endlich wieder im FitnessStudio und nachdem ich jetzt das vierte mal trainieren war, hat sich langsam aber sicher eine Grundroutine eingearbeitet. Aber hey, wenn man knapp ein bist zwei Jahre nichts macht, baut man schon ganz schön ab. Also meine Schultermuskulatur ist ja quasi nicht vorhanden. Bin mal gespannt, wie das dann in einem Monat aussieht. Ich halte euch auf jedenfall auf dem Laufenden.

2. 8 Monate arbeit bei DB Fernverkehr hat teilweiße das geschafft, was vier Jahre Station&Service nicht geschafft hat. Nachdem ich jetzt vier mal 10 Minuten rumdiskutieren durfte, weil ich Kulanz zeigen wollte und das dann – wohlgemerkt aufgrund von den Kunden (konnten z.B. nicht gleich Zahlen) – nicht direkt klappt. Insofern gibts bei mir jetzt nur noch Kulanz im vorgeschriebenen Rahmen. Also schön Fahrpreisnacherhebungen schreiben und Vollpreistickets. Trotzdem kann mir keiner meine Freundlichkeit frühs um 5:00 nehmen 😀 Aber wie gesagt, ansonsten gibts bei mir jetzt arbeiten nach Regelwerk.

3. Eine Sache bei mir ändert sich aber wohl nie und ich glaube das habe ich schon einmal erwähnt, aber leider Gottes werde ich nach einem Treffen mit Freunden, die quasi nur einmal im Jahr – wenn überhaupt – stattfinden mich danach mindestens 15h in ein Stimmungstief versetzt. Naja, muss man wohl damit leben.

Schlaflos durch Deutschland

Guten Abend, Guten Tag und Guten Morgen,

Nachdem ich mir arbeitsbedingt mal wieder die Nacht um die Ohren schlagen darf mit dem Flüchtlingssonderzug Richtung Berlin, dachte ich mir ich schreibe mal ein paar Zeilen.
Momentan ist 1:55, wann der Post kommt, kann ich mal wieder nicht sagen, da das Tablet mal wieder Wlan braucht. Ihr kennt das ja.

Naja, wie dem auch sei, die Flüchtlingsschichten sind immer Recht entspannt, zumal momentan der Zug wirklich leer ist (mit knapp 252 Flüchtlingen im Gepäck) und die ganze Geschichte echt ruhg momentan fährt.
Zusätzlich dazu sind wir Zugbegleiter auf den Zügen nur wegen den betrieblichen Sachen.

Joa, irgendwie hatte ich heute Abend zum Dienstbeginn 0:00 noch nen Plan was ich schreiben wollte, mittlerweile ist nur irgendwie mein Kopf leer. Naja, egal. Hey, immerhin schneits. Und ich finde ja Schnee hat was total angenehmes. Und was total Schönes sowie – wenn der Schnee unberührt ist – etwas total Unschuldiges. Etwas Beruhigendes und total Entschleunigendes. Von mir aus könnte ea ja sehr viel länger kühleres Wetter und Schneefall haben. Auch wenn ich heute auf meinen 600 Meter Arbeitsweg erstmal gepflegt 5 Mal fast auf die Schnauze gefallen wäre. Immerhin hat der InterCity in Laim am Rangierbahnhof direkt am Abgang vom normalen Laimer Personenbahnhof. Bei Glatteis und Schnee hätte ich echt keine Lust noch übern Gleisbereich zu schlappen.

Aber naja, es lief ja zum Glück alles glatt.

Apropos glatt oder eben nicht glatt: Ich empfehle wirklich niemandem mit offenen Schnürsenkel aus dem Zug auszusteigen…

In meinem Fall bin ich aber auf eine gebundene Schleife beim Ausladen der Koffer in Bamberg getreten und dabei gepflegt zwischen Bahnsteig und Zug gerutscht… tja, das kommt davon, wenn man in Gesanken schon aus dem Zug ausgestiegen ist und nicht konzetriert bei dem ist was man tut. Aber gut, hab ich mir immerhin den ersten blauen Fleck auf Arbeit geholt. Oder besser blaue Fläche.
Was natürlich auch meinem Sportplan etwas verschiebt

Und wieder einmal grüßt der SNCF

Guten Morgen zusammen,

So oder so ähnlich könnte man meine Zeiten für den Dienstbeginn in München beschreiben. Denn momentan steht wirklich jeden Morgen zum Dienstbeginn in München der TGV der SNCF mitten in der Halle. Langsan ist es fast schon ein Ritual das ich ihm kurz zunicke.
Ich weiß auch nicht genau wann der Post veröffentlicht wird, da ich wieder mal vom Tablet blogge und das ja eine WLAN Verbindung benötigt, aber wohl frühestens so gegen 10 Uhr. Momentan bin ich nämlich dienstlich mit dem Meridian nach Freilassing unterwegs und soweit ich weiß hat der Bahnhof Freilassig keinen WLAN Hotspot und der Meridian schon gleich doppelt nicht.
Huch, beidseitige Zwangsbremsung grade? Na da bin ich ja mal gespannt wie es weitergeht… ich fühle mich gerade jedenfalls von den Leuten aus dem anderen Meridian Richtung München beobachtet. Naja, wie dem auch sei, was schlimmes wars anscheinend nicht, es geht nämlich schon wieder mit knapp 6 Minuten Verspätug weiter.
Was ich aber eigentlich schreiben wollte: Ich bin jetzt wieder in einem Fitnessstudio angemeldet und sage den 10 Kilo die zu viel drauf sind den Kampf an. Aber nach den 30 Minuten Probetraining gestern Abend muss ich sagen: Fuck ist das Anstrengend. Das war letztes Mal definitiv nicht so.. wobei ich fairer Weise dazu sage muss, dass mein altes Fitnessstudio auf Geräte ausgelegt war, während wir gestern eher Freestyle gemacht haben. Das war ja schon damals in der Schule nicht meins, aber gut, soll wohl besser helfen als das Gerätetraining. Wobei ich glaube, dass ich erstmal mehr Gerätetraining machen werde um eine Grundlage zu schaffen. Weil sonst fehlt mir glaube recht schnell die Motivation und das wäre schade um die 100 Euro Anmeldepauschale sowie die knapp 54 Euro monatlich. Ganz davon ab, dass es mir natürlich auch etwas bringen soll und man dafür hingehen muss. Und auch wenn der Anfang wahrscheinlich schwer wird, so wird es sich auch lohnen. Jetzt heißt es nur: Dranbleiben, drückt mir die Daumen.

Der früge Vogel fängt den Wurm

Einen guten Morgen/Tag/Abend wünsche ich euch,

Wir Eisenbahner haben es mit Taxen ja nicht leicht. Was gröstenteils daran liegt, das wir auf Rechnung fahren und der Taxifahrer somit erstmal kein Geld sieht. Das führt dann dazu das man nach einer 12 Stunden Schicht gerne mal noch 40 Minuten ein Taxi sucht.
Das es auch anders geht beweist die Taxizentrale Karlsruhe. Gestern abend aus dem Bahnhof rausgekommen, Taxi angesprochen und als Antwort "Natürlich nehme ich sie mit" bekommen. Ich muss sagen, ich war überrascht aber das kann gerne immer so funktionieren. Heute früh hat es mit dem vom Hotel bestellten Taxi genau so reibungslos funktioniert. Karlsruhe, Hut ab, ich bin begeistert.

Genau so begeistert bin ich übrigens vom Hotel gewesen. Das Achat Plaza ist nämlich echt genial. Von der Innenausstattung erinnert es ein bisschen an die alten Glanzhotels. Viel helle Holzvertäfelung und sehr vornehm eingerichtet. Das Bett ist super bequem, ein Wasser und ein Keks sind das Willkommensgeschenk und jetzt kommt der Clou: Tee, Instant Kaffee und Wasserkocher stehen kostenfrei zur Verfügung.

So startet man gut gelaunt in den Tag. Grade der Wasserkocher auf dem Zimmer sollte ab 3 Sternen Pflicht sein.

Wie dem auch sei. Kommt gut durch den Tag

Chris

Man hat es nicht leicht…

…. oder vielleicht doch? Mein Arbeitstag began zwar heute um 5:25 und geht noch bis 18:27, allerdings sind da auch knapp 4h nichts tun zwischen drin. Den ersten Post von heute habe ich in Frankfurt am Main gepostet. Dort hatte ich immerhin eine knappe Stunde bezahlten Aufenthalt. In der Zeit habe ich Mails beantwortet, eben den ersten Blogpost geschrieben, ein zweites Frühstück zu mir genommen (lecker Kaffee mit Semmel, Rührei und Würstchen) und habe nebenbei noch ein paar Erledigungen bei DM gemacht.

Dann eine knappe Stunde gearbeitet zwischen Frankfurt am Main und Stuttgart. Wobei man da sieht wie Übergaben nicht gehen sollte. Lieber Herr Kollege "Joa, tarifilich und technisch passt ois. Müsst a ruhige Fahrt wern." Umfasst meiner Meinung nach keine 3 Außentüren die sich nicht öffnen lassen und ein defektes WC…. Eine Vorwarnung wäre schön gewesen. Vielleicht für das nächste Mal, falls du das hier lesen solltest.
Das Gastspiel auf dem Zug ist dadurch nämlich nicht nur kurz sondern auch hart geworden wenn man neben dem Tetris spielen mit dem Gepäck der Kundschaft auch noch defekte Türen und WCs suchen muss. Aber bei einem hattest recht: Tariflich war der Zug wirklich einwandfrei.

Jetzt sitz ich in Stuttgart und warte auf meinen nächsten Zug. Ne gute Stunde habe ich schon mit Mittagessen verbracht, eine gute Stunde muss ich noch rumbekommen. Vielleicht blogge ich deswegen? Schlicht aus Langeweile? Ich glaube lesen tut das hiet nämlich niemand, warum weiß ich nicht. Vielleicht nutze ich die falschen Schlüsselwörter, die Leute rufen meine Seite ja nicht einmal auf. Somit wissen sie ja gar nicht ob es ihnen gefällt oder nicht. Aber ich freue mich naturlich, das du hier bist und das jetzt liest. Kommentiere doch kurz wie du hergefunden hast. Das würde mich mal interessieren.

Aber ganz ehrlich? Das "fürs nichts tun bezahlt werden" is zwar füt viele ein Traum und ab und zu auch echt schön, weil man dann abends nicht komplett erledigt ist. Allerdings nimmt man so auch nicht wirklich ab. Eigentkich dachte ich ja, dass ich nach der Schulung im Mai ruckzuck die Kilos auf Arbeit wieder abtrainiere, aber daraus ist irgendwie bisher noch nichts geworden und gefühlt wird es mehr als weniger. Naja, muss ich halt doch über mein Schatten springen und mich wieder im Fitnessstudio anmelden. War ja nicht nur für den Körper gut sondern hat mich auch psychisch beisammen gehalten. Und der Grund warum ich aufgehört hatte damals 2014, der zählt ja auch nicht mehr. Das Studio ist nämlich direkt ums Eck rum. Zur Not muss man halt das Fitness First nehmen. Das hat wenigstens noch ein Schwimmbad und Saunen im Preis enthalten.
Drückt mir die ich meinen inneren Schweinehund überwinde.

Aber bevor irgendwas in die Richtung passieren kann, muss erstmal die Schicht rumgehen. Und nachdem da am Ende in Karlsruhe noch ein Taxi Transfer zum Hotel dranhängt glaube ich, dass das in beide Richtungen noch lustig werden kann. Taxen und Bahnmitarbeiter ist eine ungesunde Mischung müsst ihr wissen. Ich mache jedenfalls drei Kreuze wenn ich im Hotel bin. Warum schlafen wir eigentlich nicht mehr im Ibis? Das war immer sehr angenehm. Aus dem Hotel raus, 50 Meter laufen und in den Bahnhof rein…. aber war wahrscheinlich zu einfach.

In diesem Sinne nich eine schöne Woche

Chris

Random Info Post

Hallo zusammen,

Nachdem ich das Posten via Email für mich gefunden habe kann ich auch von unterwegs aus posten. Was heißt das für euch? Ohne etwas falsches Versprechen zu wollen, könnte das dazu führen das mehr Posts kommen. Was einfach damit zu tun hat, das ich auf dem Tablet nun unterwegs die Posts vorbereiten und auch veröffentlichen kann. Fortschritt in der Technik. Yay!

Aber mal ernsthaft, das wollte ich gar nicht schreiben. Eigentlich wollte ich euch erklären wo die ganzen auf 2011 und 2012 datierten Posts herkommen. Ich glaube im Eröffnungspost hatte ich erwähnt, dass ich schon einmal einen Post hatte. Ebenjenen hatte ich gestern gefunden, die Posts kurzerhand auf den aktuellen Blog hier übertragen und versucht den Blog zu löschen. Versucht ist hier definitiv der richtige Begriff dafür. Ich habe nämlich weder Zugriff auf die hinterlegte Emailadresse noch auf den Blog ansich. Der Mailanbieter hat nämlich den Dienst eingestellt und für den Blog kenne ich mein Passwort nicht mehr.
Also bleibt der Alte online, die Beiträge sind aber trotzdem hier. Klar, sind ja auch ein Teil von mir den man nicht
Leugnen oder verstecken sollte.

In diesem Sinne wumsche ich euch noch eine schöne Woche.
Bis demnächst

Christian

Tschüss 2015 und Hallo 2016

Hallo zusammen,

Ich wollte ja eigentlich meine Tradition fortsetzen und pünktlich zum Jahreswechsel ein Jahresrückblick veröffentlichen. Tja, wie gut das geglückt ist seht ihr ja gerade… Ich habe dann überlegt, ob ich überhaupt etwas schreiben soll, habe mich aber – nach langem hin und her – dann doch dazu entschlossen etwas zu schreiben.

Die elementaren Gründe für die Entscheidung waren wohl Folgende:

1. 2015 war für mich wohl eine unfassbar geile Achterbahn der Gefühle. Ernsthaft. Der der das Drehbuch geschrieben hat hätte das nie verfilmt bekommen. Total unglaubwürdig

2. Es ist eigentlich eine schöne Möglichkeit mich nochmal mit dem Vergangenen auseinander zu setzen ohne in Gefahr zu laufen, in irgendwelche emotionalen Löcher zu Fallen.

3. Ja, es waren die ganzen Mimimimi Posts auf Facebook die 2016 zu ner Totgeburt gemacht haben. Und mit dem Thema möchte ich anfangen.

So, /Rage Mode on
Leute, geht’s euch noch gut ein 10h altes neugeborenes Jahr zum Tode zu verurteilen? Alter glaubt mir, ein bisschen kenne ich mich mit schweren Lebensphasen aus. Und ja, ich weiß verdammt gut wie es ist, wenn man nur noch einen Ausweg sieht. Leute, auch wenn es euch schwer fällt, erklärt doch nicht gleich das ganze Jahr für Tod. Ihr müsst mit dem scheiß Ding noch ein ganzes Jahr leben. :p
Ihr reisst ja auch am Wandkalender nur Tag für Tag die Blätter ab. Und geht nicht gleich am ersten Tag 2500h auf Arbeit und das restliche Jahr nicht mehr. Dan erklärt die Tage doch auch einzeln für Scheiße und nicht gleich alle zusammen. Vielleicht sind ja auch Überraschungen drunter? Wäre doch schade, wenn ihr das verpasst, nur weil das Jahr anscheinend ja eh Scheiße ist. Ich weiß, es klingt doof, aber ihr seid euer eigenes Glückes Schmied

/Rage Mode off

Und der Preis für die beste Einleitung geht dann wohl an mich. Kommen wir dann mal zum eigentlichen Rückblick

Januar 2015. Das Jahr hat grade angefangen und wo stand ich? Nervliches Wrack, da man ja aus Impuls und Ungerechtigkeit Übernahme Angebote von DB Station&Service ausgeschlagen hatte (Im Rückblick Danke Lara, das ich emotional so stark an dich gekettet war. Wegen dir bin ich jetzt hier, ausgeglichen und happy). Ausserdem hat der Einstellungstest beim Fernverkehr zum Lokführer nicht hingehauen. Also hatte man zu dem Zeitpunkt 3 Jahre Ausbildung gemacht um nachher arbeitslos zu sein. Keine Ahnung wie oft ich in ner Ecke Tränen vergoßen habe weils einfach gar nicht mehr ging.

Alternativen mussten her. Mitte Januar gabs dann das Praktikum beim Fernverkehr im Zugbegleitdienst. Die Entscheidung Stand nach ein paar Tagen eigentlich schon fest: Ab geht’s zum Zugbegleitdienst. Das ist doch was geniales.
Also am letzen Tag die Bewerbung beim Personaler abgegeben und 10 Tage später dann die Zusage für den 1.3.15 super geile Sache.

Also dann am 3.2. Hochengagiert eine erstklassige mündliche Prüfung abgelegt. Da der Beruf ganz klar extreme Arbeitszeiten hat, habe ich in der Zeit auch einen Führerschein begonnen. Begonnen ist das richtige Wort. Draus geworden ist bis heute nichts. Bin für Autos wohl einfach nicht gemacht.

Am 15.2. ging es dann etwas früher mit der Umschulung los als geplant. Was daran lag, das bei meiner Gruppe zu viele absprangen. War aber nicht weiter tragisch. Meine Ausbildungsgruppe bei Station&Service war ja schon echt super. Aber diese mit diesen Trainern war ja mal der totale Hammer. Echt Leute, es waren glaube ich mit die emotionalsten, härtesten und schönsten 3 Monate meines Lebens. Ihr seid ein total geiler Haufen gewesen. Schade das man nicht öfter zusammen fährt, ich vermisse euch 🙂

Was eigentlich auch schon die Monate März, April und Mai gut umfasst.

Naja, zu Mai sollte man noch sagen, dass das auch die Zeit war, wo man seine ersten selbstständigen Fahrten hatte. Man war das ein geiles Gefühl wieder in Uniform zu sein. Aber ich war aufgeregt wie Oskar.
Dank den Einweisungs und Prüfungsfahrten mit der Trainerin wurde mir wenigstens die panische Angst vor InterCitys genommen. Danke dafür. Mittlerweile machen die echt Spaß.

Und ab da ging alles ganz schnell bis ca. September/Oktober. Ohne Witz, durch die Dienstpläne mit den 40-50h Wochen gehen die Monate ultraschnell ins Land. Allerdings war das eine Zeit, die ich nicht missen will. Ganz ehrlich und echt. Ich wills nicht. Es war stellenweise super stressig. Es gab Schichten da wollte ich nicht mehr. Und dann gabs wieder die Schichten wie heute wo ich halt einfach mehr am Lachen bin als alles andere. Natürlich werden die Aufgaben im und am Zug trotzdem übernommen, aber mit super viel Spaß an und auf der Arbeit. Und ganz ehrlich: Das macht jeden Stress wieder wett.

Achso, ein KLEINES Thema hatte ich fast vergessen dieses Jahr: Flüchtlinge. Dazu hatte ich mich ja schon mal geäußert. Ganz ehrlich: Ich möchte es nicht mehr. Langsam ist man einfach nur übersättigt. Naja, komplett Jahresübergreifend vielleicht nochmal ein kleines Feedback zu der ganzen Flüchtlingsgeschichte. Auch hier vielleicht wieder etwas im Ragemode und etwas weniger ruhig wie ich das sonst so gerne schreibe. Aber auch das zeichnet meine Jahresrückblicke aus. Also *räusper*: Leute gehts euch bitte noch ganz gut, anderen Menschen die Hilfe zu untersagen? Anderen Menschen die – nur weil sie eben wo anders geboren wurden – weniger Glück hatten als wir hier und nicht auf der Eckbank in der Küche mit Laptop aufm Schoß sitzen können und ihr Jahr im Internet festhalten können.
Durch den Umstand, das ich mit meiner Arbeit öfters mal – zu meiner Schande muss ich gestehen – ungewollt mit Flüchtlingen zu tun habe und hatte kann ich sagen, das die meisten alle ganz normale Menschen sind und im Vergleich zu vielen Deutschen einfach nur super nett und super angenehme Zeitgenossen.
Also ganz ehrlich…. Anstelle das sich Deutschland jetzt in „Besorgte Bürger“ und „Gutmenschen“ (Was sind das bitte für Begriffe? Seit wann sind die Adjektive besorgt und gut so negativ behaftet?) aufzuspalten und euch gegenseitig zu bekriegen – ich sag nur Hamburg oder Bremen. Wo ich in Frankfurt am Bahnsteig angesprochen wurde ob es momentan sicher sei nach Hamburg zu fahren – solltet ihr euch lieber den Atem aufsparen und helfen. Wo ist denn bitte die Menschlichkeit geblieben? Die Nächstenliebe? Das sind leider Eigenschaften die ich in dieser Gesellschaft ernsthaft vermisse… Und das meine Lieben berdrückt mich mehr als jeder Flüchtlingszustrom und jeder Klimawandel. Denn wenn die humanitären Grundlagen schon so fehlen, dann können wir in dieser Form leider nur gegen die Wand fahren… Da brauchen wir keine Flüchtlinge für, wir machen uns schon selbst kaputt… Die ganzen Suizide ( 2 (!) Versuche jeden Tag allein im Schienennetz), die vielen Fälle von schweren Depressionen, SVV und anderen psychischen Krankheiten sprechen hier ja auch für sich. Ich denke, viele davon könnte man verhindern in dem wir alle einfach mal wieder ein bisschen weniger wie Maschinen und mehr wie Menschen werden. Ich mein, ich finde es schön, dass ich – lustigerweiße ebenfalls in Frankfurt am Main – gesagt bekomme das es schön war das ich jeden Reisenden angelächelt habe und ihm ein schönes neues Jahr gewünscht habe. Ist so etwas nicht menschlich und eigentlich selbstverständlich? Ich bin wirklich gespannt wo das noch hinführt… Wahrscheinlich treffen wir bald auf außerirdisches Leben das menschlicher ist als wir.
Und an die Nörgler die sagen „MERKEL RAUS“. Leute, ernsthaft, ihr findet das in Zeiten der Krise es das Beste wäre, wenn ein stabiles und gut funktionierendes System zu zerschlagen und ein Regierungswechsel das beste wäre? Ach c’mon, sowas kann ich nicht ernstnehmen. Das zeigt mir eigentlich nur, das hier kein Verständnis von Politik vorliegt. Und übrigens, ja, Merkel hat viel nicht korrekt gemacht. Aber Merkel hat menschliche Werte bewiesen und ist mir dadurch ganz schön sympathisch geworden.
Soviel zu diesem Thema. Cheers!

Aber Halt, wir sind ja erst bei Oktober. Da gibts ja doch noch so roundabout 3 Monate. Was war da denn los?
Ich hatte weiter oben ja schon den Führerschein wegen unmöglichen Dienstzeiten erwähnt. Den Führerschein habe ich ja deswegen begonnen weil der Wohnungsmarkt in München halt einfach verfahren ist. Wer hier von Anfang an mitgelesen hat, der weiß ja eigentlich schon wie es ausging. Fürs Autofahren bin ich immer noch zu blöde, aber immerhin die Wohnung hat seit Mitte Oktober geklappt. Auch wenn ich ja erst etwas später eingezogen bin und es sich noch immer nicht 100% fertig anfühlt. Gibt noch einiges zu tun. Allerdings ist hier das liebe Geld der limitierende Faktor. Und das kommt halt nur einmal im Monat. Ihr kennt das :p

Aber die erste Woche war schon nicht leicht, also aus emotionaler Sicht. Ich mein, ich wollte ja schon früher mal ausziehen und Oh mein Gott wäre ich überfordert gewesen. Zum Glück ist das nicht geworden. Der Zeitpunkt jetzt war glaube ich genau richtig. Vielleicht ein bisschen plötzlich dann doch alles, aber ich war emotional so weit. Meine Mutter konnte sich – wohl weniger erfolgreich wenn man bedenkt wie oft sie jetzt hier ist 😀 – emotional damit abfinden. Eigentlich ist alles gut gelaufen. Wären da nicht doch die tiefsitzenden Selbstzweifel und dieses abgrundtief sitzende Gefühl von… Leere? Einsamkeit? Ich kann das gar nicht so beschreiben. Fakt ist das ich grade in meinem Urlaub sehr stark darauf achten musste, dass ich davon nicht vollständig übermannt werde. Was den Urlaub nicht so wirklich erholsam machte. Was es ehrlich leichter gemacht hatte, war die TWLOHA Postkarten und das Poster wieder aufzuhängen. Hätte ich nicht gedacht, aber das bringt eine ganze Menge.

Aber wieder zu etwas Erfreulichem: Nach knapp 5-6 Jahren habe ich Ende Oktober endlich das mit dem Rauchen sein gelassen. Ich würde jetzt gerne sagen, dass ich null Verlangen danach verspüre wieder damit anzufangen, aber ich möchte das neue Jahr nicht mit einer Lüge beginnen. Rauchen an sich würde ich schon gerne wieder. Aber ohne Nikotin. Geht nur leider schwer, also lassen wir eben alles bleiben.

Ja, jetzt bin ich auch wieder irgendwo bei 1500+ Wörten gelandet. Ich denke das reicht jetzt auch erstmal für ein Jahresrückblick. Also sage ich erstmal tschüss und bis zum nächsten Mal 🙂