Danksagung und ein Rückblick auf mein 17. Lebensjahr

Die übliche Melancholie hat sich heute breit gemacht. Wieder ist ein Lebensjahr vorbei. Aber dieses Jahr war alles anders. Rückblickend war das 18. Lebensjahr wohl das erfolgreichste Jahr seit langem war.

Das Jahr ging ja ganz erfolgreich an. Der Umzug von Weikersheim nach München lies mich aufblühen. Der Schulwechsel ging blendend von Statten und durch Benno wurde es das schönste Schuljahr seit langem.

Insofern:
Special thanks Number One goes to: Benno

So, aber Weihnachten war es dann gemischt. Die Depression holte mich ein. Ein Ortswechsel ist eben nur ein Ortswechsel und keine neue Identität, dass wurde mir langsam dadurch klar. Und zog mich immer weiter tiefer. Dass ich die Kraft hatte, weiter zu machen verdankte ich vielen Personen. Zuallererst sei hier wieder Benno genannt. Einfach weil seine Anwesenheit in der Schule mich einigermaßen im Gleichgewicht hielt. Nummer 2 die ich hier nennen möchte: das Lusmeitli Nora. Einfach weil sie mir vor Weihnachten die Möglichkeit gab, mich aus meinem Leben mal ein Stück zurückzuziehen. Auch wenn ich nicht immer 100% ehrlich war. Danke das du trotzdem zu mir hieltest. Danke dass du mich auch früher lange Begleitet hast und mich in der Bahn gehalten. Wer weiß ob ich sonst überhaupt das hier tippen könnte!

Special Thanks Number Two goes to: Lusmeitli Nora.

Als Nächstes möchte ich Tati hier nennen. Das unvergessliche Hessenwochenende war einfach das, was ich Anfang des Jahres brauchte. Und wird mir wohl noch lange im Gedächtnis bleiben. War einfach super super schön, trotz dem leichten Chaos 🙂
Auch danke für die tollen WoW Touren und die tollen Gespräche. Hat mir sehr sehr viel gebracht.

Special Thanks Number Three goes to: Tati.

Die nächste Person, die hier unbedingt aufgeführt werden muss:
LaNoireSakura. Wie oft sie genau mit ihren Let’s Plays und ihren Blogeinträgen dafür sorgte, dass meine Laune wieder stieg oder zumindest nicht ganz in den Keller sank, dass kann ich schon gar nicht mehr zählen. Wie oft sie überhaupt für mich da war und mich zu Krisenzeiten ans Leben kettete. Auch Dankeschön dafür, dass sie mir TWLOHA näher brachte. Dadurch hatte ich nochmal die Möglichkeit, die ganze Depressions und SVV Sache aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Danke für den super lieben Brief. Danke für das offene Ohr, dass du mir jederzeit botest und bietest. Auch Danke dafür, das du mir jederzeit einen Halt botest und mir die Kraft gabst, weiter zu machen, an meine Grenzen und noch darüber hinaus zu gehen. Danke für die Bestätigung die du mir gabst 🙂
Ich freue mich auf das Nächste WE!

Special Thanks Number Four goes to: Die schwarze Kirschblüte aka LaNoireSakura.

Als nächstes:
Maik aka Silena. Auch wenn wir uns zwischen zeitig mal aus den Augen verloren haben. Ich hab dich vermisst! Danke für die Unterhaltungen, danke für unser gegenseitiges an-emoen 😉 Danke das du du bist. Ich hoffe, dass du das Glück bekommst, das du verdienst. Das du mir gebracht hast. Und hey, frag Sakura: Ohne dich fehlt bei mir gewaltig was (klingt das zu strange?). Danke auch an dich, dass du mir immer irgendwie Mut machtest, weiter zu kämpfen.

Special Thanks Numer Five goes to: Maik

Last but not Least:
Florian. Warum? Dafür, dass er mir dass Verzeihen leicht machte. Das er mir geholfen hat, mit dem Kapitel Weikersheim leicht abzuschliesen. Ein ganz ganz großes Dankeschön hierfür. Weil das letzendlich die Grundlage war, dass hier alles so glatt lief.

Special Thanks Numer Six goes to: Florian!

An alle die jetzt nicht genannt worden sind: Bitte nehmt es mir nicht übel. Aber alle aufzuführen würde den Rahmen sprengen, daher nur die aller aller wichtigsten.

Aber was hat sich vom 20.10.2010 bis zum 20.10.2011 geändert?

Nunja, ich hab jetzt glaube ich meine Depression vollkommen unter Kontrolle. Habe Schule abgebrochen und stehe ab dem 2.11. auf finanziell größtenteils eigenen Beinen, da ich bei der Deutschen Bahn meine Wunschstelle bekommen habe. Das war für das Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein absolut notwendig 🙂 Außerdem bin ich dadurch das erste Mal meinem Herzen gefolgt. Und es fühlt sich grandios an.
Gleichzeitig bin ich wohl vom „Is mir alles Egal“ Mensch zum Hacktivist geworden. Und vom Hacktivist zum Aktivist. Ich bin aktiv bei Anonymous und bei Echte Demokratie: Jetzt! dabei. Bin mit mir selbst im reinen und Hoffe das dies so bleibt.

Over and out.

Occupy Bewegung: Demo am 15.10. in München

Sapere Aude! – Empört euch.

Unter diesem Leitsatz stand die Demonstration in München. Organisiert beziehungsweise unterstützt wurde das Ganze von „Echte Demokratie jetzt-München“ und „Attac München“, die den Ort der Demo besser nicht hätten wählen können: Der Karlsplatz in München. Zwischen Hauptbahnhof und Marienplatz und als westliche Begrenzung der Füßgängerzone, hatten so nicht nur Demobesucher etwas davon, sondern auch noch die Leute, die eigentlich nur shoppen gehen wollten.

Die Idee dahinter:

Angefangen hat es mit Occupy:Wallstreet. In Europa ist es in Spanien unter dem Namen: 15M/ Democracia Real Ya!
Die Bewegung will dazu Aufrufen, sich zu empören. Über die Missstände in unserer Gesellschaft, in Wirtschaft und in der Politik. Sie fordert Gleichheit, Solidarität, kulturelle Freiheit und Fortschritt. Aber nur, wenn dadurch nicht das Wohl, das Glück und die Nachhaltigkeit unserer Gesellschaft und unseres Planeten gefährdet wird.
Sie tritt für die Rechte einer angemessenen Behausung, Arbeit, Kultur, Gesundheit, Bildung, politische teilhabe, freie persönliche Entwicklung, und Verbraucherrechte im Sinne einer gesunden und glücklichen Existenz für alle.

Allerdings verhindert dies sowohl das Finanz- und Wirtschaftssystem als auch die Politik. Die zwar theoretisch eine Volksvertretung und eine Regierung von allen und für alle sein soll (lat. demos= Menschen krátos= Regierung), aber in den heutigen Regierungsformen eher die 1% das sagen haben, welche Geld oder wirtschaftliche Macht haben. Also die Demokratien mehr Lobbykratien geworden sind.
Daher auch die Forderung:Democracia Real Ya! – Echte Demokratie: JETZT! “ Denn es kann nicht sein, dass die Welt von einem 1% regiert wird und die anderen 99% nicht gefragt werden. Wir sind diese 99% und wenn wir gesammelt auftreten, kann auch die 1% mit ihrer Macht und ihrem Geld nichts anfangen.

Und was war in München? Und warum gerade am 15. Oktober 2011?

Der 15. Oktober war ein Tag der weltweiten Demonstrationen. in über 1180 Städten gingen die Menschen auf die Straßen um für mehr Menschlichkeit und Gerechtigkeit und gegen gegen das derzeitige Machtkonstrukt zu demonstrieren. Gemeinsam für einen globalen Macht- und Stimmungswechsel.
In München war die Demo, so lange ich mit dabei war (von gut 11:45 bis 15:45 Uhr?) verhältnismäßig klein. Aber es sollte auch als Startschuss verstanden werden, dass immer mehr Leute für die Bewegung gewonnen werden und das ganze irgendwann groß genug wird um etwas zu bewegen.
Das faszinierende für mich war, dass es nicht nur eine Bevölkerungsgruppe oder -schicht war, sondern wirklich von den Linken bis hin zu konservativen, von Arbeitslosen bis hin zu Geschäftsleuten so gut wie alles vertreten war.
Was auch eine sehr schöne Idee war, war das offene Mikrofon. Das heißt, dass jeder etwas sagen konnte, der wollte. Jeder konnte sich Empören und dadurch kamen oftmals interessante Denkanstöße in die Runde. Und es stand von der 18 jährigen Azubine im Pflegebereich bis hin zum 73 jährigen Rentner wirklich alles vorne auf der Bühne und alle hatten den gleichen Grundtenor:
„Keine unmenschliche und ausbeuterische Wirtschaft und keine Wirtschaft, die den Menschen als Ware sieht, sondern eine menschliche Wirtschaft.“

Vorstellung: To Write Love On Her Arms

Wie bereits angekündigt, will ich hier auch die ein oder andere Organisation vorstellen und den Anfang macht heute To Write Love On Her Arms.
To Write Love On Her Arms, oder kurz TWLOHA, ist eine gemeinnützige Organisation und hat ihre Wurzeln in den Vereinigten Staaten von Amerika.
2006 enstand TWLOHA aus der Idee von ein paar Freunden. Eine davon ist Renee und war damals 19 Jahre alt. Sie nahm Drogen um ihrer für sie perspektivlosen Realität zu entkommen und begann, sich zu ritzen. Ihre Freunde waren zunächst hilflos, kamen aber dann auf die Idee, dass sie ihr „Love“ (auf deutsch „Liebe“) auf die Arme schreiben. Das sollte Renee, wenn sie sich ritzen wollte, daran erinnern, dass es Menschen gibt, die sie lieben und dass sie, wenn sie es oft genug sieht, selbst erkennt, dass sie eine liebenswerte Person ist.
Das war natürlich keine endgültige Lösung für Renee, denn sie benötigte professionelle Hilfe. Renee verstand es, aber da in Amerika medizinische Hilfe mit enormen Kosten verbunden ist, war es finanziell nicht möglich. Also begannen die Freunde T-Shirts zu verkaufen und ein Benefizkonzert mit dem Titel „To Write Love On Her Arms“ (auf deutsch „Um ihr Liebe auf den Arm zu schreiben“), welches letztendlich die enormen Behandlungskosten für Renee einspielte.
Bei der Organisierung merkten die Freunde allerdings, dass die Geschichte von Renee auf viele Jugendliche passt und lernten selbst viele Leute kennen, die entweder zugaben, dass sie nicht viel Ahnung von diesen Problemen haben, oder die meinten, dass sie selbst auch an Drogensucht oder Depressionen litten, aber sich bisher noch nie jemandem anvertraut haben.
Das nahmen die Freunde zum Anlass „To Write Love On Her Arms“ zu gründen. Als erste Anlaufstelle für Menschen, aber vor allem Jugendliche, die an Depressionen, SVV oder Drogensucht leiden und als Aufklärungskampagne, dass auch Leute, die nicht betroffen sind Informationen bekommen und anfangen, psychischkranke Menschen nicht als abnormal zu betrachten, sondern wie einen „normalen“ Menschen.
Aus der anfänglich kleinen Organisation ist mittlerweile eine Bewegung geworden, die weltweit Anhänger gefunden hat und in den USA schon vielen Menschen geholfen hat.

In Deutschland ist TWLOHA leider noch nicht sehr bekannt, was sich aber hoffentlich mit dem Fan Projekt ändern wird. Denn auch hier in Deutschland ist die Depression eine Volkskrankheit und trotzdem Tabuthema. Auch Drogensucht, Selbstverletzendes Verhalten und Suizid sind in Deutschland reale aber totgeschwiegene Probleme.
Denn nur, wenn betroffene von der Gesellschaft ernst genommen werden, kann eine Heilung gelingen.

TWLOHA, das Deutsche Fan Projekt und ich glauben, dass das ein reales Ziel ist.
Wir glauben, dass es für jeden Hoffnung und Hilfe gibt und das jeder ein wunderbares und liebenswertes Individuum ist.
Wir glauben, das Rettung für jeden möglich ist.

Eine Kurzgeschichte und eine kleine Frage

Er saß vor dem PC. Sein schmutziges Fenster lies nur gedämpftes Licht in seine kleine Wohnung.
Aus den Boxen sang ihm Avril Lavigne den Song Nobody’s Home entgegen. Auf seinem chaotischen
Schreibtisch lagen verschiedenste Betäubungsmittel, Drogen und an der Wand standen noch 3 Havana
Club Flaschen. Er starrte auf den Monitor. ICQ und Skype schwiegen ihn an. Er hatte das Gefühl sie
Lachten ihn aus. Damals… vor ein paar Monaten… Da hatte er noch regen Kontakt mit ein paar Leuten.
Beides Mädels… Er wusste nicht warum, aber sie waren nicht mehr da und wenn, dann schrieben sie
nichtmehr zurück. Sie fehlten ihm. Damals, als sie noch das Spiel verband… World of Warcraft… Da
hatten sie noch regen Kontakt… Hatten Nächte durchgequatscht und gelacht. Ihm fehlte das.
Er dachte eigentlich, dass diese Freundschaft über das Spiel hinaus ging. Und als alle aufgehört
Hatten, er inbegriffen, wurde ihm klar, dass es doch nicht über das Spiel hinaus ging.
Er griff zu einer der Havana Club Flaschen und nahm einen Schluck.
Er wusste nicht wieso, aber wenn eine der beiden Online war, die eventuell zurückschreiben
Könnte, dann schrieb er sie auch nicht an. Er ertrug es nichtmehr… ASP-Geisterjagd… Er drehte
Die Boxen lauter und schritt zum schmutzigen Fenster. Steckte sich eine Zigarette an… John Player…
Ein Andenken an Hessen, ein verrücktes Wochenende bei einer der Beiden…
„Solange her. Träne im Meer. […]Suche ohne Plan. Schreie im Orkan. Universum leer. Träne im Meer“
Er nahm einen tiefen Zug von der Zigarette. ASP hat so oft recht mit ihren Texten, dachte er, während
er den Regentropfen zuschaute, die die Scheibe wenigstens von aussen putzten. Er ertrug es nicht länger
und ging ins Bad und wusch sich das Gesicht. Schaute in den Spiegel. Die Kippe hatte er im Klo entsorgt.
Er sah einen jungen Mann, der nicht hässlich war, aber im Selbstmitleid versank. Auch sein Bild ertrug er
nicht länger. Er schlug mit der Faust gegen den Spiegel, der prompt zerbarst. Blut rann an seinem Arm entlang
Richtung Ellenbogen und tropfte von dort ins Waschbecken…
Es war ein angenehmes Gefühl, sein eigenes Blut zu sehen.
Dieses Mal war die Wunde tiefer und es floss mehr als gewöhnlich. Panik stieg in ihm auf. Er schaffte es gerade
noch das Handtuch um die Wunde zu binden, dann verlor er das Bewusstsein.
____________________________________________________________________________________

Sorry wenn das jetzt ein bisschen depressiver geworden ist als sonst, aber diese Gedanken mussten einmal aufgeschrieben werden,

da sie mich sonst innerlich zefressen hätten.

Was mich allerdings noch interessieren würde: Glaubt ihr an Schicksal oder Zufall? Und warum glaubt ihr das was ihr glaubt?

Ich glaube ja an Schicksal. Weil ich einfach schon zu viele komische Zufälle hatte, als das ich diese als Zufall abstempeln könnte.

Beliebtestes Beispiel: Ich schreibe über i-jemand oder beantworte mir im Geiste eine schwere Frage. Dann schreibt oder spricht mich

Entweder dieser jemand an oder Thematisiert dieses Thema, ohne es vorher zu wissen das mich das beschäftigt. Habt ihr auch sowas schon gehabt?

Bitte schreibt mit mir 😉