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Neuer Ort, Alter Geruch

Zu Ägypten könnte ich noch stundenlang berichten. Die Kurzfassung: Diese Kultisten wollten doch wirklich Echnaton zurück auf diese Welt bringen. Doch mit vereinten Kräften konnten wir dies verhindern…. Oder zumindest heraus zögern.
Wir hatten sogar noch Zeit eine Sightseeingtour in den Höllendimensionen zu machen. Allerdings weniger Sight-seeing und mehr Ass-saving. Wicker war nämlich schon wieder in Schwierigkeiten geraten und wir mussten ihm mal wieder den Allerwertesten retten. Zusammen mit Nozomi, Drakia und Xarvar ist uns das auch geglückt. Allerdings habei ch das Gefühl, dass die Höllenbereiche, die wir betreten immer tiefer liegen. Zumindest die Umwelt wird immer lebensunfreundlicher und die Dämonen immer Stärker. Aber die Kamera funktioniert noch problemlos.

Und danach war sogar noch Zeit für ein Durchschnaufen am Lagerfeuer. Ich weiß nicht wann ich das letzte mal so zur Ruhe gekommen bin.

Allerdings hatte ich einen komischen Traum in der Nacht. Das Verrückte: Am nächsten morgen lagen 2 Fotos auf meinem Tisch.

Leider klingelte das Handy am nächsten Morgen viel zu früh und viel zu laut. Mein Gott bin ich urlaubsreif, aber scheinbar gibts das nicht in dem Tätigkeitsbereich. 60h Schichten sind ja auch ganz normal.

Jemand meinte wohl dass im Internetcafe hier in Seoul ein ehemaliger eSportprofi sitzt der Kontakte zu Orochi haben sollte.
Mehr kann ich hier über die nicht ausreichend verschlüsselten Kanäle nicht schreiben. Ausser das die Spur mich nach Transylvannien geführt hat. EUROPA. Ich bin zwar nun schon eine Weile dort. Um genau zu sein eine Knappe Woche, aber fassen kann ich es irgendwie immer noch nicht. Vor ein paar Monaten war Südkorea für mich noch unerreichbar. Seitdem war ich in den USA in Afrika und in Europa. Wäre es nicht immer mit Lebensgefahr verbunden wären, wäre das echt ein verdammt geniales Leben. Allerdings…. Anders könnte ich das glaube ich gar nicht. Dadurch dass man dauernd erwarten muss, dass einen etwas anspringt, ist man dauernd angespannt und ich habe dadurch keine Zeit Gedanken nach zuhängen. Was bei mir glaube ich ganz gut ist. Ich scheine auch auf zu blühen. Dadurch dass ich immer 100% geben muss und immer am Limit zu sein, fühle ich mich gut ausgelastet.

Mein erster Eindruck von Transylvannien war ja, dass es nicht viel anders als Kingsmouth zu sein scheint. Immerhin hing schon wieder dieser Geruch von Verwesung in der Luft. Allerdings wurde schnell klar, dass hier Schlimmeres als „normale“ Zombies rumlaufen. Strigoi. So nennen sie die Rumänen. Vampyre. Blutsauger. Ich selbst hatte mal als Kuei Jin von ihnen gelesen. Jetzt stand ich ihnen gegenüber. Zum Glück größtenteils wieder in meiner Lieblingszusammensetzung Drakia, Xarvar und Ich. Langsam habe ich das Gefühl, dass wir schon sehr gut aufeinander abgestimmt sind.

Allerdings haben wir uns seit 2 Tagen aus den Augen verloren und ich kam zu einem Trailerpark mit Strigoijägern. Und dort in der Nähe ist auch eine Anbindung in die hohle Welt.

Mir gefällt Rumänien ja sehr gut. Ich glaube ich werde dort nochmal zum Urlaub zurückkehren wenn das alles vorbei ist. Mein persönlicher Favorit bis jetzt:

Die Ruinen einer alten Stadt. Dort sind zwar Schreckgespenster unterwegs, aber ich finde die Athmosphäre dort einfach unbezahlbar. Aber seht doch selbst.

Ich bin momentan im Trailerpark untergekrochen und werde mich dort erstmal ausruhen. Over and out.

Chargeschichte: Ägypten

Anmerkung der Redaktion: Ich hatte spontan Lust meinen ersten Tag (3 1/2 echte Stunden) in Ägypten festhalten. Das ganze ist aus der Sicht meines Charakters geschrieben. Da die erste Ladung an Screenshots von TSW gegessen worden ist, sind sämtliche Screenshots nachgestellt.

Ich hatte mich schon auf Ägypten gefreut als ich in den blue Mountains aufgeschnappt habe, dass es dort auch okkulte Probleme gibt. Solomon Island hatte die Hilfe zwar nötig und ohne die Note an „kontrolliertem Chaos“ – wie es die Drachen nennen – hätte Beaumont, der von einer mythischen Klinge kontrolliert wurde, wohl nicht nur SOlomon Island sondern den ganzen Globus zerlegt.

Ich war jedenfalls sehr froh als ich aus dem Silent Hill Szenario nach Seoul zurück beordert worden war und dort von der Stimme zu einem Polizeirevier in der Nähe geschickt wurde. Über dass, was dort passiert ist möchte ich allerdings nur eins sagen: Warum zur Hölle Irrenhäuser?“ Apropos Hölle: Ich hoffe, dass dieses Höllentor an der stürmischen Küste das Einzige war, das sich öffnete. Den Schwefelgestank bekommt man ja nirgends mehr raus.

In diesem Irrenhaus hatte ich eine Tafel gefunden, welche der Professor dem ägyptischen Raum zugeordnet hat und somit begab ich mich am nächsten Morgen gleich nach Ägypten. Durch Agartha natürlich. Die Zeit für den Flug hatte ich ja zum schlafen genutzt. Zumal in der Gegend eh kein Flieger mehr geht.

Das Agarthaportal befand sich in einer Art archäologischen Ausgrabung. Hätte nicht gedacht, dass sowas wirklich mal einen Nutzen hat. Archäologie meine ich. Aber hätten sie nicht gegraben, wer weiß wo ich dann rausgekommen wäre. Unter 5 Metern Sand verschüttet?

Oben angekommen wurde ich direkt von Sonnenschein, Hitze und dem dortigen Volk, den Marya in Empfang genommen. Genauer gesagt von einer.
Was ich auch nie gedacht hätte: Das Klima in der Wüste tat verdammt gut, ich weiß nicht genau wie lange ich in Solomon Island war, aber dort gab es definitiv zu wenig Sonne. Ein Sonnenmensch war ich zwar nie, aber das tat trotzdem mal wieder gut.

Diese Marya erzählte irgendetwas von einem Kult und drückte mir gleich mal die Aufgabe aufs Auge, Vorräte zu sammeln, 4 Leute zu suchen und den Kult zu dezimieren.

Drei Schritte weiter hatte ich auch einen Grund sauer auf den Kult zu sein. Der wollte nämlich nicht reden, die Anhänger rennen direkt mal mit gezogenen Schwertern auf einen zu.
Scheinbar war die Rebellion in Ägypten gegen die Regierung nur ein Deckmantel. Das Gaia hier mindestens genauso gestört wurde in ihrem Gleichgewicht. Wie weit sie gestört wurde. Nochmal ein paar Meter weiter klärte sich dann auch, dass diese Kultisten einen komischen Deckogeschmack haben. Ich mein… C’mon Brennende Menschen an nem Pflock? Das ist nicht nur eklig sondern auch sowas von abgedroschen.

Als ich dann in die Stadt al-Merayah kam fühlte ich mich eher wie im Irak. Brennde Autoreifen, Schüsse und Scharfe Bomben soweit das Auge reicht.

Letztere entschärfte ich, da die Maryas genug damit zu tun hatten ihren Krieg gegen die Marya zu führen. Was mich bei dem Einfall geritten hat weiß ich allerdings auch noch nicht.

Im Stadtzentrum angekommen mietete ich mir zuerst eine Nische im „Giza“. Dort traf ich auch einge schräge Personen. Da wäre zum einen eine Agentin des Aton der das Wasser bis zum Halse steht und die mit uns kooperiert und mir Informationen über ein Ritual der Jünger des Aton zuschob, welches ich auch gleich unterbrach.

Die Verräter gibt es allerdings auch auf der Seite der Marya. Die Besitzerin des Giza bat mich einige davon aufzudecken. Einer davon sorgte für eine Regelrechte Schnitzeljagd und Agentenaktion mit schleichen und Sprengfallen umgehen.
Ich weiß zwar nicht ob ich ihr trauen kann, aber hier scheint es mir noch am Sichersten. Zumal sie das hereinbrechen der geheimen Welt sehr locker nimmt und meinte, dass Videospiele und Kinofilme sie weit genug abgehärtet hätte, dass es sie nicht weiter stört wenn Atons Jünger vorm Stadttor Randale machen.

Achso, die Abgesandte des Rats habe ich auch gefunden. Ehrlich gesagt überraschte sie mich. Ich hatte eine Autorität erwartet. Sie wiederum war ganz locker. Und meinte, dass der Rat von innen heraus unterwandert worden wäre.

Zum Abschluss des Tages bin ich noch einem Hinweis von der Besitzerin des Giza nachgegangen. Dieser führte mich zu einer Dattelplantage. Und ich traute meinen Augen nicht. Die Kultisten reicherten die Datteln mit Schmutz an. Zum Glück konnte ich es immerhin verzögern indem ich die aktuelle Ernte sowie 3 LKWs zerstörte.

Und mal so unter uns. Die Insekten in Ägypten haben auch leichte ÜBergröße. Ich sollte Drakia mal ein paar Proben besorgen. Vielleicht bekommt sie den Grund des Wachstums raus.

Aber Ägypten bietet auch super schöne Aussichten. Die meisten Dächer sind begehbar und OH MY GOD. I Love this sight.

Alles in allem ein doch sehr chaotischer Anfang in Ägypten, aber durchaus sehr effektiv. Ich muss mich definitiv dahinter klemmen, wo diese Kultisten überall sind.

Als könnten alte Götter plötzlich macht ergreifen. Tze Tze Tze.

TSW Chargeschichte: Hinterhoftreffen

Ayumu wurde seiner Meinung nach viel zu früh von den ersten Sonnenstrahlen geweckt. Er hatte erfahren das er von den Drachen zum Kalvera Kartell gelotst wurde und hatte dort vom Zeremonienmeister endlich Antworten bekommen. So wusste er nun, dass die Drachen eine von 3 dominierenden Geheimgesellschaften ist, aber sich immer wieder neu formiert und die derzeitige Form noch nicht lange existiert. Ihm wurde auch gesagt das diese “Vision” ein Flashback war. Dadurch wurde ihm gezeigt, dass er dieses besondere Etwas in sich hatte. Auch wurde seine Vermutung bestätigt, dass es sich dabei um Tokyo handelte. Er erlebte den angeblichen Bombenanschlag auf das Hauptquratier der Orochi Group. Bevor Ayumu ging hatte er eine Adresse bekommen, die nicht weit von ihm entfernt zu sein scheint und eine Art Übungsraum beheimaten soll.
Diesen wollte er sich einmal näher anschauen und verließ die Wohnung.

Wenig später stand Ayumu dann vor einem roten Torbogen welcher von 2 Wachen flankiert wurde. Beide hatten eine Art grüne Uniform an mit einem Symbol darauf. Laut Google Maps war die gesuchte Adresse allerdings hinter diesem Torbogen.
Naja, Frechheit siegt bekanntlich. Und mehr als den Durchgang versperren werden sie wohl auch nicht. Oder etwa doch?
Kurzerhand durchschritt er also den Bogen und wurde von den beiden Wachen nur kurz gemustert. Ayumu bog um eine Ecke der Gasse und fand sich auf einem Innenhof wieder. In der Mitte des Innenhofes stand ein relativ kleiner Baum und die Begrenzung waren 3 große, allerdings traditionell asiatische Gebäude. Ayumu bemerkte auch die 2 Gestalten, die am Baum standen. Sie hatten beide grüne Mönchskutten an, was ja nichts schlechtes oder auffälliges ist, allerdings waren ihre Münder mit schwarzen Fäden durchzogen.
Was zum? Erinnert mich an dieses Bild aus Silent Hill, das mir ein Klassenkamerad damals in Tokyo zeigte. Bin ich hier direkt in eine Horrorshow gekommen?
Die zwei Mönche musterten ihn und zeigten auf die Tür eines der Gebäude und Ayumu schaute sich diese daraufhin an. Neben der Tür stand Dojang und auf seinem Zettel stand dies ebenfalls und so trat er ein. Er fand sich in einem Hölzernen großen Raum wieder der in an die japanische Baukunst in seinem Dorf erinnerte. In der Mitte lag Kies aus und am Ende der Halle waren Dummies aufgestellt und an der Seite standen diverse Schusswaffen und Munition. Vor dem Kiesbett saß ein – der ersten Einschätzung nach – Kriegermönch. Ayumu schritt weiter in die Halle und sah sich weiter um.
“Mein Name ist Dae-Su. Ich unterrichte die, die hierher kommen, denn sie sind lernbereit. Ich unterrichte sie in der Kunst des Weges. Aus Chaos resultiert Ordnung. Sie sind ein Drache. Einer von vielen Regentropfen am Beginn einer Flut, die das Übel, das über diesem Land liegt tilgt. Aus Ruhe herraus kommt eine große Macht, Macht die wir zur Veränderung und zum überleben dieser dunklen Tage brauchen. Aber nun Schaue dich um. Du hast hier alle Waffentypen und alle warten darauf, das du dich für die entscheidest, die dir am liebsten ist”
Dae-Su mustert ihn.
“Aber über Schwerter scheinst du ja schon das meiste zu wissen. Allerdings sehe ich dem kleinen Regentropfen an, dass er noch nicht weiß, wie er mit seinem Anima umzugehen hat. Hier nimm dies und probiere es mal an einer der Puppen aus.” Dae Su gab Ayumu ein altes Schild und Ayumu stellte sich damit vor eine der Puppen. Er merkte, wie etwas in ihm in das Schild floss und sich in seiner Faust sammelte. Er lies der Energie freien Lauf und verpasste der Puppe eine schnelle Schlagfolge.
Das ist ja interessant. Mit diesem Schild scheint man die Energie, die sich sonst ungeplant entlädt wirklich bündeln zu können. Zumindestens dürfte das die Erklärung für diese grünliche Entladung sein und für die Tatsache, das meine Schläge ordentlich was an Wums dazubekommen haben.
Ayumu hängte sich das Schild auf den Rücken und trainierte so noch eine Weile.
“Das soll für heute genügen. Der Drachenkopf will dich sehen. Gehe einfach raus und dann Rechts. “
Ayumu verbeugte sich und verließ das Dojang.

Wenig später stand er in einem anderen traditionell asiatischem Raum aus dunklem Holz das nur spärlich durch Kerzen und Laternen ausgeleuchtet wurde.
“Entschuldige die harte Behandlung, aber zeit ist knapp und wir können uns den Luxus der Samthandschuhe nicht leisten.” Eine schlanke Frau trat aus dem Schatten. Neben ihr saß ein kleines Kind. “Sie sind jetzt teil eines großen Ganzen. Den Drachen. Jeder hier ist das. Der Kopf” Sie deutete auf das Kind. “Der Mund” Sie deutete auf sich “und die Klauen, das Feuer” Sie deutete auf Ayumu. “Unsere Rivalen im Rat von Venedig – Die Templer und Illuminaten – streiten sich darum, wer die Geheimnisse von Kingsmouth als erster aufdeckt. Aber ihnen fehlt der Flügelschlag eines Schmetterlings. Und den werden Sie – unser neuer Rekrut – übernehmen und ihren Nutzen für uns unter Beweiß stellen.” Das Kind machte eine Handbewegung “Und jetzt gehen sie. Nehmen sie einen Privatjet oder ein Fahrrad”
Die Unterhaltung war gelaufen und so verließ Ayumu ohne ein Wort zu sagen mit einer Verbeugung den Raum.

[TSW Chargeschichte] Gefunden?

Wenig später saß Ayumu wieder im Zug. Dieses Mal ging es nach Jonggak, denn dort in der Nähe sollte laut seinem Handy die besagte Adresse sein.
Er hasste die Zugfahrten im Moment, denn je länger er sich fragte was das denn alles soll, desto weniger Sinn machte es für ihn.
Warum wurde gerade er nach Seoul geschleppt? Wer sind diese Drachen? Und warum zeigen sie sich ihm nicht einfach sondern veranstalten so eine Schnitzeljagd. Ihm gefiel das alles nicht wirklich. Aber er hatte hier sowieso keine andere Chance und so spielte er eine Weile mit.
Soweit er das beurteilen konnte, fuhr er gerade einmal quer durch die Stadt. Zu Mindestens hörte er gerade ein „Central Station. Long Distance Services“ durch den Lautsprecher. Wenigstens konnte er englisch, denn mit dem Koreanisch was die meiste Zeit ertönte, konnte er wenig anfangen.
Sein Handy piepste. Diese App hatte sich seit der Ankunft schon öfters als sinnvoll erwiesen. So wusste er immerhin wo er die Ubahn verlassen musste.
Als er an die Oberfläche zurück kam wurde Ayumu erst einmal von Wolkenkratzern begrüßt.
Wie lange habe ich das schon nichtmehr gesehen? Ich bin scheinbar doch ein Großstadtmensch. Ich war viel zu lange in diesem Dorf. Der da vorne scheint sogar eine Aussichtsplattform zu haben? Ob man da…. Sein Magen knurrte nochmals Is ja gut. Mensch Mensch Mensch, wie kann man nur so einen nervigen Magen haben?
Widerwillig machte er sich also auf den Weg, dabei wollte er doch so gerne mal einen Überblick über diese Stadt bekommen.
Ayumu wunderte sich, denn als er um 3 Ecken lief war er schon wieder in einer sehr viel flacheren und ärmer wirkenden Gegend gelandet und gefühlte 10 Minuten später stand er also vor einem kleinen, sehr traditionell scheinendem Restaurant.
Viel schien ja noch nicht los zu sein also setzte er sich und wenig später drückte eine grinsende Bedienung eine Karte in die Hand. Sie redete wie ein Wasserfall, leider verstand Ayumu kein Wort und so sagte er nur. „Excuse me, I don’t understand a word, but I want to have a look at the menu first”
Sie schien zu verstehen da sie verbeugend von dannen zog. Ayumu blätterte derweil durch die Karte und war erleichtert, dass immerhin eine Auswahl an Speisen bebildert war und lies seinen Magen entscheiden.
Dieser entschied sich für eine Fischsuppe – soweit verriet es das Bild – und das bestellte Ayumu dann auch. Allerdings diesmal auf Japanisch, was die Kellnerin verwirrte allerdings zu verstehen schien.
Eine Gefühlte Ewigkeit später brachte die Kellnerin die Suppe und grinste breit als er sich direkt darüber hermachte.
Also, wenn der Rest von Seoul genauso gut ist wie die Küche, dann kann ich hier gut überleben. Oder liegt es nur daran, dass ich Hunger habe? Egal, jedenfalls ist das das Beste, was ich in letzter Zeit zwischen die Zähne bekommen habe.
Den überraschten Blicken der Kellnerin zufolge hatte Ayumu es wohl geschafft die Suppe in Rekordzeit zu verücken und er bekam schnell die Rechnung.
Nanu? Was ist das denn für ein Zettel? „Triff mich im Obergeschoss -ZM“ ZM? Schon wieder ein Rätsel? Jedenfalls habe ich jetzt einen vollen Magen.
Ayumu ging also zielsicher durch die „Staff only“ Tür und die Treppe hinauf. Dort folgte er einfach nur
seinem Gespür das ihm sagte „links, links, nochmal links“. Er klopfte und betrat das einladende Büro.
„Du hast mich also gefunden? Dauerte ja länger als erwartet“

[TSW Chargeschichte] Die Drachen

Ayumu schlängelte sich weiter durch die Gassen von Seoul. So ganz glauben wo er war konnte er noch nicht. Er wusste nur, dass er scheinbar 3 Tage durchgeschlafen hatte und war deswegen noch leicht desorientiert. Normalerweise konnte er sich kleine Gassen schnell einprägen, jetzt sah für ihn jede Gasse irgendwie gleich aus.
Nach einer Weile zog allerdings ein Kind mit gelbem Regencap die Aufmerksamkeit auf sich.
Es scheint als wollte es, dass ich ihm Folge. Es schaut mich schon länger über die Schulter hinweg an. Ob das etwas mit meinen „Entführern“ zu tun hat? Aber ein besseren Plan habe ich im Moment sowieso nicht.
Also schlängelte sich Ayumu dem Kind hinterher durch die Gassen bis zu einer Art Hinterhof auf dem das Kumiho Hotel stand. Das Kind betrat das Hotel und gin die Treppe hoch und Ayumu folgte ihm ohne groß darüber nachzudenken. Allerdings machte sich eine Unruhe in ihm breit. Er fühlte sich alles andere als wohl.
Nachdem er im 1. Stock des Hotels geradewegs in ein Zimmer ging, in das das Kind verschwand, wusste er auch wieso.
Ein voll tätowierter, knapp 1 Kopf größerer Mann stand plötzlich vor ihm und blickte ihn böse an. „Ich…ähm… Da war dieses…“ stammelte Ayumu.
„Alles klar, der gehört zu mir“ eine schwarhaarige Frau in einem Roten Kleid kam aus einem der hinteren Zimmer und nach diesem Satz gab der Mann die Tür frei.
„Komm doch herein, ich habe dich erwartet“
Ayumu folgte der Einladung und folgte ihr ins Schlafzimmer. Die Frau gab ihm zu verstehen er könne sich setzen und er folgte der Einladung.
„Ich kann mir denken, dass du viele Fragen hast. Ich kann es dir ansehen. Aber zuerst musst du lernen zu verstehen dass es mehr gibt, als du glaubst. Ich kann dir helfen zu verstehen, wenn du mich lässt“
„Ein Anfang wäre es, wenn du mir deinen Namen verraten würdest. Und warum ich hier bin.“
„Namen sind Schall und Rauch. Wir gehören alle zu den Drachen. Und du wurdest von uns gefunden. Du hast eine Gabe, etwas was dich einzigartig macht und von den Anderen abhebt. Alles passiert aus einem Grund und jedes noch so kleine Ereignis hat Konsequenzen. Manchmal absehbar und manchmal nicht. Dir werden Aufgaben gegeben, wo die Konsequenzen meistens nicht absehbar sind aber du wirst sie trotzdem erledigen. Das ist der Lauf der Dinge hier.“ Sie kniete sich vor Ayumu hin und schaute ihm ganz tief in die Augen. „Und jetzt lass mir dir zeigen was uns droht.“

Ayumu brummte der Schädel als er wieder zu sich kommt. Er blickte sich um und fand sich in dem Hotelzimmer wieder. Allerdings waren die Frau und ihre Wache verschwunden.
Das scheint hier in Korea so üblich zu sein das man einfach mal verschwindet. Und bei mir wird es wohl zur schlechten Angewohnheit dauernd das Bewusstsein zu verlieren. Wenigstens habe ich jetzt ein paar Schlagwörter bekommen. Vielleicht kann ich so ein bisschen mehr über diese „Drachen“ herausfinden.
Er schaute sich im Zimmer um und fand einen Briefumschlag auf dem sein Name stand. Als er den Brief öffnete kamen ihm direkt ein paar Münzen entgegen. Auf dem Brief selbst standen nur einige wenige Worte.
„Anbei ein Schlüssel für ein Schliesfach im Bahnhof „Donjak-gu“ . Die südkoreanischen Won sollten für eine Fahrt dorthin gut langen.“
Ayumu seufzte.
Wissen die eigentlich dass ich Schnitzeljagten noch nie wirklich mochte? Aber einfach mal alle Antworten zu bekommen ist ja viiiieeeelll zu einfach. Wenigstens ist es laut Google nicht sonderlich weit bis zur nächsten Metrostation. Also schauen wir mal was uns erwartet.

Wenig später saß Ayumu auch schon im Zug nach Donjak-gu. Laut seinem Handy geht es in Richtung des Appartements das er netterweise bekommen hat.
Ayumu schaute aus den dreckigen Fenstern des Zuges.

Das ist also Seoul. Ich hätte mir nie vorgestellt so schnell einmal hier zu landen. Moment mal. Warum konnte die Frau eigentlich so gut japanisch? Und wie kann ich mich im Normalfall verständigen? Ich sollte mir wohl über mittelfristig ein Wörterbuch und irgendein Koreanisch Crashkurs besorgen.
Aber dieser Traum…. Oder diese Vision die ich hatte während ich weggetreten war… Es muss irgendwo in Tokio gewesen sein. Die Schriftzeichen in der Ubahnstation waren japanisch. Außerdem glaube ich, dass ich in dieser Station schon einmal gewesen bin. Aber was waren das für komische Wesen? Und dieses komische Schwarze Zeug? Ich glaube langsam das auf jede Antwort mindestens 4 neue Fragen kommen.
Und was ist der Rat von Venice von dem die 3 Fremden da sprachen? Ich hoffe dass ich in diesem Schließfach mal mehr antworten als Fragen bekomme.

„Nächster Halt: Donjak-gu“
Ayumu verließ den Zug und stand nach kurzem Such vor dem besagten Schließfach. Der Schlüssel passte auch ohne Probleme.
In dem Schließfach war noch mehr Geld. Dem Wert nach waren es 1.000 Won, wie weit er damit kam konnte er allerdings noch nicht abschätzen. Außerdem fand er ienen weiteren Zettel mit Adresse sowie dem Satz: „Du bist doch sicher hungrig?“
Und wie als Antwort knurrte sein Magen demonstrativ. „Hast ja recht. Also gut, dann finden wir mal diese Adresse“

[TSW Chargeschichte] Willkommen in Seoul

Ayumu wurde langsam wach. Vorsichtig tastete er sich zum Lichtschalter vor… Oder besser gesagt zu der Stelle wo eigentlich ein Lichtschalter sein sollte. Das Problem war nur: Dort war kein Lichtschalter. Er schaute sich in seiner Wohnung um, aber sie war ihm fremd. Langsam merkte er, dass es gar nicht Seine war.
Was ist denn hier los? Wo bin ich? Und warum fühlt sich mein Kopf an als wäre er mit einem Presslufthammer bearbeitet worden? Das letzte an was ich mich erinnern kann war, dass ich…. Moment, klar, der Einsiedler. Wo ist er denn hin? Und warum bin ich plötzlich so müde geworden?
Ayumu schaute sich in dem Raum um. Es sah nicht viel anders aus als seine Wohnung in Nagato. Allerdings anders als die Hütte des Einsiedlers. Sein Blick streifte den Esstisch in der Mitte des Raumes. Darauf stand eine Thermokanne sowie ein Tetrapack mit Orangensaft und eine Tasse und ein Glas. Er erinnerte sich daran, dass ihm seine Mutter mal gesagt hatte, dass Orangensaft gut gegen Kopfschmerzen hilft und er schenkte sich ein Glas ein. Als er es trank merkte er erst, wie durstig er eigentlich war und vergaß in welcher Situation er war.
Ayumu setzte sich an den Tisch und schaute nach, was in der Thermoskanne war. Kaffee. Das kam ihm gerade recht. Er schenkte sich in das Glas Kaffee und nahm einen Schluck.
Ich dachte mir doch schon dass jemand, der so viel Geld bietet nur Ärger bringen kann. Aber nein, mein Freiheits- und Welteneroberungsdrang war mal wieder größer als meine Vernunft. Typisch ich.
Er nahm noch einen Schluck Kaffee.
Aber das bringt ja alles nichts. Jetzt heißt es erst einmal herausfinden wo ich bin und wie ich hier hergekommen bin. Soweit ich das beurteilen kann, scheine ich zumindest noch in Asien zu sein. Allerdings scheinen meine Kleider sowie meine Ausrüstung und meine Wertsachen weg zu sein.
Ayumu stand auf und schaute sich weiter um. Im Nebenraum war eine Dusche, die er allerdings ignorierte. In einem Schrank fand er einen Kung fu Anzug und dazu einen schwarzen Ledermantel. Zumindestens glaubte er das es ein Kung Fu Anzug war. Er hatte einmal in einem Buch über chinesische Kampfsportarten etwas ähnliches gesehen. Das war aber schon ziemlich lange her.
Da er ohnehin noch im Schlafanzug war, zog er sich um und stellte zu seiner Überraschung fest, dass alles passt wie angegossen.
Kaum war er umgezogen klingelte in der Manteltasche ein Handy. Er zog es heraus und sah eine neue Nachricht:
„ Ich hoffe ihre Ankunft in Seoul war kein allzu großer Schock für sie. Das Frühstück sollten Sie bereits gefunden haben und die Kleidung ebenfalls. Finden Sie uns“
SEOUL? Südkorea? Ayumu wäre beinahe sein Mobiltelefon aus der Hand gefallen. Aber die Nummer kenne ich. Sie gehört dieser Frau. Aber warum hat sie mich nach Seoul gebracht? Und wie soll ich sie ohne Informationen finden? Ich hasse es wenn ich nur eine Marionette bin und das Gefühl habe, nichts selbst in der Hand zu haben.
Aber eins ist mal sicher: Wenn ich nicht auf die Straße gehe, finde ich erst recht nichts und hey, ich wollte doch schon immer mal über den Ozean.
Seine Abenteuerlust wurde geweckt und er streifte sich den Mantel über. Ein bisschen ungewohnt, aber durchaus nicht schlecht! Und in der Tasche sind sogar die Wohnungsschlüssel.
Er verließ die Türe und fand sich in einer kleinen Seitengasse wieder. Es roch nach einer Mischung aus Soja und altem Fisch. Nachdem es auf der einen Seite nur zu noch mehr Hauseingängen führte, beschloss er in die andere Richtung loszugehen. Aber zuvor machte er noch mit seinem Handy ein Foto der Tür mit Geotag. Irgendwie musste er ja wieder herfinden.

[TSW Chargeschichte] Zusammenkunft

Ayumu schaute aus dem Bus hinaus auf die im Dauerregen liegende Küste Japans. Er war auf dem Weg nach Kinasan Island, weil er endlich das komische Tütchen loswerden wollte, das im die mysteriöse Frau in den Briefkasten geworfen hat.
Der Bus fuhr um die letzte Kurve und wiederwillig stieg Ayumu aus.
Warum regnet es eigentlich ausgerechnet heute? Die letzten 3 Wochen war doch auch strahlender Sonnenschein. Also, wie komme ich jetzt über die Meerenge?
Auf der Suche nach einer Möglichkeit auf die Insel zu kommen lief er den Strand entlang und wurde sogar fündig.
Wer lässt denn bitte hier ein Motorboot einfach so rumliegen? Naja, kommt mir ja gerade gelegen.
Ayumu lies das Boot zu Wasser und stieg leicht unbeholfen ein. Er hatte immer genug Abstand zum Wasser und war zum ersten Mal auf einem Schiff selbst am Steuer.
Allerdings entpuppte er sich als kleines Naturtalent und so war Ayumu bereits nach kurzer Zeit auf Kinasan angekommen.
So weit so gut. Jetzt gilt es ja nur noch einen Einsiedler zu finden. Das müsste doch machbar sein.
Er zog also – immer dem Gefühl nach – los und streifte durch die Vegetation die Größtenteils aus ihm unbekannten Bäumen und Sträucher bestand, aber stellenweise wirklich böse Dornen hatte. Dafür störte ihn der Regen immer weniger.
Nach etlichen Kratzer und nachdem seine Kleidung gefühlte 20 Kilo schwerer war hörte er endlich das Knistern eines Feuers.
Na endlich, wurde ja auch mal Zeit.
Ayumu trat auf eine Art Lichtung und ein älterer Mann begrüßte ihn mit einer tiefen Verbeugung.
„Ich habe euch erwartet Takai Matsuki. Aber kommt doch erst einmal herein.“
Leicht misstrauisch folgt Ayumu ihm in seine kleine Hütte.
„Ich kann verstehen, wenn ihr verwirrt seid, aber ihr werdet bald verstehen. Aber wo sind meine Manieren. Hier habt ihr ein paar trockene Kleider. Ich hole euch so lange einen heißen Tee.“, sprach er freundlich, reichte dabei Ayumu die trockene Kleidung und ging in ein Nebenzimmer.

Ayumu zog sich solange um. Die Kleider fühlten sich nicht billig an. Im Gegenteil sie waren ganz leicht und flauschig, aber trotzdem angenehm warm. Nach und nach merkte er, wie er immer müder wurde und suchte einen Platz um sich hinzusetzen. Er sah einen Sessel auf der anderen Seite und sah einen Kamin, der ihm vorher gar nicht aufgefallen war. Er schaffte es gerade noch auf den Sessel zu kommen und dann übermannte ihn die plötzliche Müdigkeit.

[TSW Chargeschichte] Nächtliche Unruhe

Ayumu lag auf seinem Bett und konnte – obwohl er erschöpft war – nicht schlafen. Er hatte heute einen für ihn persönlich besonders anstrengenden Auftrag durchgeführt. Es war zwar ein ganz normaler Eskortjob aber die Umstände machten ihn emotional belastend.
Er sollte den Bürgermeister bei seiner Stellungname zu den Korruptionsvorwürfen beschützen. Allerdings wären dieser Vorwürfe nie aufgekommen, hätte er nicht dem Sekretär auf einer der vorherigen Aufträgen Dokumente untergeschoben.
Ayumu war sehr froh, dass niemand einen Anschlag durchführen konnte, denn er war in Gedanken ganz wo anders: Bei seiner anderen Arbeitgeberin über die er so wenig wusste, die aber so gut für Kleinigkeiten bezahlte. Außerdem hatte er seit der kleinen Dokumentenaktion die ganze Zeit das Gefühl, dass ihn jemand beobachtete.
Ayumu blickte sich in seiner kleinen, provisorisch eingerichteten Schlafnische – Naja, es war eher eine kleine Matratze die durch einem Vorhang vom Rest des Wohnbereichs abgetrennt war – um und sein Blick traf den Beutel mit dem Briefumschlag.
Naja, schlafen kann ich sowieso nicht, also kann ich auch gleich den Brief lesen, immerhin ist auch schon fast eine Woche vergangen seit ich ihn habe.
Er tastete sich also zum Lichtschalter vor und schaltete das Licht an.
Verdammt, warum muss das Licht immer so hell sein nachts?
Mit noch zusammengekniffenen Augen griff er nach dem Brief und dem Beutel und legte ihn auf den Esstisch. Während er ein Glas Wasser trank gewöhnten sich seine Augen langsam an das Licht der Lampe.
Er setzte sich an den Tisch und öffnete den Brief.
„Bringe diesen Beutel zu einem weisen Mann auf Kinasan Island. Du wirst ihn schon finden, ansonsten habe ich mich in dir getäuscht.“ Er dreht ungläubig das Blatt Papier herum, aber auf der Rückseite stand auch nicht mehr.
Zur Ausnahme mal Informationen zu bekommen scheint wohl zu viel verlangt dachte sich Ayumu sarkastisch. Allerdings hatte irgendetwas an diesem geheimnisvollen Auftreten sein Interesse geweckt. Er nahm sich fest vor in den nächsten Tagen nach Kinkasan Island aufzubrechen. Aber im Moment war er viel zu müde dazu. Er schaltete noch das Licht aus und legte sich auf die Matratze. Im nächsten Moment war er schon eingeschlafen.

[TSW Chargeschichte] Gutbezahlte Stelle

Ayumu saß am Esstisch seiner kleinen und ziemlich heruntergekommenen Wohnung. Durch die milchigen Fenster schienen die letzen Strahlen der Abendsonne und tauchten die Wohnung in ein feuriges aber staubiges rot. Sie war nichts Besonderes aber es reichte zum schlafen und duschen und da er eh nicht oft zu Hause war legte er kein Wert auf eine besonders schöne Wohnung. Sie musste nur im Winter warm und trocken sein und genug Platz für eine kleine Küche, ein Badezimmer mit Dusche und einen Wohnbereich haben. Und genau das erfüllte sie. Zumal er sich eh nichts Besseres leisten konnte.
Ayumu stocherte in seinen gebratenen Nudeln die für alle anderen wohl sehr verführerisch nach Gemüse, Kokos, Sojasoße und Chilli rochen. Aber Ayumu war der Appetit vergangen. Er musste heute den Sekretär des Bürgermeisters von Nagato eskortieren und hatte ihm die Papierrolle untergeschoben und fühlte sich jetzt alles andere als Wohl in seiner Haut. Nicht zuletzt da er gar nicht wusste was er ihm da untergeschoben hatte.
Der Fernseher konnte ihn auch nur begrenzt von seiner Ungewissheit ablenken. Es lief ein Nachrichtensender. Allerdings wurde über nichts Interessantes berichtet. Ayumu aß doch ein paar Happen und bekam plötzlich Hunger als das Programm für eine Sondermeldung unterbrochen wurde:
„Wir unterbrechen unser Programm für eine Eilmeldung. Wie uns gerade ein Mitglied der Opposition mitteilte habe man beim Sekretär des Bürgermeisters von Nagato Hinweise gefunden dass die Koalition von Fischfangfirmen und mehreren multinationalen Konzernen aus der Import und Exportbranche geschmiert worden ist. Wieso der Sekretär diese Hinweise bei sich trug und…“
DAS stand also auf den Dokumenten. Ayumu hatte den Fernseher ausgeschalten. Der Appetit ist ihm gerade vollends vergangen. Also habe ich heute dafür gesorgt, dass dem Bürgermeister Korruption vorgeworfen wird. Aber was hat diese mysteriöse Frau davon? Und woher hatte sie die Dokumente? Und was beinahe das wichtigste ist: Wie bekomme ich meine Bezahlung? Ich habe ja keinerlei Kontaktmöglichkeit….
Sein Handy – Eine Bezahlung für einen der vorherigen Aufträge – holte ihn aus seinen Gedanken. Die Nummer kam aus dem Ausland.
„Ja?“ meldete sich Ayumu unpersönlich wie er es sich bei Fremden und Unbekannten angewöhnt hatte.
„Du hast den Auftrag zu unserer Zufriedenheit ausgeführt“ hörte er die Stimme der Frau am anderen Ende der Verbindung.
Das Timing beherrscht sie ja wunderbar.
„Wie bekomme ich die Bezahlung? Und was noch wichtiger ist: Wer sind Sie wen meinen Sie mit uns und woher haben Sie die Dokumente?“ Ayumu wollte endlich Antworten und hoffte sich diese verdient zu haben. Er hatte keine Lust heimlich für die Jakuza zu arbeiten ohne es zu wissen.
„Die Bezahlung liegt in deinem Briefkasten zusammen mit einem weiteren Auftrag. Alles weiter musst du nicht wissen“ entgegnete sie kalt und legte auf.
Verdammt, warum komme eigentlich immer ich an solche Leute?
Dachte er sich während er den Briefkasten öffnete. Darin befand sich ein Briefumschlag mit einem Beutel, welcher wohl Teil des nächsten Auftrags war.
DAS muss ein Traum sein. An wen bin ich da gekommen? Im Briefumschlag waren außerdem 20000 Yen(= ~180 Euro) Na immerhin habe ich diesen Monat keine Geldprobleme.

[TSW Chargeschichte] Flashbacks

Auf der Halbinsel bei Nagato befand sich ein kleinerer Berg. Auf Diesen führt nur ein kleiner Feldweg welcher zu einer kleinen Wiese führte auf der Ayumu mit einer Flasche Umeshu in der einen Hand und einer Sushi-to-go Tüte in der Anderen stand.
Es ist nun schon 3 Tage her seit er diese mysteriöse Frau getroffen hatte, allerdings ging ihm das Treffen nicht aus dem Kopf. Ayumu erhoffte sich hier einen klaren Kopf zu bekommen allerdings war es heute sehr schwül und irgendwie erdrückend.
Vielleicht war es ja nur ein Traum? Vielleicht ist dieses Treffen nie geschehen?
Er griff prüfend in die Tasche seiner Hose. Seine Hände umfassten das Papierröllchen.
VERDAMMT! Es ist da, also musste das Treffen stattgefunden haben. Aber ich kann doch nicht…
Ein Knurren lies Ayumu aus den Gedanken kommen „Ist ja gut.“ Sagte er mit Blick auf seinen Bauch. „Vielleicht komme ich ja mit vollem Magen zu einer Entscheidung“
Während Ayumu das Sushi to go aß und den Schiffen zusah wurde er zunehmen nachdenklich. Vielleicht kam das aber auch von dem Umeshu mit dem er jedes Sushiröllchen nachspülte.
Wenn dieses Treffen wirklich stattgefunden hat, dann heißt es, dass ich einfach nur meinem nächsten Klienten am Montag dieses Dokument zuschieben muss und dann meine Träume verwirklichen kann. Aber kann ich dieser Fremden Glauben schenken und vertrauen?
Er nahm noch einmal einen Schluck Umeshu. Er möchte den süßlichen aber doch leichten Geschmack der Ume. Gleichzeitig ließ er die Welt ein Stückchen leichter erscheinen.
Vertrauen…. Vertraut habe ich das letzte Mal meiner Familie entgegen gebracht. Und jetzt? Jetzt sind sie wahrscheinlich alle Tod. Ich habe Unheil über sie gebracht. Aber vielleicht sind sie ja selbst daran Schuld? Hätten sie mir nicht sagen sollen was mit mir los ist? Nein, das mache ich mir zu einfach…. Ich trage allein die Schuld. Ich hätte mich beherrschen müssen.
Ayumu nahm –voll in Gedanken versunken- noch einen Schluck aus der Flasche.
Ich weiß schon gar nichtmehr wegen was wir uns gezankt haben. Es war mein15. Geburtstag .Es sollte doch alles so toll werden. Sakura und Kaito sind doch extra nach Tokio gekommen. Aber an dem Abend… Ich erinnere mich nur noch an die Hitze die plötzlich aufstieg. An Sakuras Augen die mich plötzlich verängstigt anschauten. Dann an den Geruch von angesengten Haaren. Danach an die Explosion. Kreischen von Sakura. Dieses Angst erfüllte hysterische Kreischen. Dann sah ich überall Flammen, aber sie fühlten sich nicht heiß an. Ich rannte instinktiv aus dem Haus und in Richtung der UBahn. Es fing damals an zu regnen aber das nahm ich nur am Rande war. Genauso wie die Leuchtreklame überall in Shinjuku. Die Sirenen der Polizei und der Feuerwehr die an mir vorbeirasten. Ich sprang über die Absperrung und stieg in die nächste Ubahn. Ich stieg damals an der Endhaltestelle aus. Tränenüberströmt. Aber das störte keinen der Menschen. Ich nahm sie sowieso nicht war. Ich wusste in dem Moment nur, dass ich jetzt ganz allein war und das ich nie wieder zurück könnte. Also rannte ich Richtung Wald. Dort fand ich in der „Höhle“ mein erstes längeres Messer und übte seitdem, wie ich mit Klingen umgehe. Das ist wahrscheinlich auch der Grund warum ich im Personenschutz mein Geld verdiene.
Die Umeshu Flasche war inzwischen dreiviertels leer und aus dem Abendrot ist eine sternklare Nacht geworden. Ayumu legte sich auf den Rücken und beobachtete den Sternenhimmel.
Kaito…Sakura… Wenn ihr jetzt hier wärt, was würdet ihr tun? …. Hm?….
Genau in diesem Moment leuchtete einer der Sterne auf und er wusste was zu tun war. Er musste alles dafür tun seine Träume zu verwirklichen. Das war er ihnen Schuldig, weil er ihnen die Chance nahm ihre Träume zu verwirklichen.