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Was passiert muss eigentlich passieren, dass ein Zug den Bahnhof verlassen kann?

Servus, Moin und einen schönen guten Tag,

es freut mich das du den Weg zu diesem Blog gefunden hast 🙂 In Bezug auf den Artikel der Süddeutschen Zeitung vom 3.11.2016 (http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/deutsche-bahn-zugtueren-schliessen-bald-sekunden-frueher-im-dienste-der-puenktlichkeit-1.3233167) und dem daraus resultierenden Kommentarsturm auf Facebook der mir zeigte, dass wohl die wenigsten wirkliche Ahnung vom Bahnbetrieb haben, möchte ich euch hiermit die Grundzüge des „Zug abfahrens“ (oder wie es im Bahndeutsch heißt „Abfertigen“ näher bringen)

Als Erstes sei erwähnt, das ich es echt nicht verstehe wie sich Leute über 20 Sekunden aufregen können. Vor allem beginnt NUR der Fernverkehr das Abfertigungsverfahren 20 Sekunden früher. Die S-Bahnen, DB Regio und die Privatbahnen bleiben von dieser Regelung also unberührt. Das dürfte schon mit der Befürchtung der Leute aufräumen, wie es ist, wenn jemand länger zum Einsteigen braucht oder aber der Zug nur 30 Sekunden am Bahnsteig hält. Denn der Fernverkehr steht mindestens 2 Minuten planmäßig in den Bahnhöfen.

Als Zweites muss man sich vor Augen führen, dass dies nicht heißt, dass der Zug auf Biegen und Brechen 20 Sekunden früher abfährt, sondern der Zugchef lediglich 20 Sekunden früher damit beginnen kann den Zug abzufertigen. Allerdings muss der Zug vorher natürlich Abfahrbereit sein.

Abfahrbereit? Was heißt das denn schon wieder?

Ein Zug ist Abfahrbereit, wenn die Abfahrtszeit gekommen ist, dass Personal vollständig am Zug ist (Lokführer und die Mindestbesetzung), wenn der Be- und Entladevorgang am Speisewagen abgeschlossen ist, der Zug fahrbereit ist UND der Ein- und Austiegsvorgang beendet ist. Gerade der letzte Absatz sollte also mit der Aussage aufräumen, dass die DB die Fahrgäste nichtmehr mitnehmen möchte. Denn wenn eine Menge Fahrgäste ein und Aussteigen, so muss der Zugführer auch weiterhin warten, bis alle Fahrgäste Ein- und Ausgestiegen sind. Auch wartet der Zugführer weiterhin auf Anschlüsse, wenn die Verkehrsleitung dies anordnet. Und auch die Zugbegleiter warten natürlich weiterhin, wenn wir sehen, dass Fahrgäste angerannt kommen.

Aber was ändert sich denn jetzt eigentlich genau?
Dies möchte ich euch am Beispiel der ICE Abfertigung erklären. Der Einfachheit geschuldet ist T die Abfahrtszeit.
Das Abfertigungsverfahren der DB Fernverkehr AG für ICE Züge ist in 3 Phasen unterteilt und Phase 1 beginnt T-45 Sekunden. In Phase 1 wird die Bandansage ( „Meine Damen und Herren an Gleis XY bitte steigen Sie ein. Die Türen schließen automatisch, Vorsicht bei der Abfahrt des Zuges.“) Außerdem betätigen die Zugbegleiter spätestens jetzt die Notentriegelung (Der Pfeifton) um sicher zu gehen, dass ihre Türe offen bleibt. Phase 1 hat übrigens vorher t-30 Sekunden begonnen. Effektiv sind es also lediglich 15 Sekunden die wir früher anfangen.

Kommen wir nun zu Phase 2 diese sollte t-30 Sekunden beginnen. Der Zugführer gibt hier einen Achtungspfiff und bedient die Türschließeinrichtung. Alle Türen, bis auf die der Zugbegleiter laufen zu. Hier besteht jetzt noch die Möglichkeit in letzter Sekunde zu einer Tür eines Zugbegleiters in den Zug zu kommen. Kleiner Hinweis am Rande: An Kopfbahnhöfen steht ein Zugbegleiter immer in der Nähe des Prellbocks und somit in der Nähe des Querbahnsteiges. Sollte der Zugbegleiter auch hier sehen, dass noch jemand angerannt kommt, so hat er hier noch die Möglichkeit diese Person abzuwarten.
Wohlgemerkt sind wir jetzt in Phase 3 bei T-15 Sekunden. Also hat man bis 15 Sekunden vor Abfahrtszeit die Möglichkeit in den Zug einzusteigen. Hier sei nochmal ausdrücklich erwähnt: ABFAHRTSZEIT nicht LETZTE MÖGLICHE EINSTIEGSZEIT. Im Flieger oder Schiff kommt man ja auch nicht bis zuletzt noch rein.
In der letzten Phase heben die Zugbegleiter letztlich die Orangefarbenen Scheiben. Das zeigt dem Zugchef „Hey, mein Bereich ist fertig. Wenn die anderen auch fertig sind können wir los“ Sobald der Zugchef den Arm hebt und die Fertigmeldung quittiert und zu diesem Zeitpunkt sind wir Zugbegleiter verpflichtet einzusteigen und die Türen zu schließen egal was kommt. Das hat den Hintergrund das zu diesem Zeitpunkt schon der Fahrweg steht, der Lokführer in den Startlöchern steht und wir mit jeder Sekunde, die wir länger stehen eventuell andere Züge ausbremsen. Gerade in Knoten wie Frankfurt am Main oder aber Köln HBF kann das ganz schnell den ganzen Fahrplan durcheinanderwürfeln.

Wieso können die 5 Sekunden, die ich brauche um noch zuzusteigen den ganzen Fahrplan durcheinanderwürfeln?
5 Sekunden wirken nicht viel, aber nehmen wir uns mal den Frankfurter HBF zur Brust. Hier ist die Zugtaktung so eng, dass die Züge stellenweiße sogar auf Einfahrt warten müssen, wenn jeder Zug auf die Sekunde abfährt. Das Problem, wenn ein Zug später abfährt ist, dass andere Züge, die eigentlich den Fahrweg des Zuges vor dem Bahnhof kreuzen, dadurch vor einem roten Signal zum Halten kommen. Denn: 5 Sekunden später reinspringen heißt 5-7 Sekunden spätere Fertigmelden heißt der Zug kommt 10-15 Sekunden später zum Anrollen.

Nun ist der Fahrweg vom Weichenbereich knapp 1-2km lang. Da braucht der ICE eine Weile um drüber zu rollen. Und der Fahrweg für den anderen Zug muss dann ja auch erstmal umgestellt werden, was auch wieder dauert. Der Brems und Beschleunigungsvorgang bedeutet hier gut mal eine Verzögerung von 2-3 Minuten die der andere Zug braucht um in den Bahnhof zu fahren. Dort muss er dann ggf. einen anderen Zug vorlassen oder aber Bremst einen sonst pünktlichen Zug aus und dieser hat dann gut und gerne mal 5-6 Minuten Verspätung.
Oder der andere Zug war ein ICE, da dieser später rein ist wurde der Regionalzug vorgelassen. Dieser bremst den ICE jetzt zwischen Frankfurt und Aschaffenburg aus. Dadurch hat der ICE nun eine Verspätung von 10 Minuten.

Aber wieso Lässt man dann den Regionalzug nicht einfach die 4 Minuten warten? Da ist doch der Fahrdienstleiter dann schuld!

Eben nicht. Es gibt auch für den Schienenverkehr ein Antidiskriminierungsgesetz. Das heißt das jeder Zug, egal ob Hochgeschwindigkeitszug, Regionalzüge (DB und auch private) oder auch Güterzüge. Das heißt, dass der Fahrdienstleiter den Güterzug vor den ICE setzen MUSS, wenn dieser die gleiche Trasse gebucht hat.
Tut er dies nicht, dann steht die passende Bundesagentur vor der Tür und der Fahrdienstleiter darf sich rechtfertigen. Und ob man es glaubt oder nicht, die Aussage: „Der ICE ist eben schneller!“ gilt hier nicht. Deswegen hat man auch regelmäßig in Fernzügen Nahverkehrszüge vor der Nase.

„Als würde das viel bringen. Meistens sind ja technische Störungen am Zug, an der Strecke oder Personen im Gleis Schuld“
Das ist vollkommen richtig. Allerdings muss man ja irgendwo anfangen. Außerdem kann man solche kleinen Dinge sofort Dinge sofort ändern. Technische Störungen an der Strecke wie Weichenstörungen, Oberleitungsstörungen und Signalstörungen kann man nicht einfach von jetzt auf gleich beheben. Deswegen wurden viele kleine Dinge im täglichen Betrieb geändert. Viel was nicht gemerkt wurde. Und selbst diese 20 Sekunden wären wohl nie aufgefallen wenn die Süddeutsche darüber berichtet hätte.
Und mal ganz im ernst. Die Deutsche Bahn kann ja wohl kaum was dafür wenn jemand meint im Gleisbereich spazieren zu gehen.

„Scheiß Deutsche Bahn, die SNCF löst das VIEL besser! Aber hier muss ja gleich 20 Sekunden früher die Tür geschlossen werden1111!!!!!“

Auch diese Kommentare habe ich auf Facebook gelesen und aller Professionalität zum Trotz: Leute, wisst ihr wie in Frankreich abgefahren wird?
3-4 Minuten (!) früher die Türen zu und der Bahnsteigzugang wird 2 Minuten vorher gesperrt. MiNUTEN. Keine 20 SEKUNDEN. Klar, besser wäre es wohl…. Aber da würde hier ja total Amok gelaufen. Das kannst nicht bringen 😀

Ich zitiere hier mal von Facebook: „Sehr fahrgastfreundlich, wenn eine alte Dame oder ein Rollstuhlfahrer mal länger zum Einsteigen braucht… DB, ihr habt doch nicht mehr alle Nägel am Gleis“

Vorneweg: Ob Gleise genagelt werden weiß ich nicht. Aber ich bin der Meinung die werden verschraubt 😀 Zum eigentlichen Thema: Das Abfertigungsverfahren wird nur im Fernverkehr der DB verwendet. DIESER hat immer mindestens 2 Zugbegleiter am Zug. Diese dürfen das Abfertigungsverfahren erst einleiten, wenn der Zug Abfahrbereit ist. Das heißt wenn alle im Zug sind die rein möchten. Rollstuhlfahrer müssen im Fernverkehr sowieso angemeldet sein und sich knapp 20 Minuten spätestens aber 10 Minuten vorher bei dem Servicepersonal melden. Folglich stört es die nicht viel. Die ältere Dame wird meistens auch zeitnah am Bahnsteig sein. Die stört es meistens auch nicht. Es gibt dem Chef NUR die Möglichkeit, zeitig loszufahren. Dies wird aber nicht auf biegen und brechen durchgesetzt.

Abschließend möchte ich mal eine Frage in den Raum werfen: Wer hat den gemerkt, dass dieses Verfahren schon seit Mitte des Jahres in Hannover, Frankfurt am Main und München HBF getestet wird?

Wenn ich schätzen müsste würde ich sagen: Fast niemand. Außer das die Pünktlichkeitswerte deutlich besser geworden sind.
Aber gut. Jetzt hat eine Zeitung darüber berichtet, da muss es ja was schlechtes/ein riesen Ding sein. Klar, macht Sinn…. NICHT

Auf dem Dach der Welt

Oder zumindestens der höchste Punkt Deutschlands. Was ich hier glaube ich noch nicht erwähnt habe: Ich bin kein Freund von Höhen. Trotzdem ist das erste was ich in einer neuen Stadt mache: Den höchsten mir erreichbaren Punkt suchen, erklimmen und sich erstmal einen Eindruck von der Lage machen. D.H. interessante Orte ausfindig machen, schauen welche Sehenswürdigkeiten lohnenswert aussehen und welche Parks/Plätze es „Wert“ zu sein scheinen angeschaut zu werden. Meistens mache ich das in Videospielen lustigerweiße ganz genauso: Erst Lage peilen und dann erst drauf los.

Dieses Vorgehen sorgt auch dafür, das ich mittlerweile bis zu 300/400 Meter hohe „Hügel“ oder Hochhäuser ohne Probleme wegstecke. Trotz alledem habe ich, seit ich vor knapp 3 Jahren in Garmisch-Partenkirchen (an der Deutsch-Österreichischen Grenze) war, den Wunsch einmal auf der Zugspitze oben zu sein und ein Foto mit dem Gipfelkreuz gemacht zu haben. Klar, Höhenangst verträgt sich sicher super mit 2950 Metern. Logische Herzenswünsche haben kann ich jedenfalls 😀

Gondelstation Eibsee mit Blick auf die Zugspitze
Gondelstation Eibsee mit Blick auf die Zugspitze

Wer das Bild herzoomt sieht übrigens ganz oben 2-3 Kräne, das ist der Gipfel der Zugspitze und gleichzeitig die Bergstation. Von da unten sieht das Ganze eigentlich noch relativ harmlos aus. Was dann folgte waren die… mit Abstand krassesten 7 Minuten meines Lebens. So ab dem ersten Masten hat man dann langsam realisiert in welchen Höhe man da mehr oder weniger frei hochschwebt und vor allem in was für einer kleinen Sardinendose.

Gondel von der Talstation zur Zugspitze
Gondel von der Talstation zur Zugspitze
Blick Bergstation zu Talstation
Blick Bergstation zu Talstation

Sieht eigentlich gar nicht so schlimm aus hat sich allerdings extrem krass angefühlt 😉

Der Blick oder besser gesagt die Atmosphäre war es allerdings sowas von Wert. Nebenbei hat die „Rundfahrtkarte“ auch einfach mal eben 61 Euro mit An- und Abfahrt von München aus mit DB Regio.
Allerdings konnte ich die Aussicht die ersten knapp 40 Minuten nicht genießen konnte einfach weil die Höhe doch ne Nummer zu extrem war. Aber wie ich unten schon gesagt habe und von den Hochhäusern her wusste: Ich gewöhne mich daran und hab dann doch noch meinen Spaß. Nur hat das bei Hochhäusern auf knapp 190 Metern Höhe nur 5 Minuten gedauert, aber ich denke einfach mal das liegt in der Natur der Sache das man in der 10x Höhe auch die 10x Zeit braucht um sich daran zu gewöhnen (Warum 10x? Nuja, von 1300 Meter über Meer auf 2900 Meter über Meer sind knapp 1600 Meter)

Nach den 40 Minuten mehr oder weniger durchgehend 3-4 Meter Abstand vom Rand halten und wenns nicht anders geht an der Begleitung festhalten hat man es dann langsam aber sicher auch mal gewagt an die Geländer zu treten und den Blick in die Ferne – aber nie nach unten – schweifen zu lassen. Und was man da gesehen hat war unglaublich majestätisch.

Der fast komplett abgeschmolzene Gletscher der Zugspitze (Deutschlands einziger Gletscher)
Der fast komplett abgeschmolzene Gletscher der Zugspitze (Deutschlands einziger Gletscher)
Der fast komplett abgeschmolzene Gletscher der Zugspitze (Deutschlands einziger Gletscher)
Der fast komplett abgeschmolzene Gletscher der Zugspitze (Deutschlands einziger Gletscher)
Blick von der Aussichtsplattform richtung Inntal und Italien
Blick von der Aussichtsplattform richtung Inntal und Italien
Blick von der Aussichtsplatform in Richtung Alpen/Österreich
Blick von der Aussichtsplatform in Richtung Alpen/Österreich
Blick von der Gipfelaussichtsplattform in Richtung Reute in Tirol und (hinter der Bergkette) Deutschland
Blick von der Gipfelaussichtsplattform in Richtung Reute in Tirol und (hinter der Bergkette) Deutschland

Das sind die erhabenen Momente im Leben wo man in ungefähr der Riehenfolge denkt: „Die Menschen haben doch ne Meise“ „Beachtlich was die Menschheit 1960 schon in der Lage war eine Seilbahn auf diese Höhe zu bauen.“ „Eigentlich ist unsere Existenz doch absolut klein und bedeutungslos. Noch lange nachdem alles von Menschen geschaffene verfallen ist, werden diese majestätischen Berge bestehen und wie Riesen über das Flachland wachen“

Hätte man mir übrigens vor 7 Jahren gesagt, das ich mal oberhalb der Vegetationsgrenze komme, dann hätte ich den jemand ausgelacht und gesagt „Hey, ich komm nicht mal auf 4 Meter. Wie soll ich dann auf 2600+ kommen?“ Tja, dass ich immernoch dieses mulmige Gefühl nachts habe mit der Gondel zu fallen/von der Aussichtsplattform runter das musste ja wohl sein. So eine leichte PTBS ist ja immer mal ganz fein 😉 (Bitte den Satz nicht ernst nehmen. mit PTBS ist nicht zu spaßen, ist mir vollkommen klar. Ich finde nur kein besseres Wort dafür).

Übrigens: Vegetation gibts da oben nicht. Dafür total geniale Vögel:

"NOM NOM NOM Lecker Brot" "Ey, was glotzt denn so, gibts da was umsonst" So oder so ähnlich könnte die Unterhaltung zwischen den Vögeln abgelaufen sein
„NOM NOM NOM Lecker Brot“ „Ey, was glotzt denn so, gibts da was umsonst“ So oder so ähnlich könnte die Unterhaltung zwischen den Vögeln abgelaufen sein

Vogel auf Zugspitze

Vogel auf zugspitze

Leider, oder zum Glück, sind gegen Mittag dann Wolken aufgezogen was eine total geniale Stimmung erzeugt hat da sich die Wolken dann um die Bergketten herum geschleust haben.

Zugspitzgletscher mit Wolekn
Zugspitzgletscher mit Wolekn
Wolken schlängeln sich über den Berggipfel der Zugspitze
Wolken schlängeln sich über den Berggipfel der Zugspitze
Wolken schlängeln sich über den Berggipfel der Zugspitze
Wolken schlängeln sich über den Berggipfel der Zugspitze

Achso: Mein Foto vom Gipfelkreuz habe ich natürlich auch bekommen:

Die Gipfelsonne sollte man übrigens nicht unterschätzen
Die Gipfelsonne sollte man übrigens nicht unterschätzen

Die Rückfahrt ging dann einmal auf „gewohntem“ Wege (Nämlich der Schiene) durch einen knapp 4km langen Tunnel nach unten zum Eibsee.

Oberes Tunnelportal der Zahnradbahn
Oberes Tunnelportal der Zahnradbahn
Die Zahnradbahn fährt in den Gipfelbahnhof ein
Die Zahnradbahn fährt in den Gipfelbahnhof ein

Wenn ihr noch mehr Fotos sehen wollt schreibt es einfach in die Kommentare oder lasst mir eine Mail da 😉

Gamescom ’16 und Dies&Das

Hallo zusammen,

klasse, regelmäßig wollte ich schreiben, knapp 2 Monate ist es nun her. Klappt ja gut mit dem Regelmäßig schreiben. Auf der anderen Seite trifft sich das auch ganz gut da mir der Juli irgendwie komplett in der Erinnerung fehlt. Zack Zack, Juni rum und August da. Vor allem die GamesCom da. Eigentlich hatte ich mich richtig drauf gefreut, da ich das letzte Mal auf der letzten Games Convention in Leipzig war. Damals übrigens saugeil, man konnte mit den Entwicklern quatschen bisschen Spiele ausprobieren und hat an den Ständen noch Sach und Fachkundige Antworten bekommen. Dazu jedoch später mehr.
So, GamesCom in Köln (Einer meiner Lieblingsstädte in Deutschland. Der Dom, Der Rhein, einfach super 😀 ) allerdings war ich in Düsseldorf untergebracht (Kölner und Düsseldorfer bitte jetzt folgenden Absatz NICHT LESEN. ALSO WIRKLICH NICHT).
Am Mittwoch vor der GamesCom dann also in Düsseldorf im Ibis eingecheckt und wie immer das übliche konfortable Zimmer vorgefunden. Wer mal ein einigermaßen Preiswertes Hotelzimmer sucht dem kann ich das Ibis sowieso nur empfehlen. Jedenfalls schluss mit der Schleichwerbung und hin zu dem eigentlichen Thema: Düsseldorf hat nämlich echt schöne Flecken. Oder der Rhein macht einfach alles besser, wie dem auch sei ich war echt SUPER überrascht wie schön Düsseldorf eigentlich ist. Und hey, in 20 Minuten ist man in Köln und hat direkt am HBF noch kurz vor der Messe ein Hotelzimmer für 60 Euro die Nacht inklusive Frühstück :p Sorry für den Sidekick, aber der musste sein.

Also los ging es dann am nächsten Tag mit der Gamescom. Übrigens 1h früher als alle anderen (gegen 20-30 Euro Aufpreis). So fühlt sich also die Presse und die Fachbesucher 😀

Hello from the other side
Hello from the other side

Joa, mein erster Eindruck: Angenehm weitläufig aber irgendwie verdammt wenig Aussteller. In der einen Halle EA, die nächste ist größtenteils Ubisoft, eine Andere teilen sich Blizzard und Sony. Irgendwie recht überschaubar. Aber naja, das heißt ja nichts. Jedenfalls ganz entspannt mal für Final Fantasy XV angestellt und nach nur 1:30h auch zum 30 Minuten zocken gekommen. Umgehauen hat mich das leider nicht. Schlecht wars aber auch nicht. Insofern wird das glaube ich auch gekauft wenn mal ein Gaming Loch entsteht. Was mich übrigens total gefasht hat war das PS4VR (Playstation VR) von Sony. Wie ich finde ein super geiles Teil das aufjeden gekauft wird. Ich hab mich selten so IN einem Spiel gefühlt wie da. Total krass 😀 Ich freu mich was die Zukunft noch bringt. Habe aber auch ganz klar Angst davor. Denn je besser die VR wird, desto eher verliere ich mich natürlich darin. Und wenn das VR Zeug dann massentauglich ist, dann verschwiende ich wohl komplett von der Realität. Ich freue mich ja schon auf das erste MMO-VR-RPG. Mal schauen wo das ganze noch hinführt. Ist auf jeden schon sehr geil.

Allgemein zur Messe kann ich aber sagen: Die Entertainment Area ist genau das, was im Name steckt. Nur zur Unterhaltung. Nicht aber das, was für mich die Games Convention damals war und auch nicht das was eine Messe für mich ist. Schade eigentlich. Vielleicht war ich alles in allem deswegen ja von der Messe entäuscht obwohl sie viele echt geil fanden.
Das was für mich eine Messe ausmacht ist allerdings nur im Fachbesucherbereich abgelaufen: Meet&Greet mit Entwicklern, neue Titel und interessante Gimmicks auch mal entspannt antesten und mit aktzeptablen Wartezeiten ( Nein, Fucking 4+h ist NICHT Aktzeptabel). Aber ich musss sagen, South Park mit der Nosulus Rift war echt super eklig aber super geil 😀 Nichts was man jeden Tag machen will aber aufjedenfall ein super Messeerlebnis. Gab es leider nur im Fachbesucherbereich. Und normalerweiße kommt man da ja nicht rein. Danke hier an die Security die stellenweiße ein paar Augen zugedrückt hat 😀 Den Entertainment bereich fand ich irgendwie… Allein ziemlich lahm? Muss ich sagen… Sorry GamesCom. Irgendwie solltet ihr euch ja nichtmehr als Messe sondern als „Gaming Social Event“ umbenennen? Das hätte mir dann vielleicht eine Enttäuschung erspart. In einer Gruppe oder aber zu zweit (Samstag und Sonntag) hat das ganze echt ne Menge Spaß gemacht. Auch wenn man da nicht sonderlich viel von der Messe an sich gesehen hat. Aber wie gesagt: Leute mal wieder (oder auch das erste Mal) zu treffen war super geil. Hätte aber auch ohne die GamesCom funtioniert. Also alles in allem: Mit Kumpels wohl ne super Sache, nur leider hat das ganze im Entertainment Area recht wenig mit Messe zu tun (Kaum Entwickler da oder Mitarbeiter mit Fachkenntnis. Schade).

Tja, neben meinen Füßen hat meine geistige Gesundheit leider auch gelitten. Oder ich habe etwas neues über mich gelernt… Tja, lief auch in letzter Zeit viel zu stabil mit meiner Psyche, also warum auch nicht mal wieder ein Durchhänger. Ich mein, das ist doch immer so oder? Wenn es zu lange gut läuft muss man regelmäßig einen Dämpfer bekommen. In meinem Fall: Knapp 2-3 Tage komplette emotionale Leere… Was aufgefallen ist (oder was ich glaube das mir dadurch und auch während der GamesCom schon aufgefallen ist) ich habe selbst absolut kein (Oder ein sehr verkümmertes) Gefühlsleben. Eigentlich bin ich – gerade bei positiven Gefühlen – nur in der Lage Gefühle von anderen zu spiegeln. Klingt krank? Jaaa, irgendwie liest es sich deutlich abartiger als es in meinem Kopf noch klang. Aber das erklärt einiges. Weshalb ich z.B. Menschen mit negativer Einstellung ganz krass meide. Beziehungsweiße warum ich immer im Familienkreis stark am emotionalen Wanken bin. Das erklärt auch warum ich drauf aus bin das Menschen in meinem Umfeld gute Laune haben. Einfach weil ich die Laune brauche um selber gute Laune zu haben. Anscheinend trifft das aber nicht nur auf Launen zu sondern auch auf Interessen. Schon allein deshalb von ich wohl – bis auf wenige Charakterzüge und Interessen – so unglaublich wandelbar. Eine Weile lang dachte ich das sei einfach nur eine Fähigkeit. Mittlerweile glaube ich, dass da mehr ist. Aber wie dem auch sei…. Das gehört hier eigentlich nicht so öffentlich ins Netz. Nur stellt sich halt für mich die Frage: Mehr oder weniger sozialen Kontakt?

Über die Stressmentalität der Deutschen

Es gibt eine Menge Dinge die ich nicht verstehe. Das ist ja auch der beste Anfang für einen Blogeintrag und wohl generell eines der besten Eingeständnisse, die man sich selbst machen kann. Eigentlich urteile ich auch nicht über Menschen, denn ich bin der Meinung das hier jeder selbst wissen sollte wie er was Handhaben möchte und was für ihn gut ist. Auch wollte ich hier nicht sonderlich viel über die Arbeit schreiben. Falls das mal ein Vorgesetzter findet, sollte man ja nicht unbedingt allzu viele Datenschutzverstöße feststellen. Allerdings geht es hier eigentlich auch weniger um die Arbeit als mehr um die Mentalität der Menschen im Allgemeinen. Also lets go:

Die Deutschen sind ein komisches Völkchen. Viele von ihnen beschweren sich, dass die heutige Gesellschaft so stressig und kurzatmig und generell immer mehr auf Leistung orientiert zu sein.
Mich hat das zwar auch gestört, aber zu Anfang dachte ich „Das muss eben so, so ist die Gesellschaft halt. Da muss man jetzt halt mithalten.“ Das lag zum einen daran, dass ich es von meiner Familie nicht anders gewöhnt bin (Da herrscht die Meinung vor, dass man am Besten alles schon Gestern erledigt hat) als auch von meinem damaligen Beruf (Ausbildung bei Station&Service) zusammen. Denn da möchten die Reisenden auch ihre Anliegen schon bearbeitet haben, bevor sie es ausgesprochen haben. Allerdings waren auch regelmäßig entspanntere Reisende da. Meist Touristen aus der Tschechischen Republik, aus arabischen Ländern, den USA aber auch zum Beispiel aus Spanien, Österreich und Schweiz. Da habe ich mir aber gedacht „Naja, liegt ja daran, dass sie auf Urlaub sind. Da wäre ich auch entspannt.“

Der sogenannte Breaking Point kam dann so Mitte/Ende 2015. Was hatte sich seitdem geändert? Die größten beiden Änderungen: Ich habe meinen Arbeitsplatz gewechselt von Station&Service zum Fernverkehr (Wohlgemerkt als Zugbegleiter, also eigentlich die gleiche Sparte) und seit Ende 2015 wohne ich allein. Im Fernverkehr habe ich mit unglaublich vielen komplett unterschiedlichen Menschen zu tun. Sowohl Reisende als auch Kollegen aus ganz Deutschland, Frankreich (Paris), Österreich (Salzburg, Wien), Schweiz (Basel, Zürich) und stellenweiße sogar bis nach Ungarn (Budapest). Nachdem ich hobbymäßig sowieso total gerne Menschen ein bisschen analysiere (Doofe Angewohnheit, aber ich kann es irgendwie nicht ändern) habe ich mich daran gemacht zu schauen
„Was macht den Unterschied zwischen den gestressten und den entspannten Menschen aus?“

Was mir ganz grundsätzlich aufgefallen ist? Der gestresste Mensch macht sich den Stress meistens selber. Das sind nämlich die, die sich mit abgefunden haben, das die Welt ein Haufen Stress ist und sich dem ergeben hat. Die streng nach Zeitplan arbeiten. Seien es die Kollegen, die streng nach Dienstplan arbeiten. (Zur Information: Zugbegleiter (Fernverkehr, Zuganfangsbahnhof) melden sich zum Dienst, haben dann 10 Minuten Zeit um die Arbeitsmaterialien zu aktualisieren, haben dann Wegezeit von der Dienststelle zum Zug (7 Minuten für – wenns doof läuft – 1,5 km) und dann am Zug nochmal 10 Minuten Vorbereitungsdienst (Reservierungen einlesen, Zug taufen (das alle Anzeiger etc. stimmen), Reisepläne auslegen, eventuell erste Fragen beantworten & technische Fehler beheben). Bei dem Zeitplan ist stress eigentlich schon eingeplant sodass es genug Kollegen gibt, die schon gestresst sind, bevor der Zug überhaupt losgefahren gibt. Dann fragen noch 3 Leute wo die Reservierung ist oder wo der Zug hinfährt und dann ist sein Tag eh schon gelaufen… Vielleicht verständlich, aber ist eigentlich unnötig.
Auf die Reisenden kann man das übrigens auch umlegen: Wenn man als Reisender nämlich planmäßig so anreist, das man 1 Minute vor Abfahrt oder gar zur Abfahrt in den Zug noch reinspringt, dann ist das klar, dass da Stress aufkommt.

Meine Empfehlung? Als Zugbegleiter komme ich eigentlich immer schon 20 Minuten vorher auf Arbeit, habe dann gut Zeit um mit Kollegen zu plaudern, mich vorzubereiten und dann 15 Minuten Zeit zu haben um zum Zug zu gehen. Hat den Vorteil: Ich muss mich nicht beeilen und komme entspannt am Zug an.
Wenn ich mal privat mit dem Zug unterwegs bin, dann plane ich meine Anreise zum Bahnhof eigentlich so, dass ich zum Fernverkehrszug noch 20 Minuten zur Abfahrt habe (Da diese meistens länger sind und man etwas suchen muss, bis man einen freien Sitzplatz findet, der zusagt) und bei Regionalzügen 10 Minuten. Bei der S-Bahn bei 20 Minutentakt bin ich meist so 5 Minuten vorher am Bahnsteig. Reicht das man entspannt ist und nicht ewig viel Hektik machen muss. Denn „Hektik führt zu erhöhtem Unfallrisiko.“ Und das muss echt nicht sein.

Man glaubt gar nicht, wieviel so eine Kleinigkeit schon ausmacht. Übrigens finde ich, dass es definitiv einen Mehrwert hat, wenn man lieber man 50 Minuten wartet anstelle von durchgeschwitzt und abgehetzt halb-ins-Gleis-rutschendend noch gerade so in den schon anfahrenden EuroCity springt. Übrigens: Sollten dass die die Pendler in Stuttgart lesen: Nicht jeder dieser Züge hält auch überall. Und nach Mannheim fährt von Stuttgart aus alle 30 Minuten der Fernverkehr und zwischendrin noch DB Regio. Mal im Ernst, für sowas die eigene und fremde Gesundheit zu riskieren ist einfach nur dämlich. Ironisch wie das Leben ist sind das übrigens genau die Leute, die nachher meckern wenn der Zug 5 Minuten Verzögerung hat. Warum? Ich darf mal wieder zitieren

„SCHEI? BAHN FÜR WAS BIN ICH JETZT GERANNT WIE EIN IRRER NUR UM JETZT 30 MINUTEN AUF MEINEN ANSCHLUSS IN MANNHEIM ZU WARTEN? SO EIN MIST ICH FAHR NICHTMEHR BAHN. DA HÄTTE ICH JA GLEICH MIT DEM SPÄTEREN ZUG IN STUTTGART ABFAHREN KÖNNEN.“

Tja, hättest das mal gemacht 😀 Gemütlich noch ein Kaffee/Tee/Bierchen in Stuttgart getrunken und vielleicht noch eine Kleinigkeit gegessen, dann wäre alles ganz entspannt gelaufen. Merkste selber wa? 😀
Ich weiß auch, dass das nicht immer umsetzbar ist, aber probiert es doch einfach mal wenn es funktioniert. Schaut ob euer Grundgefühl dadurch nicht besser wird. Gebt dem ganzen doch mal eben 2-3 Wochen eine Testphase. Ich wette mit euch, dass ihr eure innere Ruhe wiederfindet. Und wenn nicht habt ihr ja nichts verloren. Übrigens kleiner Hinweis: In der Schweiz, Österreich oder auch in Ungarn und Frankreich (Da machen die Züge sogar schon ein paar Minuten vor Abfahrt die Türen zu) gibt es sowas lang nicht so oft. Vielleicht sind dort auch die Leute entspannter. Das Schönste was mir mal im ICE von Berlin nach Interlaken Ost aufgefallen ist. Ich bin in Kassel-Wilhelmshöhe eingestiegen wir sind über Frankfurt, Stuttgart, Mannheim, Karlsruhe, Baden-Baden, Offenburg, Freiburg (Breisgau) und Basel nach Interlaken Ost gefahren. In Basel bin ich dann ausgestiegen.
Was mir ganz extrem aufgefallen ist: In Fulda haben wir mal 6 Minuten Verspätung gemacht. Eigentlich keine große Sache. Bis Stuttgart war das Gemecker groß. Ab Stuttgart kamen dann die Südbadener und Schweizer drauf. Ich dementsprechend schon was kleinlauter durch den Zug zur Kontrolle. Spricht mich ein junges schweizer Pärchen an, was los sei. Ich antwortete „naja, zwischen Fulda und Stuttgart wurde ich wegen den 6 Minuten Verspätung nur zu gemeckert, deswegen is‘ die Stimmung grade was gedrückt“ kam von ihr und dem halben Großraumwagen zurück „Ach Mensch, des sind doch nur 6 Minuten. Des steht man mit dem PKW auch mal im Stau. Des macht doch nichts“

SO FUCKING TRUE! Aber das ist die Mentalität da unten und deswegen macht das Fahren da unten einfach unglaublich viel Spaß. Könnten so entspannt nicht alle sein?

Übrigens der nächste Punkt der mir aufgefallen: Viele verwechseln die Akzeptanz der Dinge, die man nicht ändern kann und der Kleinigkeiten bei denen es sich nicht lohnt aufzuregen mit „militanter Gleichgültigkeit“

Der Unterschied ist: Akzeptanz zeigt sich daran, dass man schulterzuckend (in meinem Fall) freundlich den Fahrgästen weiterhilft so weit wie möglich. Aber nicht das es einem Gleichgültig ist. Sondern das man sich dadurch nicht mehr beeinflussen lässt als möglich. Oder das man sich nicht wegen jeder Toilette die im Zug kaputt ist aufregt. Das sind so Sachen der Kategorie „Kann vorkommen, wird weitergemeldet und ist damit gut“. Die Oben angeführte „militante Gleichgültigkeit“ zeigt sich dann so.
„DES IS MIR JETZT SCHEI?EGAL DASS DAS VERDAMMTE KLO KAPUTT IST. KANN ICH JA AUCH NICHTS DRAN ÄNDERN. DES IS MIR VERFICKTNOCHMAL EGAL“

Daran merkt man aber ganz eindeutig, dass es dieser Person nicht egal ist. Ich mein da regt die Person sich doch darüber auf wie Hund unter dem Deckmantel, dass es ihr egal ist. Die Zugtoilette is übrigens nur ein Beispiel weil eine defekte Toilette im Zug NICHTS ausmacht. Die Toilette steht hier für eine Kleinigkeit, über die sich viele aufregen.
Auch ein schönes Beispiel: Mein Zugchef von gestern und ich standen in Erfurt. Ein paar Züge hatten wohl Verspätung, unserer nicht. Die durchschnittliche Bahnhofsszene ist halt lauter, brauchen wir eigentlich nicht weiter drüber reden. Er ist am Bahnsteig trotzdem am telefonieren (Was mMn eh 5 Minuten vor Einfahrt das Zuges ein NoGo ist, hab ich aber nicht weiter kommentiert, er ist ja schon so lang bei der Bahn). Die Ansage redet sich logischerweiße den Mund fusselig. Der Zug später, der später, der später. Mein Zugchef ins Telefon „Die scheiß Ansage macht hier unnötigerweise eine verfickte Dauerbeschallung. Ich bin hier am verfickt lauten Bahnhof, verstehe dich kaum noch.“ Auflegen? Neeee. Kommt die Durchsage „Ich berichtige: ICE 1685 verkehrt nun doch pünktlich. Ich wiederhole, ICE 1685 verkehrt pünktlich“ Ich fand das super von der Ansage das sie das nicht todschweigt. Mein Chef „EINMAL MIT PROFIS. JETZT WERDEN HIER SCHON DIE VERFICKT PÜNKTLICHEN ZÜGE ANGESAGT. SEIT WANN DAS DENN? STELLEN WIR NURNOCH IDIOTEN EIN?“ Ich habs darauf versucht im zu erklären. Er nur „DAS IST MIR DOCH SCHNUPPE WURSCHT EGAL WIESO DIE DAS SAGT. MAN SAGT KEINE FUCKING ZÜGE AN. NURNOCH VOLLIDIOTEN HIER“ Damit war das Thema für mich eh durch. Wenn er meint. Aber das sind diese Kleinigkeiten die ich meine. Weil: An der Durchsage kann man null ändern. Warum darüber aufregen? Einfach annehmen. Man muss ja auch nicht am Bahnsteig telefonieren, wenn weiß das es da lauter ist…. Sowas gäbe es von der Mentalität her in anderen Ländern auch nicht… Aber sowas stellt einen natürlich permanent unter Strom….

Irgendwas wollte ich jetzt ansprechen, allerdings habe ich voll vergessen was es war…. Egal, schreibt mir doch mal in die Kommentare wie ihr das seht oder ob ich hier einfach nur Bockmist schreibe 😀

Was so lange ist das schon her?

Servus zusammen und frohe Ostern zusammen,

Genau dieser Titel ging mir gerade voll Schreck durch den Kopf als ich gesehen habe, dass das letzte Update schon im Januar gemacht wurde…. Ich würde ja wieder schreiben, dass ich Besserung gelobe, allerdings glaubt mir das wahrscheinlich sowieso keiner mehr. Also was solls. Der wöchentliche Turnus an Updates werde ich wahrscheinlich nicht halten können.
Aber was hat sich getan? Eigentlich nicht viel… oder doch eine ganze Menge? Bin mir da ehrlich gesagt gar nicht so sicher.

Thema Fitnessstudio: Ich würde so gerne öfters, habe allerdings allein starke Motivationsprobleme ala „Ja, das kannst doch morgen noch machen“ „Wie jetzt noch ins Fitnessstudio? Du musst doch in 4h schon auf Arbeit sein“ usw usw… Man kennt ja die leeren Phrasen. Problem ist nur: Sie bewirken alle das gleiche, nämlich das ich nur 1-2 Mal pro Woche zum Trainieren komme… Will aber eigentlich eher hin zum 3-4 Mal… Mal schauen ob ich das noch hinbekomme. Mein Ansatz war ja eher, dass ich mich dieses mal nicht wie letztes mal Übernehme. Das ging ja mal nach hinten los 😀

Außerdem wollte ich im Februar eigentlich ein Blogpost veröffentlich zu „ehren“ meinem einjährigen Bestehen als Fachkraft für Verkehrsservice/Kaufmann für Verkehrsservice. YAY. Champagner. Sektkorken die knallen. 😀 Ne, mal ernsthaft. Fühlt sich eigentlich nicht anders an als im zweiten Lehrjahr. Ausser das die Arbeitszeiten entspannter sind und mir das Aufgabengebiet besser gefällt. Das könnte aber auch am konzerninternen Wechsel der Unternehmen von DB Station & Service AG zur DB Fernverkehr AG liegen. Super geiles Arbeiten im Zug. Klar hat man manchmal Kollegen bei denen man aneckt oder die bei dir anecken. Und klar sind nicht alle Reisende super drauf. Manche meckern auch. Allerdings kann ich es denen nicht übel nehmen, denn fast alle „Meckeraktionen“ sind begründet und für mich nachvollziehbar. Dann gibt es noch die, die Meckern, weil der Zug 5 Minuten zu spät ist. Oder weil in einem komplett leeren Zug frühs um 4 der Sitzplatz, den sie reserviert haben nicht angezeit wird und da eine Person sitzt…. Und das ist für mich nicht nachvollziehbar. Gerade frühs um 4 wäre mir da meine Nerven viel zu schade und ich würde mich im komplett leeren Wagen eben wo anders hinsetzen. Aber ne, manche machen deswegen ein Fass auf. Naja, solche Menschen gibts eben. Allerdings ist das ein verschwindend geringer Anteil von so knapp 5-10%. Dann gibts die breite Masse die halt im Zug ist und von A nach B will. Und dann gibts noch die 10-15% die man am Liebsten mitnehmen wollen würde weil sie so genial drauf sind oder einfach im richtigen Moment den richtigen Spruch auf den Lippen haben. Und wegen diesen ca 15% komme ich jeden Tag aufs neue gerne auf Arbeit und stehe zu jeder möglichen Tages und Nachtzeit mit einem Grinsen und dem Standardtext „Einen schönen guten Morgen/Tag/Abend, ihre Fahrscheine hätte ich einmal gerne gesehen“. Und das auch mal 10-13h 6 Tage die Woche. Und im Sommer auch in der Kunstfaserklamotte von Uniform bei 40°C Innentemperatur. Oder bei lange verspäteten Zügen. Denn, eines darf man als Fahrgast nicht aus den Augen lassen – und zum Glück tun das auch die wenigstens – für das Zugpersonal ist jede Unannehmlichkeit für sie als Reisender auch genauso unannehmlich. Vielleicht sogar noch mehr. Vielleicht können sie dann in Frankfurt Main HBF aus dem 40 Minuten verspäteten ICE aussteigen und mit dem Auto nach Hause fahren. Dem Zugpersonal wurde aber nach 5h Arbeit vielleicht die Pause von Frankfurt nach Düsseldorf gelegt da er in Frankfurt nun nur noch 10 Minuten Zeit hat zum Umsteigen.
Aber wie gesagt: Ich mache das gerne. Ich leiste gerne Service am Limit im Rahmen meiner Möglichkeiten. Für Sie als Fahrgast. Und das schon mittlerweile mehr als ein Jahr und hoffentlich noch viele weitere Jahre. Ich würde mich freuen Sie das nächste mal an Bord meiner Wagen begrüßen zu dürfen 😉

Apropos Leben am Limit. Es ist Ostern und ich habe mich mal wieder auf die Pilgerreise von München nach Weikersheim begeben. Pilgerreise aber nur deshalb, weil ich so etwas nur knapp 2-4 Mal im Jahr mache. Alles andere ist ein ganz normales “ Am Münchner HBF in den IC steigen – In Crailsheim auf den RE umsteigen“. Das ich diese Famillientreffen nie besonders mag, das sollten die meisten Wissen die regelmäßig hier mitlesen oder von Twitter hier zum lesen gekommen sind.

Seitdem ich in einer relativ leisen Umgebung arbeite und allein wohne weiß ich auch was mich stört. Die Familie ist nämlich körperlich äußerst stressig… Zum Einen ist da diese permanente Lautstärke. Die kommt wohl daher, dass man in meiner Familie nicht normal reden kann… nein nein nein das geht nicht. Man muss sich hier permanent anschreien. Das führt dazu, dass ich dann noch mindestens 12h danach ein summen auf dem Ohr habe ähnlich dem nach einem Rockkonzert. Ihr denkt ich übertreibe? Ich wünschte es wäre so. Das war aber noch nicht alles. Entweder man bekommt dann vom anschreien eine wunde Kehle oder man schweigt einfach die halbe Zeit über (so wie ich das mache) da Schweigen mir noch die beste Möglichkeit erscheint.
Damit hätten wir Kehle und Ohren als Stressfraktur ausgemacht und abgehakt. Aber ist das wirklich schon alles? Nein, da fehlt dann nämlich noch die Magen und Darm Gegend.

Der Stressfaktor ist mir nämlich wirklich erst aufgefallen, als ich allein gewohnt habe und mein Magen und Darm sich umgestellt haben auf die Essenzufuhr „Essen wenn du hungrig bist und auf was du Lust hast“. Das hat auch zu Folge das ich manchmal um 6 Aufgesatanden bin, dann um 7:30 gefrühstückt habe (Rührei und Speck gehört zum Frühstück mittlerweile dazu. Generell ist das Frühstück bei mir mittlerweile mehr herzhaft als süß geworden), dann gings manchmal schon um 11:30-12:30 dass ich eine relativ große Portion an Mittagessen gekocht habe aber immer nur über den Tag verteilt und stellenweiße bis 23:45 noch kleine Portionen davon gegessen habe. Alles immer relativ fettfrei und so gut wie ungewürzt.

Hier isst du um 8:00-9:00 Frühstück und zwar ohne Rührei und Speck dafür mit tonnenweiße Zucker. Dann gibt um 12:00 Uhr mittag wo du dich richtig satt essen musst damit das mindestens bis 17:00 oder 18:00 langt. Den Mittagskuchen lasse ich nämlich ausfallen. Viel zu viel Zucker… Um 17:00 gibts dann nochmal „Vesper“. Also brot, Wurst, Käse… Manchmal zumindest. Also so das was ich gerne 14:00-16:00 hätte statt des kuchens 😀

Und dann muss das Essen, was in viel zu großen Mengen VIEL zu stoßweise kommt viel zu lang halten. zwischen 17:00 Uhr und 9 Uhr gibts dann nämlich nichtsmehr. Manchmal auch zwischen 13:00 Uhr und 9:00 Uhr. Was stress für meinen Magen bedeutet. Egal… Machen wir das Beste drauß.. Achso, grade mal Rücksprache mit der „Chefköchin“ gehalten… Gibt ernsthaft wieder Lamm zu Ostern… haben ja nur schon letzte Ostern 25% gemeckert deswegen. Lustigerweiße: Gewisse Familienmitglieder wissen das und haben „Sondernwünsche“ geäußert die sie erfüllt bekommen. Für mich gibts jetzt „nur“ Beilagen. Ich finde für meinen Teil allein schon den Geruch von Lamm eine absolute Zumutung. Der einzige Grund, warum ich vorher nicht nachgefragt habe war, weil sich letztes Jahr an KEIN traditionelles Essen gehalten wurde. Habe ich übrigens sehr begrüßt.

Nagut wie dem auch sei. Ich wollte eigentlich noch ein bisschen zur aktuellen politischen Lage posten… Aber eigentlich würde ich dem doch ganz gerne einen extra Post widmen… nu denn. bis später 😉

Mal wieder ein Update

Hallo zusammen,

Ich hatte mich ja schon lange nicnhtmehr gemeldet und das wollte ich jetzt mal hier nachholen. Ich weiß zwar immer noch nicht, ob hier effektiv jemand mitliest, aber zumindest klickt hier doch der ein oder andere mal drauf. Und irgendwie liegt mir der Blog hier überraschenderweiße echt am Herzen seitdem ich mit dem Tablet unterwegs per Mail bloggen kann. Also was ist in der Zwischenzeit passiert?

Eigentlich nicht sonderlich viel, deswegen habe ich wohl auch zwischenzeitig nicht zum Tablet gegriffen, obwohl ich zumindest in der Übernachtung echt viel Zeit hatte. Eigentlich sind nur drei wirkliche Änderungen passiert. Aber hey, wenigstens habe ich mich jetzt wirklich in meiner Wohnung eingelebt. Es fehlt zwar immernoch einiges (Ich möchte endlich ein Radio in der Küche und diversen anderen Kleinkram) aber langsam wirds überschaubar was noch fehlt.

So jetzt aber zu den 3 Änderungen:

1. Ich bin endlich wieder im FitnessStudio und nachdem ich jetzt das vierte mal trainieren war, hat sich langsam aber sicher eine Grundroutine eingearbeitet. Aber hey, wenn man knapp ein bist zwei Jahre nichts macht, baut man schon ganz schön ab. Also meine Schultermuskulatur ist ja quasi nicht vorhanden. Bin mal gespannt, wie das dann in einem Monat aussieht. Ich halte euch auf jedenfall auf dem Laufenden.

2. 8 Monate arbeit bei DB Fernverkehr hat teilweiße das geschafft, was vier Jahre Station&Service nicht geschafft hat. Nachdem ich jetzt vier mal 10 Minuten rumdiskutieren durfte, weil ich Kulanz zeigen wollte und das dann – wohlgemerkt aufgrund von den Kunden (konnten z.B. nicht gleich Zahlen) – nicht direkt klappt. Insofern gibts bei mir jetzt nur noch Kulanz im vorgeschriebenen Rahmen. Also schön Fahrpreisnacherhebungen schreiben und Vollpreistickets. Trotzdem kann mir keiner meine Freundlichkeit frühs um 5:00 nehmen 😀 Aber wie gesagt, ansonsten gibts bei mir jetzt arbeiten nach Regelwerk.

3. Eine Sache bei mir ändert sich aber wohl nie und ich glaube das habe ich schon einmal erwähnt, aber leider Gottes werde ich nach einem Treffen mit Freunden, die quasi nur einmal im Jahr – wenn überhaupt – stattfinden mich danach mindestens 15h in ein Stimmungstief versetzt. Naja, muss man wohl damit leben.

Schlaflos durch Deutschland

Guten Abend, Guten Tag und Guten Morgen,

Nachdem ich mir arbeitsbedingt mal wieder die Nacht um die Ohren schlagen darf mit dem Flüchtlingssonderzug Richtung Berlin, dachte ich mir ich schreibe mal ein paar Zeilen.
Momentan ist 1:55, wann der Post kommt, kann ich mal wieder nicht sagen, da das Tablet mal wieder Wlan braucht. Ihr kennt das ja.

Naja, wie dem auch sei, die Flüchtlingsschichten sind immer Recht entspannt, zumal momentan der Zug wirklich leer ist (mit knapp 252 Flüchtlingen im Gepäck) und die ganze Geschichte echt ruhg momentan fährt.
Zusätzlich dazu sind wir Zugbegleiter auf den Zügen nur wegen den betrieblichen Sachen.

Joa, irgendwie hatte ich heute Abend zum Dienstbeginn 0:00 noch nen Plan was ich schreiben wollte, mittlerweile ist nur irgendwie mein Kopf leer. Naja, egal. Hey, immerhin schneits. Und ich finde ja Schnee hat was total angenehmes. Und was total Schönes sowie – wenn der Schnee unberührt ist – etwas total Unschuldiges. Etwas Beruhigendes und total Entschleunigendes. Von mir aus könnte ea ja sehr viel länger kühleres Wetter und Schneefall haben. Auch wenn ich heute auf meinen 600 Meter Arbeitsweg erstmal gepflegt 5 Mal fast auf die Schnauze gefallen wäre. Immerhin hat der InterCity in Laim am Rangierbahnhof direkt am Abgang vom normalen Laimer Personenbahnhof. Bei Glatteis und Schnee hätte ich echt keine Lust noch übern Gleisbereich zu schlappen.

Aber naja, es lief ja zum Glück alles glatt.

Apropos glatt oder eben nicht glatt: Ich empfehle wirklich niemandem mit offenen Schnürsenkel aus dem Zug auszusteigen…

In meinem Fall bin ich aber auf eine gebundene Schleife beim Ausladen der Koffer in Bamberg getreten und dabei gepflegt zwischen Bahnsteig und Zug gerutscht… tja, das kommt davon, wenn man in Gesanken schon aus dem Zug ausgestiegen ist und nicht konzetriert bei dem ist was man tut. Aber gut, hab ich mir immerhin den ersten blauen Fleck auf Arbeit geholt. Oder besser blaue Fläche.
Was natürlich auch meinem Sportplan etwas verschiebt

Und wieder einmal grüßt der SNCF

Guten Morgen zusammen,

So oder so ähnlich könnte man meine Zeiten für den Dienstbeginn in München beschreiben. Denn momentan steht wirklich jeden Morgen zum Dienstbeginn in München der TGV der SNCF mitten in der Halle. Langsan ist es fast schon ein Ritual das ich ihm kurz zunicke.
Ich weiß auch nicht genau wann der Post veröffentlicht wird, da ich wieder mal vom Tablet blogge und das ja eine WLAN Verbindung benötigt, aber wohl frühestens so gegen 10 Uhr. Momentan bin ich nämlich dienstlich mit dem Meridian nach Freilassing unterwegs und soweit ich weiß hat der Bahnhof Freilassig keinen WLAN Hotspot und der Meridian schon gleich doppelt nicht.
Huch, beidseitige Zwangsbremsung grade? Na da bin ich ja mal gespannt wie es weitergeht… ich fühle mich gerade jedenfalls von den Leuten aus dem anderen Meridian Richtung München beobachtet. Naja, wie dem auch sei, was schlimmes wars anscheinend nicht, es geht nämlich schon wieder mit knapp 6 Minuten Verspätug weiter.
Was ich aber eigentlich schreiben wollte: Ich bin jetzt wieder in einem Fitnessstudio angemeldet und sage den 10 Kilo die zu viel drauf sind den Kampf an. Aber nach den 30 Minuten Probetraining gestern Abend muss ich sagen: Fuck ist das Anstrengend. Das war letztes Mal definitiv nicht so.. wobei ich fairer Weise dazu sage muss, dass mein altes Fitnessstudio auf Geräte ausgelegt war, während wir gestern eher Freestyle gemacht haben. Das war ja schon damals in der Schule nicht meins, aber gut, soll wohl besser helfen als das Gerätetraining. Wobei ich glaube, dass ich erstmal mehr Gerätetraining machen werde um eine Grundlage zu schaffen. Weil sonst fehlt mir glaube recht schnell die Motivation und das wäre schade um die 100 Euro Anmeldepauschale sowie die knapp 54 Euro monatlich. Ganz davon ab, dass es mir natürlich auch etwas bringen soll und man dafür hingehen muss. Und auch wenn der Anfang wahrscheinlich schwer wird, so wird es sich auch lohnen. Jetzt heißt es nur: Dranbleiben, drückt mir die Daumen.

Der früge Vogel fängt den Wurm

Einen guten Morgen/Tag/Abend wünsche ich euch,

Wir Eisenbahner haben es mit Taxen ja nicht leicht. Was gröstenteils daran liegt, das wir auf Rechnung fahren und der Taxifahrer somit erstmal kein Geld sieht. Das führt dann dazu das man nach einer 12 Stunden Schicht gerne mal noch 40 Minuten ein Taxi sucht.
Das es auch anders geht beweist die Taxizentrale Karlsruhe. Gestern abend aus dem Bahnhof rausgekommen, Taxi angesprochen und als Antwort "Natürlich nehme ich sie mit" bekommen. Ich muss sagen, ich war überrascht aber das kann gerne immer so funktionieren. Heute früh hat es mit dem vom Hotel bestellten Taxi genau so reibungslos funktioniert. Karlsruhe, Hut ab, ich bin begeistert.

Genau so begeistert bin ich übrigens vom Hotel gewesen. Das Achat Plaza ist nämlich echt genial. Von der Innenausstattung erinnert es ein bisschen an die alten Glanzhotels. Viel helle Holzvertäfelung und sehr vornehm eingerichtet. Das Bett ist super bequem, ein Wasser und ein Keks sind das Willkommensgeschenk und jetzt kommt der Clou: Tee, Instant Kaffee und Wasserkocher stehen kostenfrei zur Verfügung.

So startet man gut gelaunt in den Tag. Grade der Wasserkocher auf dem Zimmer sollte ab 3 Sternen Pflicht sein.

Wie dem auch sei. Kommt gut durch den Tag

Chris

Man hat es nicht leicht…

…. oder vielleicht doch? Mein Arbeitstag began zwar heute um 5:25 und geht noch bis 18:27, allerdings sind da auch knapp 4h nichts tun zwischen drin. Den ersten Post von heute habe ich in Frankfurt am Main gepostet. Dort hatte ich immerhin eine knappe Stunde bezahlten Aufenthalt. In der Zeit habe ich Mails beantwortet, eben den ersten Blogpost geschrieben, ein zweites Frühstück zu mir genommen (lecker Kaffee mit Semmel, Rührei und Würstchen) und habe nebenbei noch ein paar Erledigungen bei DM gemacht.

Dann eine knappe Stunde gearbeitet zwischen Frankfurt am Main und Stuttgart. Wobei man da sieht wie Übergaben nicht gehen sollte. Lieber Herr Kollege "Joa, tarifilich und technisch passt ois. Müsst a ruhige Fahrt wern." Umfasst meiner Meinung nach keine 3 Außentüren die sich nicht öffnen lassen und ein defektes WC…. Eine Vorwarnung wäre schön gewesen. Vielleicht für das nächste Mal, falls du das hier lesen solltest.
Das Gastspiel auf dem Zug ist dadurch nämlich nicht nur kurz sondern auch hart geworden wenn man neben dem Tetris spielen mit dem Gepäck der Kundschaft auch noch defekte Türen und WCs suchen muss. Aber bei einem hattest recht: Tariflich war der Zug wirklich einwandfrei.

Jetzt sitz ich in Stuttgart und warte auf meinen nächsten Zug. Ne gute Stunde habe ich schon mit Mittagessen verbracht, eine gute Stunde muss ich noch rumbekommen. Vielleicht blogge ich deswegen? Schlicht aus Langeweile? Ich glaube lesen tut das hiet nämlich niemand, warum weiß ich nicht. Vielleicht nutze ich die falschen Schlüsselwörter, die Leute rufen meine Seite ja nicht einmal auf. Somit wissen sie ja gar nicht ob es ihnen gefällt oder nicht. Aber ich freue mich naturlich, das du hier bist und das jetzt liest. Kommentiere doch kurz wie du hergefunden hast. Das würde mich mal interessieren.

Aber ganz ehrlich? Das "fürs nichts tun bezahlt werden" is zwar füt viele ein Traum und ab und zu auch echt schön, weil man dann abends nicht komplett erledigt ist. Allerdings nimmt man so auch nicht wirklich ab. Eigentkich dachte ich ja, dass ich nach der Schulung im Mai ruckzuck die Kilos auf Arbeit wieder abtrainiere, aber daraus ist irgendwie bisher noch nichts geworden und gefühlt wird es mehr als weniger. Naja, muss ich halt doch über mein Schatten springen und mich wieder im Fitnessstudio anmelden. War ja nicht nur für den Körper gut sondern hat mich auch psychisch beisammen gehalten. Und der Grund warum ich aufgehört hatte damals 2014, der zählt ja auch nicht mehr. Das Studio ist nämlich direkt ums Eck rum. Zur Not muss man halt das Fitness First nehmen. Das hat wenigstens noch ein Schwimmbad und Saunen im Preis enthalten.
Drückt mir die ich meinen inneren Schweinehund überwinde.

Aber bevor irgendwas in die Richtung passieren kann, muss erstmal die Schicht rumgehen. Und nachdem da am Ende in Karlsruhe noch ein Taxi Transfer zum Hotel dranhängt glaube ich, dass das in beide Richtungen noch lustig werden kann. Taxen und Bahnmitarbeiter ist eine ungesunde Mischung müsst ihr wissen. Ich mache jedenfalls drei Kreuze wenn ich im Hotel bin. Warum schlafen wir eigentlich nicht mehr im Ibis? Das war immer sehr angenehm. Aus dem Hotel raus, 50 Meter laufen und in den Bahnhof rein…. aber war wahrscheinlich zu einfach.

In diesem Sinne nich eine schöne Woche

Chris