Kleines Reiseresumee vom 1.11.12 und 2.11.12

Ich weiß, hier gab es länger nichtsmehr zu lesen, allerdings gab es auch nichts, über das ich berichten könnte. Ausser vielleicht ein Review zu meinem neuen Handy oder zu Borderlands2. Beide sind übrigens verdammt gut und Borderlands2 hat einen epischen Endboss.
Der Grund warum ich nun allerdings wieder tippe ist ein Treffen mit den Leuten von TWLOHA. Ich sammle nur noch Sabine in Hamburg und Daniel in Bremen ein und dann Gehts nach Bochum. Unterwegs tippe ich bereits auf dem Handy die ersten Eindrücke, weswegen anfangs immer ein Ort und Zeittag davor ist. Ab Hamburg habe ich aber sowohl mein Orts als auch mein Zeitsinn verloren. Das spielte sich aber irgendwann zwischen Hamburg Donnerstag 12:30 und München Freitag 23:00 Uhr ab

4:19 München:
Es war schon früh. Oder immerhin sehr spät, wenn man bedachte das Schlaf Mangelware war diese Nacht. Wenigstens kam das Taxi pünktlich, sogar 8 Minuten zu früh. Und 4 Minuten später war ich 9 Euro leichter. Was tut man nicht alles.
Da ich zum ersten mal um 3:50 Uhr an einer U-Bahnstation war, war ich auch noch leicht irritiert als diese noch geschlossen war. Ja sowas gibts hier in München. Geschlossene U-Bahnstationen.
Auf Jedenfall bin ich dann erstmal den Kilometer zur nächsten gelaufen. Die hatte dann schon offen, war ja auch 10 Minuten später.
Und als wäre die Nacht nicht schon chaotisch genug, geht einer meiner In Ears nichmehr und eine Gruppe von Blutsaugern schaut mich an als wäre ich ein Leckerbissen. Ach ja, Halloween. 😀

6:54
Mittlerweile bin ich seit gut 1:40 Minuten unterwegs mit dem ICE689 Richtung Hamburg Altona und Bremen. Das Ganze ist ein redesignter 2 er und für mich somit Neuland. Aber interessant zu sehen. Informationsdisplays in den Grosraumwagen, eine Abgeänderte Sitzbauweise und gefühlt mehr Platz für Gepäck sprechen für sich. Dafür werde ich wohl noch mindestens ein mal den Platz wechseln müssen. Trotz der frühen Stunde ist der Zug gut ausreserviert. Und die Neubaustrecke Ingolstadt Nürnberg macht eh Spaß. 280 an der Spitze also Höchstgeschwindigkeit für den 2er. Genial.
Mittlerweile werde ich auch zunehmend wacher, mag an den 20 Minuten Nickerchen liegen. Im Zug habe ich Jochen kennen gelernt. Scheint ganz nett zu sein und so habe ich immerhin bis Fulda Gesellschaft.
Hell wird es langsam auch und offenbart die nebelverhangene fränkische Landschaft. Mal schauen wann ich das erste mal die Sonne sehe heute.

Bei der Ausfahrt aus Kassel hatte etwas komisch geklappert und seitdem hat mein ICE684 was an Laufruhe ab Tempo 180 eingebüßt. Irgendwie ein ungutes Gefühl, aber was willst machen. Kann ja auch an den Schienen liegen die hier einfach noch nicht saniert und auf Tempo 320 angepasst sind.
Ansonsten genieße ich meine Fahrt durch bisher 3 Bundesländer ( Bayern, Hessen und Niedersachsen) von insgesamt 6 Bundesländer die ich bis morgen früh durchfahren haben werde. Gegen Mittag kommen dann nochmals 3 dazu.
Langsam macht sich das frühe aufstehen auch bemerkbar. Ich denke das schon locker 12 Uhr ist. Dabei ist es aktuell erst 9:18. Gute 1,75h noch bis Hamburg. Langsam bekomme ich Hunger.

Die restliche Fahrt verlief relativ unspektakulär und der ICE machte auch keine keine Zicken mehr. Sehr zu meiner Erleichterung.
In Hamburg angekommen lief es dann wie immer. Ein paar Bettlerinnen wollten mir Rosen verkaufen und die üblichen Taxifahrer trachteten nach meinem Leben. So sehr ich die Stadt auch liebe, aber wenn sie mich umbringen will, passt das wohl einfach nicht. Schade eigentlich.

Zeit genug um groß in Hamburg Sightseeing zu machen blieb leider nicht. Ich brauch in der Stadt mal wieder ein paar Tage. Dringend. Aber bloß nicht allein. Dazu später mehr. Nach einem kurzen Mittagessen bei Asia Hung (Als Bahner hat man mittlerweile in ganz Deutschland seine Standardlokale 😉 )
Wenig später kam dann auch Sabine dazu und – OMG es tat schon irgendwie verflucht gut sie mal wieder zu sehen – der IC 2311 lies dann auch nicht überdurchschnittlich lang auf sich warten.
Allerdings war’s nichts mit trauter Zweisamkeit. Total typisch für diesen Tag hatte ich wohl ein „Labert mich alle zu, ich bin’s gewöhnt und setzt euch bloß zu mir“ Schild auf der Stirn und zwei mittelalte Frauen setzen sich dazu. Das Merkwürdige: Ich hätte schwören können sie schon mal irgendwo gesehen zu haben. Mittlerweile Rebellierte ich auch schon gar nicht mehr gegen die unliebsamen Abteilmitbewohner an, es hatte im ICE ja auch nicht viel gebracht außer das ich mich viermal umsetzen musste.
Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen waren sie auch noch sehr kommunikativ und somit war das ganze mehr eine Vierecksunterhaltung. Schade, im Nachhinein hätte ich Sabine wirklich gerne mehr Zeit gewidmet… Egal, next time würde ich sagen.
In Bremen sammelten wir dann Daniel ein und setzten unsere Fahrt dann nach Bochum fort. Allerdings sollten wir dort nie ankommen, da wir spontan in Dortmund ausstiegen. Und zwar bei bestem Regen-/Nieselwetter und gefühlten 2-3°C. Einladend war anders aber wir machten das Beste draus wie ich fand.
Später ging es dann nach Bochum-Langendreer mit der S-Bahn für das Meet&Greet mit Chad Moses von TWLOHA.
Kurzzusammenfassung: Er hatte drei grandiose Überraschungen für uns Deutschsprachige dabei:
– Deutschsprachige T-Shirts (Klingt zwar ein bisschen schräg auf deutsch, aber das ist man ja von der deutschen Sprache schon gewöhnt.)
– Deutschsprachige Postkarten
– 15% Rabattgutscheine für den US Shop um die Zollentgelte und Versandkosten zu kompensieren, wenn es denn schon keinen europäischen Shop gibt

Und ich liebe sein „Sweet!“ oder „Awesome“. Ach ich liebe die Englische Sprache sowieso.

Außerdem hat er bei mir das unglaubliche Gefühl da gelassen, dass er wirklich gerne öfters in Deutschland wäre und „die Amerikaner“ uns wirklich ein bisschen als Teil sehen und gerne sehen, was wir Zwei (Naja, mehr Sabine. Ich stelle mittlerweile ja quasi nur noch die Technik und fungiere als Person im Impressum) da auf die Beine stellen. Und ganz ehrlich: So einen Motivationsschub hatte ich diesbezüglich auch gebraucht. Dass man einfach mal gesagt bekommt: „Hey, ihr seid genauso ein Teil davon und wir wären wirklich gerne öfters bei euch.“

Das Konzert im Anschluss hatte Sabine schon sehr schön beschrieben Worten ala „Krach, Krach mit ein bisschen Melodie, Krach mit guter Performance und Oh Sleeper legten was gutes hin“ (Freies Zitat aus dem Kopf. BITTE BITTE NICHT KREUZIGEN)
Die Wartezeit verging in Dortmund im McDoof eigentlich ganz gut und ich war sogar trotz 24h wach echt munter. Außer eines leicht verwirrenden Zwischenfall und der Tatsache, dass man TicTacToe oder wie man das nennt nicht leicht übernächtigt spielen sollte (Wie zum Henker hatte sie das hinbekommen :D) verging die Wartezeit ruhig und relativ schnell wenn man bedenkt das es pi mal Daumen 3-4h waren die Überbrückt werden sollten.

Zurück im IC traute ich meinen Augen nicht. Die Leute lagen echt überall. Soviel zum Thema der erste IC um 3:21 Uhr wird schon leer sein. Pfeiffendeckel. Wenn denn jeder 4 Plätze belegt ist der auch bald mal voll bis unters Dach. Naja, wir haben relativ zeitnah dann auch einen Platz gefunden und zu Mindestens ich habe die meiste zeit der 3h Fahrt durchgeschlafen um dann gegen 7 Uhr wach in Hamburg anzukommen. Sabine hat sich direkt in den Zug auf dem Gegengleis Richtung Heim geschlichen (Übertrieben gesagt, aber ich konnt’s verstehen das sie mir den Kaffee schuldig bleibt :D).
Ich und Daniel haben dann noch ihren legendärer Prinzessin LillyFee Kuchen im McDoof gefuttert und ich habe mir noch einen Kaffee gegönnt. Daniel ist dann bald darauf auch in Richtung Heim verschwunden und ich bin spontan nochmal zu den Landungsbrücken. Nachdem ich dort schon mindestens….. 4-5 Jahre nicht mehr war und sie eigentlich schon letztes mal sehen wollte gings spontan in die S3 Richtung Pinneberg mit Ziel Landungsbrücke.

Hätte ich gewusst das es mich erstmal vor Lachen/Weinen durchschüttelt und meine Stimmung total in beide Richtungen zerlegt, hätte ichs wohl bleiben lassen. Aber wie sagt man? Hinterher ist man immer schlauer. Also so fluchtartig in den nächsten ICE Richtung Berlin gesetzt und weg. Tja, da dachte man, dass man über Hamburg als Stadt so gut wie weg ist und dann geben einem 15 Minuten die Gewissheit, dass es nicht die Frage ist OB ich irgendwann in dieser Stadt lebe sondern nur wann ich dorthin ziehe. So ein bisschen ärgern tut mich das ja schon.
Das und die Tatsache das ich mal wieder, als mir das klar geworden ist mich dem nicht gestellt habe, sondern feige Richtung Berlin Abgehauen bin. So Typisch ich…

Berlin war dafür locker und zwanglos wie immer. Ich habe über Wlan am HBF schon mal meine Bilder hochgeladen, sodass ich das nicht daheim machen musste.
Maik am Alex getroffen, kurz die günstigsten InEars von Creative meines Lebens erworben und Windows 8 Kullis gemobst. zu Mittag gegessen und von meinem HH Schock erholt.
Berlin ist zwar auch echt genial, aber so zum wohnen und Leben reizt Hamburg durch die Gemeinsame Vergangenheit einfach mehr. Berlin ist nichtsdestoweniger zusammen mit Maik immer grandios und riecht verdächtig nach mehr 😉
Genauso wie HH. Verdammt, ich bin doch ein Nordlicht wies mir scheint. Was mache ich also hier unten?

Die Rückfahrt war angenehm. Von Berlin bis Bamberg hatte ich im ICE quasi ne 1 Zimmer Wohnung. 6er Abteil für mich, abgedunkelt. Eine Tür weiter die Toilette und im nächsten Wagen die Küche. Leben wie es sein sollte. Ich hab mich in dem ICE1 auch echt wohl gefühlt. Viel zu heimisch eigentlich. Mir fehlt das subtile rattern der Züge und die Ansagen auch echt irgendwie…. Naja, kann ja nicht in Zügen wohnen. Auch wenn die 2 Tage Züge eigentlich eine super Wohnung abgaben und dieses schöne „Willkommen zuhause“ austrahlten.

Ab Bamberg kamen dann wildfremde Menschen dazu mit denen ich mich gleich mal Unterhalten habe, als würde ich sie schon ewig kennen. Die haben mir auch erstmal gepflegt ein Bierchen nach dem anderen ausgegeben. Alles in allem ein sehr genialer Abschluss

Naja, Dezember geht’s ja auf die nächste München – HH – via irgendwas – München Tour. Freue mich schon 😉

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