[TSW Chargeschichte] Die Drachen

Ayumu schlängelte sich weiter durch die Gassen von Seoul. So ganz glauben wo er war konnte er noch nicht. Er wusste nur, dass er scheinbar 3 Tage durchgeschlafen hatte und war deswegen noch leicht desorientiert. Normalerweise konnte er sich kleine Gassen schnell einprägen, jetzt sah für ihn jede Gasse irgendwie gleich aus.
Nach einer Weile zog allerdings ein Kind mit gelbem Regencap die Aufmerksamkeit auf sich.
Es scheint als wollte es, dass ich ihm Folge. Es schaut mich schon länger über die Schulter hinweg an. Ob das etwas mit meinen „Entführern“ zu tun hat? Aber ein besseren Plan habe ich im Moment sowieso nicht.
Also schlängelte sich Ayumu dem Kind hinterher durch die Gassen bis zu einer Art Hinterhof auf dem das Kumiho Hotel stand. Das Kind betrat das Hotel und gin die Treppe hoch und Ayumu folgte ihm ohne groß darüber nachzudenken. Allerdings machte sich eine Unruhe in ihm breit. Er fühlte sich alles andere als wohl.
Nachdem er im 1. Stock des Hotels geradewegs in ein Zimmer ging, in das das Kind verschwand, wusste er auch wieso.
Ein voll tätowierter, knapp 1 Kopf größerer Mann stand plötzlich vor ihm und blickte ihn böse an. „Ich…ähm… Da war dieses…“ stammelte Ayumu.
„Alles klar, der gehört zu mir“ eine schwarhaarige Frau in einem Roten Kleid kam aus einem der hinteren Zimmer und nach diesem Satz gab der Mann die Tür frei.
„Komm doch herein, ich habe dich erwartet“
Ayumu folgte der Einladung und folgte ihr ins Schlafzimmer. Die Frau gab ihm zu verstehen er könne sich setzen und er folgte der Einladung.
„Ich kann mir denken, dass du viele Fragen hast. Ich kann es dir ansehen. Aber zuerst musst du lernen zu verstehen dass es mehr gibt, als du glaubst. Ich kann dir helfen zu verstehen, wenn du mich lässt“
„Ein Anfang wäre es, wenn du mir deinen Namen verraten würdest. Und warum ich hier bin.“
„Namen sind Schall und Rauch. Wir gehören alle zu den Drachen. Und du wurdest von uns gefunden. Du hast eine Gabe, etwas was dich einzigartig macht und von den Anderen abhebt. Alles passiert aus einem Grund und jedes noch so kleine Ereignis hat Konsequenzen. Manchmal absehbar und manchmal nicht. Dir werden Aufgaben gegeben, wo die Konsequenzen meistens nicht absehbar sind aber du wirst sie trotzdem erledigen. Das ist der Lauf der Dinge hier.“ Sie kniete sich vor Ayumu hin und schaute ihm ganz tief in die Augen. „Und jetzt lass mir dir zeigen was uns droht.“

Ayumu brummte der Schädel als er wieder zu sich kommt. Er blickte sich um und fand sich in dem Hotelzimmer wieder. Allerdings waren die Frau und ihre Wache verschwunden.
Das scheint hier in Korea so üblich zu sein das man einfach mal verschwindet. Und bei mir wird es wohl zur schlechten Angewohnheit dauernd das Bewusstsein zu verlieren. Wenigstens habe ich jetzt ein paar Schlagwörter bekommen. Vielleicht kann ich so ein bisschen mehr über diese „Drachen“ herausfinden.
Er schaute sich im Zimmer um und fand einen Briefumschlag auf dem sein Name stand. Als er den Brief öffnete kamen ihm direkt ein paar Münzen entgegen. Auf dem Brief selbst standen nur einige wenige Worte.
„Anbei ein Schlüssel für ein Schliesfach im Bahnhof „Donjak-gu“ . Die südkoreanischen Won sollten für eine Fahrt dorthin gut langen.“
Ayumu seufzte.
Wissen die eigentlich dass ich Schnitzeljagten noch nie wirklich mochte? Aber einfach mal alle Antworten zu bekommen ist ja viiiieeeelll zu einfach. Wenigstens ist es laut Google nicht sonderlich weit bis zur nächsten Metrostation. Also schauen wir mal was uns erwartet.

Wenig später saß Ayumu auch schon im Zug nach Donjak-gu. Laut seinem Handy geht es in Richtung des Appartements das er netterweise bekommen hat.
Ayumu schaute aus den dreckigen Fenstern des Zuges.

Das ist also Seoul. Ich hätte mir nie vorgestellt so schnell einmal hier zu landen. Moment mal. Warum konnte die Frau eigentlich so gut japanisch? Und wie kann ich mich im Normalfall verständigen? Ich sollte mir wohl über mittelfristig ein Wörterbuch und irgendein Koreanisch Crashkurs besorgen.
Aber dieser Traum…. Oder diese Vision die ich hatte während ich weggetreten war… Es muss irgendwo in Tokio gewesen sein. Die Schriftzeichen in der Ubahnstation waren japanisch. Außerdem glaube ich, dass ich in dieser Station schon einmal gewesen bin. Aber was waren das für komische Wesen? Und dieses komische Schwarze Zeug? Ich glaube langsam das auf jede Antwort mindestens 4 neue Fragen kommen.
Und was ist der Rat von Venice von dem die 3 Fremden da sprachen? Ich hoffe dass ich in diesem Schließfach mal mehr antworten als Fragen bekomme.

„Nächster Halt: Donjak-gu“
Ayumu verließ den Zug und stand nach kurzem Such vor dem besagten Schließfach. Der Schlüssel passte auch ohne Probleme.
In dem Schließfach war noch mehr Geld. Dem Wert nach waren es 1.000 Won, wie weit er damit kam konnte er allerdings noch nicht abschätzen. Außerdem fand er ienen weiteren Zettel mit Adresse sowie dem Satz: „Du bist doch sicher hungrig?“
Und wie als Antwort knurrte sein Magen demonstrativ. „Hast ja recht. Also gut, dann finden wir mal diese Adresse“

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