[TSW Chargeschichte] Willkommen in Seoul

Ayumu wurde langsam wach. Vorsichtig tastete er sich zum Lichtschalter vor… Oder besser gesagt zu der Stelle wo eigentlich ein Lichtschalter sein sollte. Das Problem war nur: Dort war kein Lichtschalter. Er schaute sich in seiner Wohnung um, aber sie war ihm fremd. Langsam merkte er, dass es gar nicht Seine war.
Was ist denn hier los? Wo bin ich? Und warum fühlt sich mein Kopf an als wäre er mit einem Presslufthammer bearbeitet worden? Das letzte an was ich mich erinnern kann war, dass ich…. Moment, klar, der Einsiedler. Wo ist er denn hin? Und warum bin ich plötzlich so müde geworden?
Ayumu schaute sich in dem Raum um. Es sah nicht viel anders aus als seine Wohnung in Nagato. Allerdings anders als die Hütte des Einsiedlers. Sein Blick streifte den Esstisch in der Mitte des Raumes. Darauf stand eine Thermokanne sowie ein Tetrapack mit Orangensaft und eine Tasse und ein Glas. Er erinnerte sich daran, dass ihm seine Mutter mal gesagt hatte, dass Orangensaft gut gegen Kopfschmerzen hilft und er schenkte sich ein Glas ein. Als er es trank merkte er erst, wie durstig er eigentlich war und vergaß in welcher Situation er war.
Ayumu setzte sich an den Tisch und schaute nach, was in der Thermoskanne war. Kaffee. Das kam ihm gerade recht. Er schenkte sich in das Glas Kaffee und nahm einen Schluck.
Ich dachte mir doch schon dass jemand, der so viel Geld bietet nur Ärger bringen kann. Aber nein, mein Freiheits- und Welteneroberungsdrang war mal wieder größer als meine Vernunft. Typisch ich.
Er nahm noch einen Schluck Kaffee.
Aber das bringt ja alles nichts. Jetzt heißt es erst einmal herausfinden wo ich bin und wie ich hier hergekommen bin. Soweit ich das beurteilen kann, scheine ich zumindest noch in Asien zu sein. Allerdings scheinen meine Kleider sowie meine Ausrüstung und meine Wertsachen weg zu sein.
Ayumu stand auf und schaute sich weiter um. Im Nebenraum war eine Dusche, die er allerdings ignorierte. In einem Schrank fand er einen Kung fu Anzug und dazu einen schwarzen Ledermantel. Zumindestens glaubte er das es ein Kung Fu Anzug war. Er hatte einmal in einem Buch über chinesische Kampfsportarten etwas ähnliches gesehen. Das war aber schon ziemlich lange her.
Da er ohnehin noch im Schlafanzug war, zog er sich um und stellte zu seiner Überraschung fest, dass alles passt wie angegossen.
Kaum war er umgezogen klingelte in der Manteltasche ein Handy. Er zog es heraus und sah eine neue Nachricht:
„ Ich hoffe ihre Ankunft in Seoul war kein allzu großer Schock für sie. Das Frühstück sollten Sie bereits gefunden haben und die Kleidung ebenfalls. Finden Sie uns“
SEOUL? Südkorea? Ayumu wäre beinahe sein Mobiltelefon aus der Hand gefallen. Aber die Nummer kenne ich. Sie gehört dieser Frau. Aber warum hat sie mich nach Seoul gebracht? Und wie soll ich sie ohne Informationen finden? Ich hasse es wenn ich nur eine Marionette bin und das Gefühl habe, nichts selbst in der Hand zu haben.
Aber eins ist mal sicher: Wenn ich nicht auf die Straße gehe, finde ich erst recht nichts und hey, ich wollte doch schon immer mal über den Ozean.
Seine Abenteuerlust wurde geweckt und er streifte sich den Mantel über. Ein bisschen ungewohnt, aber durchaus nicht schlecht! Und in der Tasche sind sogar die Wohnungsschlüssel.
Er verließ die Türe und fand sich in einer kleinen Seitengasse wieder. Es roch nach einer Mischung aus Soja und altem Fisch. Nachdem es auf der einen Seite nur zu noch mehr Hauseingängen führte, beschloss er in die andere Richtung loszugehen. Aber zuvor machte er noch mit seinem Handy ein Foto der Tür mit Geotag. Irgendwie musste er ja wieder herfinden.

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