[TSW Chargeschichte] Nächtliche Unruhe

Ayumu lag auf seinem Bett und konnte – obwohl er erschöpft war – nicht schlafen. Er hatte heute einen für ihn persönlich besonders anstrengenden Auftrag durchgeführt. Es war zwar ein ganz normaler Eskortjob aber die Umstände machten ihn emotional belastend.
Er sollte den Bürgermeister bei seiner Stellungname zu den Korruptionsvorwürfen beschützen. Allerdings wären dieser Vorwürfe nie aufgekommen, hätte er nicht dem Sekretär auf einer der vorherigen Aufträgen Dokumente untergeschoben.
Ayumu war sehr froh, dass niemand einen Anschlag durchführen konnte, denn er war in Gedanken ganz wo anders: Bei seiner anderen Arbeitgeberin über die er so wenig wusste, die aber so gut für Kleinigkeiten bezahlte. Außerdem hatte er seit der kleinen Dokumentenaktion die ganze Zeit das Gefühl, dass ihn jemand beobachtete.
Ayumu blickte sich in seiner kleinen, provisorisch eingerichteten Schlafnische – Naja, es war eher eine kleine Matratze die durch einem Vorhang vom Rest des Wohnbereichs abgetrennt war – um und sein Blick traf den Beutel mit dem Briefumschlag.
Naja, schlafen kann ich sowieso nicht, also kann ich auch gleich den Brief lesen, immerhin ist auch schon fast eine Woche vergangen seit ich ihn habe.
Er tastete sich also zum Lichtschalter vor und schaltete das Licht an.
Verdammt, warum muss das Licht immer so hell sein nachts?
Mit noch zusammengekniffenen Augen griff er nach dem Brief und dem Beutel und legte ihn auf den Esstisch. Während er ein Glas Wasser trank gewöhnten sich seine Augen langsam an das Licht der Lampe.
Er setzte sich an den Tisch und öffnete den Brief.
„Bringe diesen Beutel zu einem weisen Mann auf Kinasan Island. Du wirst ihn schon finden, ansonsten habe ich mich in dir getäuscht.“ Er dreht ungläubig das Blatt Papier herum, aber auf der Rückseite stand auch nicht mehr.
Zur Ausnahme mal Informationen zu bekommen scheint wohl zu viel verlangt dachte sich Ayumu sarkastisch. Allerdings hatte irgendetwas an diesem geheimnisvollen Auftreten sein Interesse geweckt. Er nahm sich fest vor in den nächsten Tagen nach Kinkasan Island aufzubrechen. Aber im Moment war er viel zu müde dazu. Er schaltete noch das Licht aus und legte sich auf die Matratze. Im nächsten Moment war er schon eingeschlafen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.