Vorstellung: To Write Love On Her Arms

Wie bereits angekündigt, will ich hier auch die ein oder andere Organisation vorstellen und den Anfang macht heute To Write Love On Her Arms.
To Write Love On Her Arms, oder kurz TWLOHA, ist eine gemeinnützige Organisation und hat ihre Wurzeln in den Vereinigten Staaten von Amerika.
2006 enstand TWLOHA aus der Idee von ein paar Freunden. Eine davon ist Renee und war damals 19 Jahre alt. Sie nahm Drogen um ihrer für sie perspektivlosen Realität zu entkommen und begann, sich zu ritzen. Ihre Freunde waren zunächst hilflos, kamen aber dann auf die Idee, dass sie ihr „Love“ (auf deutsch „Liebe“) auf die Arme schreiben. Das sollte Renee, wenn sie sich ritzen wollte, daran erinnern, dass es Menschen gibt, die sie lieben und dass sie, wenn sie es oft genug sieht, selbst erkennt, dass sie eine liebenswerte Person ist.
Das war natürlich keine endgültige Lösung für Renee, denn sie benötigte professionelle Hilfe. Renee verstand es, aber da in Amerika medizinische Hilfe mit enormen Kosten verbunden ist, war es finanziell nicht möglich. Also begannen die Freunde T-Shirts zu verkaufen und ein Benefizkonzert mit dem Titel „To Write Love On Her Arms“ (auf deutsch „Um ihr Liebe auf den Arm zu schreiben“), welches letztendlich die enormen Behandlungskosten für Renee einspielte.
Bei der Organisierung merkten die Freunde allerdings, dass die Geschichte von Renee auf viele Jugendliche passt und lernten selbst viele Leute kennen, die entweder zugaben, dass sie nicht viel Ahnung von diesen Problemen haben, oder die meinten, dass sie selbst auch an Drogensucht oder Depressionen litten, aber sich bisher noch nie jemandem anvertraut haben.
Das nahmen die Freunde zum Anlass „To Write Love On Her Arms“ zu gründen. Als erste Anlaufstelle für Menschen, aber vor allem Jugendliche, die an Depressionen, SVV oder Drogensucht leiden und als Aufklärungskampagne, dass auch Leute, die nicht betroffen sind Informationen bekommen und anfangen, psychischkranke Menschen nicht als abnormal zu betrachten, sondern wie einen „normalen“ Menschen.
Aus der anfänglich kleinen Organisation ist mittlerweile eine Bewegung geworden, die weltweit Anhänger gefunden hat und in den USA schon vielen Menschen geholfen hat.

In Deutschland ist TWLOHA leider noch nicht sehr bekannt, was sich aber hoffentlich mit dem Fan Projekt ändern wird. Denn auch hier in Deutschland ist die Depression eine Volkskrankheit und trotzdem Tabuthema. Auch Drogensucht, Selbstverletzendes Verhalten und Suizid sind in Deutschland reale aber totgeschwiegene Probleme.
Denn nur, wenn betroffene von der Gesellschaft ernst genommen werden, kann eine Heilung gelingen.

TWLOHA, das Deutsche Fan Projekt und ich glauben, dass das ein reales Ziel ist.
Wir glauben, dass es für jeden Hoffnung und Hilfe gibt und das jeder ein wunderbares und liebenswertes Individuum ist.
Wir glauben, das Rettung für jeden möglich ist.

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