Monatsgedanken Dezember

Hallo zusammen,

ich weiß, ich habe schon wieder viel zu lange nichts von mir hören lassen. Allerdings gab es auch nicht viel, worüber es sich gelohnt hätte zu schreiben. Oder eben ich hätte gerne darüber berichtet, allerdings hätte das mein Arbeitgeber aufgrund von Firmeninternas nicht so cool gefunden. Dann kommt auch noch der Zustand dazu, dass man doch neben Arbeit und Wohnung und allem nicht ganz so viel Zeit findet wie man gerne hätte. Was mir super leid tut, allerdings möchte ich euch auch nicht mit deprimierten Beiträgen nerven (obwohl der Blog ja ursprünglich für die Ups & Downs gemünzt war.) noch möchte ich euch mit irgendwelchen nichtssagenden Blogposts langweilen. Nichtssagende Reden halten die Politiker schon genug, da braucht’s mich nicht noch.
Wie dem auch sei, wie ist es mir die Tage ergangen? Meine Aussage vom 29.11. hat sich definitiv noch weiter bestärkt. Meine Ma kommt regelmäßig ungefragt vorbei, was mich dazu verleitet zu sagen, dass sie wohl die einsamere von uns beiden ist. Was eigentlich echt schwer vorstellbar, da meine sozialen Kontakte sich komplett auf die Arbeit beschränkt. Das habe ich jetzt die letzten Tage wieder gemerkt, als ich mal 9 Tage am Stück frei hatte und dann wirklich nur auf die nötigsten sozialen Interaktionen gefallen ist. Dementsprechend ist analog dazu auch die Laune phasenweise auf das Mindestlevel zum Überleben gefallen. Aber wenigstens habe ich jetzt wieder was gelernt. Meine Laune hängt zum einen ganz gravierend an anderen Leuten. Allerdings nicht einfach an dem Kontakt mit Anderen, sondern vielmehr an der Aktion, anderen zu helfen und deren Tag zu verschönern. Klingt jetzt vielleicht total doof. Aber ich bekomme echt miese Laune wenn ich das nicht machen. Und wenn man auf der Arbeit dann die Möglichkeit hat, dann geht die Laune auch wieder gewaltig nach oben. Eigentlich lustig, mit mir kann man echt ein entspanntes Leben haben mit dieser neu erkannten Gleichung 😀

Was mich auch gleich zum nächsten Punkt bringt: Am Boden meines sozialen Entzug und auf der Suche nach Besserung, hat man sich dann doch mal die „Spotted“ App geladen. Kleiner Hinweis: Als Mann unbedingt lassen. Einfach nur frustrierend, da die werten Damen der Schöpfung ja der Meinung sind öffentlich nach netten Kontakten zu suchen (Für was ich mich definitiv halte) um dann, wenn man was Nettes zurückschreibt einen einfach mal doof dastehen lässt (aka Konversation kommentarlos verlassen). Tja Mädels, ich sag es mal in aller Deutlichkeit falls jemand von euch das hier durch Zufall mal liest: Es funktioniert nicht, wenn ihr den Mann fürs Leben sucht, aber euch nur mit den Arschlöchern trefft. Das Einzige was ihr davon habt ist die Einstellung, dass alle Männer Schweine sind. Klar, wenn man nur die Schweine an sich ran lässt, dann könnte der Verdacht entstehen.
Natürlich weiß ich auch, dass es eben auch Mädels gibt, die nicht so sind. Ich wollte mit dem Absatz oben NICHT alle Mädels über einen Kamm scheren. Tut mir auch aufrichtig Leid, wenn es so rübergekommen ist, das war definitiv nicht meine Absicht.
Durch Spotted dann also wirklich irgendwo am Boden der Frustration (Wohl gemerkt Frustration und nicht Depression 😉 ) angekommen, hat man sich dann ein paar Tage später dazu entschlossen, mal feiern zu gehen. Draussen, in einem Club, Allein, in der Hoffnung hier nochmal normale Frauen kennenzulernen. Oder vielleicht auch einfach mal ein paar Bekannte. Schaden konnte es ja nicht. Wobei dieser Entschluss wirklich von vorne herein eigentlich gewagt und zum Scheitern Verurteilt war. So als sozial verkümmertes und zurückhaltendes Wesen. Klar, man hat ja die Basics nie wirklich gelernt und üben können. Klingt total doof. Ist aber so, ich bin – was soziale Interaktion außerhalb meiner Arbeitsabläufe angeht – total unsicher….

Das Ende vom Lied bei der Aktion war dann so wie im Rückblick das Ganze zu erwarten war: Die Musik war gut, dass Abzappeln hat mal wieder gut getan, allerdings brauche ich unbedingt mal einen weiblichen besten Freund der mir erklärt wie ihr tickt 😀 Achso, und ich kenne den Gesichtsausdruck von echtem unversteckten Eckel. Was ich noch sehr viel weniger verstehen kann wie man zu diesem Gesichtsausdruck kommen kann wenn man doch frisch geduscht ist, frisch rasiert ist und auch nichts eckeliges an sich hat. Aber manchen Frauen reicht hier anscheinend schon ein Blick um einen Mann als abgrundtief ecklig zu degradieren? Mal ehrlich: DAFUQ? Erklärt mir doch mal bitte wie das funktioniert. In den Kommentaren wenn möglich…

Egal, die ganze soziale Schiene mal ausser Acht gelassen ist es ja dann auch stark auf Weihnachten zugegangen und nachdem mein Betrieb mich über die Feiertage nicht gebraucht hat, habe ich jetzt vom 15.12.15 bis heute (26.12.15) zum einen meine restlichen 5 Urlaubstage und zum anderen meine Überzeit zum abfeiern. Dabei wollte ich doch Arbeiten… Egal, also ab zum Pflichtbesuch bei den Großeltern.
Wer mich kennt, der weiß, dass ich echt nicht gerne in die alte Heimat zurück fahre. Das hat mehrere Gründe: Zum einen hängen da einfach zu viele negative Erinnerungen, allerdings kann ich damit nach knapp 5 Jahren und mental deutlich gefestigter, mittlerweile gut umgehen. Zum anderen – und dass ist der gravierendere Punkt – komm ich mit dem sozialen Umgang von meiner Oma oder generell meiner Familie untereinander nicht klar…
Ich bin halt zum einen extrem harmoniebedürftig und das merkt man an meinen Denken und Handeln. Außerdem achte ich – bedingt durch meine Arbeit im Kundenkontakt – sehr auf die Feinheiten was Mimik, Gestik, Tonlage, Lautstärke und Wortwahl angeht. Tja, dass hat meine Familie aber leider nicht drauf. Auf der einen Seite viel zu laut, auf der anderen Seite schwingt immer was Negatives in der Tonlage/Mimik/Gestik mit. Seien es jetzt Gefühle von Neid, Verachtung, Hass oder ähnlichem. Falsche Beschuldigungen und Unterstellungen sind sowieso an der Tagesordnung. Und da mich Oma/Opa/meine Ma nichtmehr wirklich verstehen bei der Umgebungslautstärke sitze ich dann bei Familientreffen meist daneben, probiere mich in meiner gedanklichen Blase einzuigeln und die Lautstärke runterzudimmen sowie den Umgang untereinander ein bisschen zu analysieren. Nur das ich weiß, wie es nicht geht.
Kleines Beispiel gefällig? Meine Tante raucht neben meiner Ma als einzige in der Familie. Ich habe ja seit 2-3 Monaten das Rauchen aufgehört. Das wissen auch alle. Meine Tante raucht sonst immer draußen, so wie es sich gehört. Ich hasse das im Gebäude rauchen sowieso. Also auch als Raucher war das für mich ein NoGo. Aber gut. Meine Oma raucht nicht. Gestern kommt sie out of the blue drauf, dass sie ja mal eine mitrauchen könnte. Natürlich im Haus, sie geht ja nicht in die Kälte die feine Madame…. Auf mein mehrmaliges „Ich bitte euch aus Respekt vor den Nichtrauchern draußen zu rauchen“ wurde natürlich nicht reagiert. Warum auch? Nene, das wäre ja doof. Ich bin dann also mit den Worten „Ich bin dann im Bett“ um 20 Uhr runter, weil im kalten Rauch/warmen Rauch sitzen wollt ich dann auch nicht.

Achja, Familie ist was Tolles 😀

In diesem Sinne

Bis zum nächsten Mal

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